Neulich war der Nebel am See so dicht, dass ich kaum den Flügel vor Augen sehen konnte.

Neulich war der Nebel am See so dicht, dass ich kaum den Flügel vor Augen sehen konnte.

Irgendwann wusste ich nicht mal mehr, wo ich bin – und schnatterte daher meine Entenfreundinnen Agnes und Klara zu Hilfe. Zum Glück fand Agnes den Weg zum Wasser – sie achtete einfach auf auffällige Dinge am Boden, etwa einen großen Stein. So standen wir bald an der Kante zum Wasser. „In diesem Nebel ist man als Ente plötzlich blind wie ein Maulwurf“, quakte Klara. Agnes lachte. „Der Maulwurf ist nicht blind. Er sieht aber in der Tat schlecht“, quakte sie. „Das ist jedoch selten ein Problem. In seinen Tunneln und Erdhöhlen im Boden ist es eh stockdunkel.“ Mit den Sinneshaaren an der Schnauze kann er aber gut tasten und spürt Erschütterungen. In seiner Nase steckt zudem ein besonderes Sinnesorgan. „Mit dem Eimerschen Organ nimmt er elektrische Signale wahr“, quakte Agnes. „Die entstehen etwa, wenn sich Beutetiere bewegen.“ Zu denen gehören Insekten, deren Larven sowie Regenwürmer. Wer Maulwurfshügel im Garten sieht, sollte sich also nicht ärgern: Wo ein Maulwurf lebt, ist der Boden gut und gesund. Damit die Zweibeiner das nicht vergessen, hat die Deutsche Wildtier Stiftung den Maulwurf zum Tier des Jahres 2020 gekürt. Eure Paula

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