Neulich konnte ich nicht widerstehen: Aus der Luft sah ich, dass meine Entenfreundin Klara allein ein Bad im See nahm.

Neulich konnte ich nicht widerstehen: Aus der Luft sah ich, dass meine Entenfreundin Klara allein ein Bad im See nahm.

Als ich knapp über dem Wasser war, zog ich die Flügel an und ließ mich mit Bürzel und Füßen voran hineinplumpsen. Klara hat sich fürchterlich erschreckt. Sie flatterte und quakte wild: Das Wasser spritzte in alle Richtungen. Da es an dieser Stelle des Sees viele Algen gab, war Klaras weißes Federkleid bald von einer grünen, glitschigen Schicht überzogen. „Das ist so gemein!“, quakte sie. Jetzt tat es mir fast leid. „Entschuldige, Klara“, quakte ich. „An das Grünzeug habe ich nicht gedacht.“ Ich legte ihr den Flügel um. Doch Klara schüttelte ihn ab, paddelte ans Ufer und verkroch sich in ihrem Nest. Darin hockte sie immer noch, als meine Entenfreundin Agnes sie zwei Stunden später entdeckte. „Da bist du ja! Du liegst wohl schon so lange im Nest, dass du Algen angesetzt hast“, quakte sie. „Du bist ein richtiges Faultier.“ Jetzt war Klara hellwach. „Ich bin nicht faul“, quakte sie. „Das habe ich auch nicht behauptet“, schnatterte Agnes. „Faultiere sind nicht die Schnellsten und lassen sich gern hängen. Aber faul sind sie deshalb noch lange nicht.“ Wie sie zu ihrem Namen kamen, erkläre ich euch in meiner nächsten Geschichte. Eure Paula

Kommentare