Neulich habe ich eine Maus erschreckt.

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Neulich habe ich eine Maus erschreckt. Sie hielt ein großes Stück Käse in den Pfoten, das sie unter einer Bank am Seeufer gefunden hatte.

„Was für ein Festschmaus“, piepste sie mit vollem Mund. Erst dann bemerkte sie mich und ließ vor Schreck den Käse fallen. „Hast du mich erschreckt!“, piepste sie. Dann griff sie schnell wieder nach dem Käse. Erst jetzt fielen mir die großen Löcher darin auf. „Bist du sicher, dass der Käse nicht kaputt ist?“, quakte ich. „Aber nein, der Käse schmeckt vorzüglich!“, piepste die Maus. Als ich später an den See watschelte, traf ich Karpfen Franz-Josef. Ich schnatterte ihm von der Maus und dem löchrigen Käse. „Ich hoffe, ihr ist davon nicht schlecht geworden“, quakte ich. „A so a Kas!“, blubberte der Karpfen – und erklärte mir, dass zwar nicht jeder Käse solch große Löcher habe. Aber bei Sorten wie Emmentaler gehörten die einfach dazu. Franz-Josef erklärte mir, dass Käse aus Milch gemacht wird. Die Menschen verlassen sich dabei auf unzählige winzige Helfer: Bakterien. Einige von ihnen futtern den Milchzucker auf und bilden Milchsäure. Und diese Säure wiederum lassen sich andere Bakterien schmecken – und bilden dabei unter anderem Kohlendioxid. Das ist das Gas, das auch Limo sprudeln lässt. Im Käselaib sind die Bläschen aber unter der dicken Rinde gefangen: Schneidet man den Käse später an, dann ist da, wo zuvor eine Gasblase war, ein Loch. Eure Paula

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