Neulich fiel mir ein Vogel am See auf.

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Neulich fiel mir ein Vogel am See auf. Er sah ein wenig aus wie eine kleine, schwarzbräunliche Krähe.

Oder war das vielleicht ein Eichelhäher, der durch einen Kamin geflogen war? Der Fremde suchte nach Haselnüssen, als er mich bemerkte. „Oh, ich hoffe, es stört Sie nicht, dass ich mich an den Haselnüssen hier bediene?“, krächzte er höflich. „Ich bin zum ersten Mal zu Gast am See. Da möchte ich mich nicht danebenbenehmen.“ Ich winkte ab. „Nehmen Sie ruhig, wir Enten können keine Haselnüsse knacken“, quakte ich. „Sie Arme!“, rief er. „Aber ich habe mich gar nicht vorgestellt: Ich bin ein Tannenhäher, ein naher Verwandter des Eichelhähers.“ Er verriet mir, dass Tannenhäher ihre Nester am liebsten auf Zirbelkiefern und Fichten im Gebirge bauen. Sein Gefieder war sehr unauffällig: Rücken, Brust und Bauch waren braun, der Bauch zudem voller weißer Sprenkel. Der Tannenhäher erklärte mir, er lege einen Futtervorrat für den Winter an. Dazu vergrabe er Samen im Waldboden. In dem Moment schnappte er sich eine Nuss und schluckte sie samt Schale hinunter – so zumindest sah es aus. Doch der Tannenhäher erklärte mir, dass er die Nüsse nur für den Transport in seinen Kehlsack packt. Den nutzt er dabei fast wie eine Tüte. Eure Paula

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