Neugier kann teuer werden.

Neugier kann teuer werden. Das mussten russische Vogelforscher feststellen.

„Sie wollten herausfinden, welche Routen Steppenadler auf ihren Reisen genau nehmen“, quakte ich meinen Freundinnen Agnes und Klara. „Doch ihr Projekt wäre fast an einer reiselustigen Adlerdame gescheitert.“ Das kam so: Steppenadler brüten im Süden Russlands und Kasachstans. Vor dem Winter fliegen sie nach Afrika oder Indien. Die Forscher haben 13 Adler mit Sendern ausgestattet. Die Sender schickten regelmäßig Nachrichten mit dem Standort der Tiere an die Forscher – und zwar per SMS, also wie eine Handy-Kurznachricht. Das kostet natürlich Geld. Das hatten die Forscher eingeplant. Nur: Sie hatten nicht mit einem Adler auf Abwegen gerechnet: Adlerfrau Mia hatte den Sommer in Kasachstan verbracht, wo es kein Mobilfunknetz gab. Danach flog sie ausgerechnet in den Iran. „Dort gab es wieder Netz“, quakte ich. „Hunderte Nachrichten, die zuvor nicht versendet werden konnten, wurden nun auf einmal verschickt.“ Eine SMS aus dem Iran nach Russland zu versenden, kostete aber umgerechnet 69 Cent. Durch die vielen SMS hatte Mia das ganze Geld für das Projekt allein aufgebraucht. Ein Spendenaufruf im Internet hat es aber nun wohl gerettet. Eure Paula

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