Neues Heim für 36 junge Flüchtlinge

asylbewerber  . Nürnberg – Die Stadt Nürnberg und die Diakonie haben ein neues Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge geschaffen.

22 Jugendliche wohnen künftig in einem bislang ungenutzten Haus auf dem Gelände eines Seniorenheims. Am gestrigen Freitag zogen die ersten Bewohner ein.

Bisher lebten die zwischen 14 und 18 Jahre alten Flüchtlinge mit etwa 1000 anderen Asylsuchenden in der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf. Zunächst drei Monate sollen die Jugendlichen nun in Nürnberg wohnen, bevor sie entweder an Pflegefamilien vermittelt werden oder – wenn sie alt genug sind – eine Wohnung für sie gesucht wird.

In dem neuen Haus ist Platz für 36 Jugendliche, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind. Seit diesem Jahr müssen die Minderjährigen unter Bedingungen der Jugendhilfe betreut und untergebracht werden. Man wolle erreichen, dass die jungen Menschen ihre Flucht endlich beenden können, sagte Olaf Forkel, Regionalleiter der Rummelsberger Diakonie.

16 Mitarbeiter der Diakonie, darunter eine Psychologin und eine Sozialpädagogin, betreuten die Jugendlichen Tag und Nacht. Zusätzlich werde ihnen Deutsch beigebracht, um sie auf eine Ausbildung in Deutschland vorzubereiten.

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf sei für Kinder und Jugendliche ohne Eltern kein guter Ort, sagte Olaf Forkel. In ihrem neuen Heim hätten sie nun ausreichend Platz, um wieder vernünftig leben zu können, betonte er. Statt bis zu fünf stehen in den Zimmern der neuen Jugendhilfeeinrichtung beispielsweise nur noch zwei Betten.  lby

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