Neuer Coronavirus-Verdachtsfall im Landkreis Rosenheim

Eine in der Intensivpflege tätige Person aus dem Landkreis Rosenheim ist am heutigen Donnerstag, 27. Februar, auf COVID-19 getestet worden. Im Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim geht man davon aus, dass ein Ergebnis spätestens morgen vorliegt.

Stephanskirchen – Nach Aussage des Gesundheitsamtes handelt es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, es besteht kein begründeter Verdacht, dass sich die Person mit dem Coronavirus infiziert haben könnte. "Bislang gibt es in Stadt und Landkreis weiterhin keine begründeten Verdachtsfälle auf COVID-19", heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes Rosenheim.

Die Behörden machen keine näheren Angaben zur betroffenen Person. Nach Information von Rosenheim24 handelt es sich um eine Person aus Stephanskirchen.

Vorsichtshalber auf Coronavirus getestet

Die betroffene Person klagte nach Angaben des Gesundheitsamtes über leichte Halsschmerzen. Da sie beruflich bis vor kurzem auch in Norditalien tätig gewesen sei, allerdings nicht in den vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebieten, sei sie aufgrund ihrer sensiblen Tätigkeit vorsichtshalber auf COVID-19 getestet worden. "Bis das Ergebnis vorliegt, darf die Person ihrer Arbeit nicht nachgehen", meldet das Landratsamt.

Das rät Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Coronavirus

Das Staatliche Gesundheitsamt beobachtet nach eigenen Anfgaben die Lage weiterhin sehr genau und steht in engem Kontakt mit den Krankenhäusern, Arztpraxen, der Bundes- und Landespolizei sowie den weiteren zuständigen Behörden in der Region. "Maßnahmen werden nach den Vorgaben der vorgesetzten Behörden umgesetzt", so das Gesundheitsamt.

Symptome, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuten könnten

Die Menschen in der Region sorgen sich offenbar seit geraumer Zeit um einen größeren Ausbruch des Coronavirus'. In den Apotheken und Drogerien im Landkreis Rosenheim sind Mundschutzmasken vergriffen. Im Landkreis Mühldorf zeigt sich das gleiche Bild. Nach Angaben verschiedener Apotheker aus der Gegend sind Nachbestellungen aktuell so gut wie nicht möglich.

Bei einem Auftreten üblicher Grippesymptome kommt außerdem schnell die Befürchtung auf, es könne sich um das Coronavirus handeln. So wurde zum Beispiel eine spanische Reisegruppe näher überprüft, die in der Chiemseeregion unterwegs war, und bei der mehrere Personen plötzlich über Grippesymptome geklagt hatten.

Die Behörden sehen derweil keinen Grund dafür, dass Menschen für sich selbst stärkere Schutzmaßnahmen treffen müssen. Es gebe typische Symptome für eine mögliche Coronavirus-Infektion, die jeder bei sich selbst prüfen könne. Außerdem solle man übliche Hygienemaßnahmen beachten, um sich gegen eine Vireninfektion zu schützen.

+++ Wir halten Sie an dieser Stelle über den Coronavirus-Verdachtsfall im Landkreis Rosenheim auf dem Laufenden. +++

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