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25 neue Züge für die Oberlandbahn

Holzkirchen – Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) tauscht ihre Fahrzeugflotte aus.

Für die veralteten Züge der Typen Integral und Talent kommen neue des Typs Lint – die Abkürzung steht für „leichter innovativer Nahverkehrstriebwagen“. Insgesamt 25 Neufahrzeuge werde der Mutterkonzern Transdev leasen, kündigte BOB-Chef Bernd Rosenbusch gegenüber unserer Zeitung an. Für Rosenbusch ist das ein schöner Abschluss seiner BOB-Karriere – der frühere DB-Manager wechselt Anfang Oktober an die Spitze des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds MVV.

Am Donnerstag kommender Woche wird der Flottenwechsel perfekt gemacht: Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) unterzeichnet für die staatliche Bayerische Eisenbahngesellschaft zusammen mit Rosenbusch am BOB-Standort Holzkirchen eine Ergänzungsvereinbarung. Sie sieht vor, dass im Zeitraum von Mai bis Juli 2020 die alten Fahrzeuge komplett ersetzt werden. Das ist notwendig, weil im bestehenden Verkehrsvertrag zwischen Freistaat und Transdev noch die alten Fahrzeuge Vertragsbestandteil sind.

Somit gebe es in weniger als zwei Jahren „einen Quantensprung“ für die BOB-Fahrgäste, freut sich Rosenbusch. Neben höherer Zuverlässigkeit versprechen die Lint-Züge auch mehr Fahrkomfort. „Der Lärm halbiert sich“, sagte Rosenbusch. Dass die Dieseltrieb-Züge kaum Feinstaub und 86 Prozent weniger Stickoxide ausstoßen, nütze auch der Umwelt. Die Lint-Züge sollen bis zur Elektrifizierung der BOB-Strecke eingesetzt werden. Dass es im Oberland Oberleitungen geben wird, hält Rosenbusch für praktisch beschlossen. Allerdings ist die Finanzierung noch nicht gesichert.

Lint-Züge des Herstellers Alstom setzt die BOB demnächst auch auf der Strecke München–Füssen ein. Die Strecken-Ausschreibung hatte das Unternehmen kürzlich gewonnen, Betriebsstart ist hier im Dezember. Im Unterschied zu den Füssener Lint-Zügen haben die BOB-Lints einen höheren Einstieg von 76 Zentimeter – die Bahnsteige der BOB-Strecke sind höher als im Allgäu.

Zurzeit fährt die BOB mit 17 Integral-Zügen, die schon 20 Jahre alt sind. Sie stammen von der Jenbach Verkehrstechnik in Tirol, ein Unternehmen, das 2001 pleiteging. Daher können weder neue Integrale noch ausreichend Ersatzteile beschafft werden. Dazu kamen im Laufe der Zeit neun Talent-Züge. Problem dabei: Integrale und Talente sind nicht miteinander kuppelbar. Das ist für die BOB ein Problem, da die Züge ja in Holzkirchen für die Fahrziele Bayrischzell, Lenggries und Tegernsee geteilt und auf der Rückfahrt nach München wieder aneinander gekuppelt werden. dirk walter

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