EINE STÄDTE UND LANDKREISE ÜBERGREIFENDE MOBILITÄTS-STUDIE SOLL IDEEN FÜR EINE BESSERE VERKEHRSVERNETZUNG BRINGEN

Neue Wege für die Metropolregion

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Ob Bahn-, Rad- oder Autofahrer, privat oder beruflich: Wer rund um München unterwegs ist, hat oft den Eindruck, dass die Verkehrsstrukturen langsam an ihre Grenzen stoßen.

Lösungsideen soll nun eine Vernetzungsstudie bringen, die der in München ansässige Verein Europäische Metropolregion München (EMM) in Auftrag gegeben hat.

Solche Metropolregionen gibt es elf in Deutschland: Rhein-Ruhr zum Beispiel, Hamburg, Berlin-Brandenburg, Stuttgart und als südlichste München. „In unserer Region leben rund sechs Millionen Menschen“, erklärt EMM-Geschäftsführer Wolfgang Wittmann. „Sie umfasst grob das Gebiet zwischen Ingolstadt und Garmisch, Augsburg und Traunstein.“ Da laut Prognosen in diesem Gebiet bis 2030 rund 300 000 zusätzliche Menschen leben werden, wird sich die Verkehrssituation weiter zuspitzen.

Die nun bei „Drees & Sommer“ in Auftrag gegebene Studie soll in einem ersten Schritt alle vorhandenen Mobilitätsangebote erfassen: Welche Carsharing-Anbieter gibt es zum Beispiel, welche Leih-Rad-Angebote, welche öffentlichen Verkehrsverbunde. Alle diese Akteure werden in einer Webseite vernetzt. Abschließend soll die Studie Handlungsempfehlungen erarbeiten – kurz- wie auch langfristige. Vorrangiges Ziel sei eine bessere Vernetzung bestehender Systeme und nicht etwa ein Straßenausbau, so Wittmann.

Frank Reuther, Geschäftsführer bei Drees & Sommer, nennt als mögliche Schwerpunkte die Vereinheitlichung von Ausleihmodellen, Optimierungen für den Radverkehr oder mögliche Dachtarife bei der Bahn, die die Nutzung lokaler Verkehrsgesellschaften miteinbeziehen. Ende 2018 sollen die Ergebnisse der Studie vorgestellt werden.

Die Metropolregion München ist einer der erfolgreichsten Wirtschaftsräume Europas. „Außerdem sorgen abwechslungsreiche Landschaften, kulturelle Angebote und Freizeitmöglichkeiten für höchste Lebensqualität“, betont Wittmann. Der Verein EMM, gegründet 2008, setzt sich für eine Förderung der Wirtschaftskraft in Einklang mit Natur und Umwelt ein, um die Lebensqualität in der Metropolregion weiter zu steigern – so steht es in den Statuten. Rund 200 Institutionen sind in dem Verein Mitglied: 27 Landkreise und sechs kreisfreie Städte sowie 160 in der Region ansässige Unternehmen wie der Pharmakonzern Roche, die Autobauer BMW und Audi, der Flughafen München, der ADAC, aber auch Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie der FC Bayern München. Wittmann: „Sie alle eint ihr Engagement für die Region.“ Sven Rieber

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare