Neue Probleme für den Bahnausbau München-Mühldorf

Auch für die Schiene wird der Bundesverkehrswegeplan neu formuliert. Die Verkehrsplaner plagt dasselbe Problem wie bei den Straßen: Für die 1000 Neu- und Ausbau-Vorschläge reicht das Geld natürlich nicht.

Aus oberbayerischer Sicht sind drei Projekte ganz wichtig:

-Der Brennerzulauf ab München-Ost über Grafing, Rosenheim bis nach Kiefersfelden: Das Bundesverkehrsministerium schlägt im Bundesverkehrswegeplan zwei Varianten vor: einmal den Ausbau um zwei auf dann vier Gleise, um den zunehmenden Güterverkehr zum geplanten Brenner-Basistunnel bewältigen zu können. Wo die neuen Gleise verlegt würden, ist ganz unklar. Eventuell entlang der Bestandstrecke, wobei dann Bahnhöfe verbreitert werden müssten. Denkbar sind auch der Neubau von Tunnels oder aber eine (sicher teurere) Strecke entlang der Inntalautobahn.

-Zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung von München-Mühldorf. Möglicherweise ist das Projekt wieder gefährdet. Der Grund: Wichtige Teilstücke, etwa der zweigleisige Ausbau von Markt Schwaben bis Ampfing, sollen erneut überprüft werden. So sieht es der Bundesverkehrswegeplan für alle Bahnprojekte vor, bei denen mit dem Bau nicht bis 2015 begonnen wird. Der Bahnkritiker Michael Wengler warnt bereits, dass das Projekt trotz laufender, millionen-teurer Vorplanungen in der Prioritätenliste wieder nach hinten rutschen könnten.

-Elektrifizierung München-Lindau: Hier gibt es Hoffnung, dass das Projekt nicht erneut unter die Räder kommt. Die mit Hilfe eines Schweizer Finanzzuschusses geplante Elektrifizierung ab Geltendorf soll nicht erneut untersucht werden, sondern als sogenannter „Bezugsfall“ gelten, auch wenn es bis 2015 noch keinen substanziellen Baubeginn gibt – sondern wohl erst 2017.  dw

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