Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Kommentar

Neue Lust auf Billig-Tickets: Die Politik entdeckt das Bahnfahren

polfnp_dirkwalter1807_18_4c_1
+
Dirk Walter
  • Dirk Walter
    VonDirk Walter
    schließen

9 Euro, 29, 69 oder 365? Wer bietet mehr? Die Politik hat auf einmal das Bahnfahren mit Billigtickets als Profilierungsfeld entdeckt. Aber was kommt jetzt?

München - Dass die Politik ein neues Feld für sich entdeckt, ist ja nicht einmal schlecht. Allerdings sollten es schon stimmige Vorstöße sein, nicht welche aus dem hohlen Bauch heraus aus purer Lust an Provokation. Insbesondere die CSU sollte in sich gehen und ihre Position intern klären.

Es passt nicht zusammen, wenn der bayerische Verkehrsminister gegen jede Art von Vergünstigungen wettert, während sein Chef mit der Forderung nach einem 365-Euro-Jahresticket für alle durch die Lande zieht. So eine Maximalforderung kam bisher nicht einmal von den Grünen! Unstrittig ist indes, dass nach dem Ende des 9-Euro-Tickets eine Fortsetzung notwendig ist.

Das Ticket ist nicht nur eine finanzielle Entlastung für Bahnfahrer, sondern hat offenbar – wenn man ersten Auswertungen glauben will – einen Lenkungseffekt: Autofahrer werden wohl in die Bahn gelockt. Und das ist ja genau das, was in Sonntagsreden jeder fordert. Es wäre also kontraproduktiv, wenn beispielsweise der MVV im September wieder zu seiner alten Tarifstruktur zurückkehren müsste. Unstrittig ist aber auch, dass die marode Infrastruktur der Bahn aufgemörtelt werden muss.

Sie ist offenbar in einem weit schlechteren Zustand ist als bisher bekannt. Auch das wird Milliarden kosten – da bleibt für Neubauprojekte wie etwa den in der Region sehr umstrittenen Brenner-Zulauf künftig wenig Spielraum.

Kommentare