Naturschützer fordern Alpentransitbörse

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München – Der Bund Naturschutz in Bayern fordert zur Eindämmung des Verkehrs über die Alpen und besonders auf der extrem belasteten Brennerstrecke eine Alpentransitbörse.

Eine Deckelung der Fahrten könne ein Instrument sein, um den zunehmenden Verkehr einzudämmen und auf die Schiene zu bringen, sagte der Landesbeauftragte Richard Mergner gestern. „Wir brauchen für den sensiblen Alpenbogen eine klare Begrenzung.“ Die Staatsregierung habe sich unrühmlich verhalten. „Sie war Bündnispartner der Lkw-Lobby.“

Die Forderung nach einer Börse für begrenzte Lkw-Durchfahrtsrechte, die früher schon Umweltschützer in der Schweiz für Alpentransitrouten vorgeschlagen hatten, ist Teil einer umfassenden Alpenstrategie des BN. Dazu zählen auch die erneute Forderung nach einer Rücknahme der Umwidmungen des Alpenplans im Zusammenhang mit dem Riedberger Horn sowie eine Schließung der Lücken zwischen Schutzgebieten.

Mergner verwies auch auf die Alpenkonvention. Darin hätten sich die Alpenländer verpflichtet, Belastungen im alpenquerenden Verkehr zu senken und Marktanreize für eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu schaffen. Der Bund Naturschutz prüfe, ob auf dieser Basis eine Klage gegen den geplanten Ausbau der Autobahn A8 München–Salzburg möglich sei.  lby

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