Nasskalte Tage mit viel Nebel mag ich gar nicht – bunte Laubblätter dafür umso mehr.

Nasskalte Tage mit viel Nebel mag ich gar nicht – bunte Laubblätter dafür umso mehr.

Das Wäldchen am See sieht aus, als hätte sich ein Maler mit einer Vorliebe für die Farben Gelb, Ocker und Rot dort ausgetobt. Allerdings hat der Wind viele Blätter längst von den Ästen gerissen – und bis zu uns Enten ans Seeufer geweht. Ich liebe es, wenn an trockenen Tagen das Laub bei jedem Schritt unter meinen Watschelfüßen raschelt. Die Blätter haben mich auch gewarnt, als sich heute morgen Waschbär Waldemar von hinten heranschleichen wollte – offenbar, um mir einen Streich zu spielen. „Hätte sich ein gefräßiger Fuchs herangepirscht, hätten mir die Blätter vielleicht sogar das Leben gerettet“, quakte ich. Das ist ziemlich nett von den Blättern. „Warum färben sie sich nicht bereits im Sommer so schön bunt?“, fragte Ente Klara. „All die wunderschönen Farben steckten da auch schon in den Blättern“, erklärte ihr Ente Agnes. „Das konnten wir nur nicht sehen, weil das Blattgrün alle anderen Farben überdeckt hat.“ Bevor die Bäume im Herbst ihr Laub abwerfen, holen sie besonders wertvolle Stoffe, die darin stecken, zurück in den Stamm. Das Blattgrün bauen sie dabei früh ab. Erst danach sieht man endlich all die anderen Farben, die noch darin stecken. Eure Paula

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