EHC Waldkraiburg trauert: Ex-Präsident Horst Pitter mit 58 Jahren verstorben

Horst Pitter hat sich über Jahrzehnte große Verdienste um den EHC Waldkraiburg erworben.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
    schließen

Es ist ein Schock für die ganze Waldkraiburger Eishockeygemeinde: Horst Pitter ist tot. Mit nur 58 Jahren ist der ehemalige Präsident, der seit drei Jahrzehnten der Vereinsführung angehörte, am Montagabend, den 29. Juni, überraschend verstorben.

Waldkraiburg – Drei Jahrzehnte lang hat er sich mit Herzblut, großem ehrenamtlichem und auch finanziellem Engagement für seinen EHC eingesetzt, unter anderem als langjähriger Präsident des Vereins. „Er war der ruhende Pol“, sagt sein Nachfolger Wolfgang Klose über seinen Vorstandskollegen, den er schon aus gemeinsamen Zeiten in der Realschule kannte. Die Löwen-Familie trauert mit zwei erwachsenen Töchtern und der Lebensgefährtin des Verstorbenen.

Von Sitzung abgemeldet – drei Stunden später war er tot

Am Montagabend war eine Sitzung des EHC-Vorstands angesetzt, dem Pitter zuletzt als stellvertretender Vorsitzender angehörte. Kurz vor der Sitzung meldete sich der 58-Jährige ab. Es gehe ihm nicht gut. Drei Stunden später war die Vereinsikone tot.

Lesen Sie auch:

Das Triumvirat macht weiter

Ober- oder Bayernliga: EHC, quo vadis?

Klose übernimmt Steuer von Pitter

Bereits seit Mitte der 1990-Jahre war der Waldkraiburger, der als Nachwuchsspieler des EHC seine Leidenschaft für das Eishockey entdeckte und pflegte, Mitglied im Präsidium des Vereins. Er gehörte zu jenen, die in schwierigen Zeiten Verantwortung übernommen und damit möglich gemacht haben, dass es mit dem Waldkraiburger Eishockey weitergehen konnte. Durchaus erfolgreich, wie sich unter anderem mit dem zwischenzeitlichen Aufstieg in die Oberliga, die dritthöchste Spielklasse, zeigte.

Feuerwehrmann und ruhender Pol

„Der Horst war unser Feuerwehrmann, der immer dann zur Stelle war, wenn was Wichtiges zu tun war“, sagt Wolfgang Klose, der vor neun Jahren Pitters Nachfolger als Präsident wurde. Als Betriebswirt und Steuerberater habe er sich nicht nur um die Steuerangelegenheiten des Vereins gekümmert. „Eishockey war sein Leben.“ Weil der 58-Jährige in München arbeitete, konnte er nicht mehr so nah an der Mannschaft dran sein. Doch bei allen Spielen fieberte er im Stadion mit, war auch bei vielen Auswärtspartien mit dabei.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

„Das ist ein schwerer Schlag für den Verein“, so Klose. „Wir werden den EHC in seinem Sinne weiter- führen.“ aha/hg

Kommentare