Der Nachhälter aus Wasserburg gewinnt bei ProSieben-Show "Das Ding des Jahres!"

Präsentierten der Jury im Fernsehstudio ihre Erfindung, den „Nachhälter“: die Wasserburger Christoph Kleber und Edna Kleber-Belizário. Pro Sieben/ Willi Weber
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Die Wasserburger Christoph Kleber und Edna Kleber-Belizário stehen bei "Das Ding des Jahres" im Finale.
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Ihr Produkt könnte in vielen Bereichen das Plastik als Verpackung ablösen. Christoph Kleber und Edna Kleber Belizário aus Wasserburg haben den Nachhälter erfunden, ein Beutel aus Zellulose. Damit stehen sie im Finale bei "Das Ding des Jahres" (Mittwoch, 4. März, 20.15 Uhr, ProSieben).

Update 5. März: 

Nachhälter in der Massenproduktion? 

Tausende Mails, Anfragen von Unternehmen aus aller Welt, Einladungen zu Talkshows: Seit feststeht, dass der „Nachhälter“ aus Wasserburg in der Pro-Sieben-Erfindershow zum „Ding des Jahres“ gewählt wurde, steht die Welt von Christoph Kleber (35) und Ehefrau Edna Kleber-Belizário (32) aus Wasserburg Kopf. 

Wir berichten, wie es jetzt weitergeht!

Update 4. März, 22.31

Der Nachhälter ist "Das Ding des Jahres"!

Der Nachhälter von Christoph Kleber und Edna Kleber Belizário aus Wasserburg ist "Das Ding des Jahres!" Drei Jahre haben sie an ihrem Ersatz für die Plastiktüte geforscht und getüftelt. Jetzt wird ihre unermüdliche Arbeit für eine nachhaltige Verpackung belohnt. Sie gewinnen 100.000 Euro. Am Ende war das Publikum auch begeistert von der Erfindung. Souverän hat sich der Nachhälter durchgesetzt.

Update 4. März, 22.27

Volle Punktzahl von der Jury für den Nachhälter!

Sechs Punkte von Lea-Sophie Cramer für den Nachhälter. Joko Winterscheid vergibt sechs Punkte für den Nachhälter. Alle Jurymitglieder sprechen sich mit voller Punktzahl für die beiden Wasserburger aus.


Update 4. März, 22.20

Die Juroren vergeben Punkte - der Nachhälter liegt vorne

Die Abstimmung ist gelaufen. Sechs Punkte von Jurorin Lena Gercke für den Nachhälter. Sechs Punkte von Hans-Jürgen Moog für den Nachhälter. Werbung... Wir bleiben gespannt. Und sind guter Dinge für den Nachhälter.

Hier gibt es nähere Infos zu den beiden Erfindern des Nachhälters.


Update 4. März, 22.10 Uhr

"Weil wir die Welt verändern wollen"

Die Brötchenrutsche ist das Jugendding des Jahres. Jetzt wird es aber endgültig spannend für den Nachhälter von Christoph Kleber und Edna Kleber Belizário aus Wasserburg. Die beiden treten mit ihrer Erfindung an gegen den "Haltmal"-Flaschenhalter, die Flexdüse für den Staubsauger, den Einhand-Teller für Menschen mit Behinderung, den Paketsafe und den eben noch qualifiziert Drehfix.

Warum wollen die beiden Wasserburger das Finale gewinnen? "Weil wir die Welt verändern wollen und werden mit diesem Produkt", sagt Christoph Kleber ganz selbstbewusst.


Update 4. März, 21.50 Uhr

In Duellen treten jeweils zwei neue Erfindungen gegeneinander an. Drei bleiben übrig. Und einer von ihnen bekommt den letzten Finalplatz. Es ist der sogenannte Drehfix - eine Erfindung, die es Heimwerkern einfacher machen soll und den Dübel ersetzen soll.

Bevor die Großen an der Reihe sind, wird aber noch der Gewinner bei den Jungerfindern gekürt.


Update 4. März, 20.40 Uhr

Jetzt wird es für die Erfinder des Nachhälters ernst

Die beiden Wasserburger, die den Nachhälter erfunden haben, stehen jetzt im Finale bei "Das Ding des Jahres". Die Konkurrenz ist hart. Aber was der Nachhälter bietet, wäre eine wirkliche Revolution in der Verpackung trockener Lebensmittel. Es geht hier immerhin um einen Beutel aus biologisch abbaubarer Zellulose, der in vielen Bereichen die Plastiktüte ablösen könnte.


Update 3. März

Morgen steigt das Finale bei "Das Ding des Jahres"

In der Vorrunde bei "Das Ding des Jahres" haben sich Christoph Kleber und Edna Kleber Belizário aus Wasserburg souverän druchgesetzt. Mit dem Nachhälter begeisterten sie die Jury und das Publikum. 67 Prozent der Fernsehzuschauer, die sich an der Abstimmung beteiligt hatten, wählten den Beutel aus Zellulose ins Finale.

Jetzt steigt bei den beiden Wasserburgern die Spannung. Fahren sie mit ihrem biologisch abbaubaren Produkt, das in vielen Bereichen Plastik als Verpackungsmaterial ersetzen könnte, den Sieg bei das Ding des Jahres ein? Die Antwort gibt es am 4. März ab 20.15 Uhr, wenn das Finale bei ProSieben ausgestrahlt wird. Und zeitgleich hier in unserem Liveticker zur Sendung.

Update 19. Februar, 22.33 Uhr

"Nachhälter" im Finale von "Das Ding des Jahres"

Die Jury spricht sich klar für den Nachhälter aus. "Der Nachhälter verändert und rettet die Welt", heißt es aus der Jury. Vier von vier Stimmen für den Nachhälter aus Wasserburg. Auch Joko stimmt als letztes Jurymitglied für den Nachhälter. "Das Ding muss in die Massenproduktion", sagt er.

67% der Publikumsstimmen hat der Gewinner erreicht. Und es ist der "Nachhälter" von den beiden Erfindern Christoph Kleber (35) und Edna Kleber Belizário (32) aus Wasserburg. Sie stehen im Finale und haben damit die Chance auf "Das Ding des Jahres".

Update 19. Februar, 22.30 Uhr

Ist der Nachhälter "Das Ding des Jahres"? Sieht aus wie Plastik, ist aber aus Holz - und ist vollständig biologisch abbaubar. Die Spannung steigt. Der Nachhälter muss sich gegen drei Erfindungen durchsetzen. Wer wird das Finale erreichen?

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Wasserburg – Die Wasserburger kennen ihn schon: den „Nachhälter“ von „Grünkunft“, der aussieht wie eine Plastiktüte, aber keine ist. Erfunden haben den Beutel aus Zellulose, wie berichtet, Christoph Kleber (35) und Edna Kleber Belizário (32) aus Wasserburg. Am Mittwoch, 19. Februar, präsentieren sie um 20.15 Uhr ihre Innovation in der Pro-Sieben-Gründershow „Das Ding des Jahres“.

Ausgang von "Das Ding des Jahres" bleibt vorerst ein Geheimnis

Was sagt die Jury, besetzt mit Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer, den Moderatoren Lena Gercke und Joko Winterscheidt sowie Rewe-Chefeinkäufer Hans-Jürgen Moog, zur Erfindung aus Wasserburg? Wie bewerten sie den „Nachhälter“, nachdem sie ihn intensiv unter die Lupe genommen haben? Und wie urteilt danach das Publikum? Edna Kleber-Belizário darf es nicht verraten.

Die Show wurde bereits aufgezeichnet, das Ergebnis muss bis zur Sendung am 19. Februar ein Geheimnis bleiben. Nur so viel ist der Erfinderin im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung zu entlocken: „Die Resonanz auf unseren Nachhälter war großartig.“ Mehrfach seien Stimmen laut geworden, es handele sich um eine „revolutionäre Erfindung“, die die Welt vor dem Plastikmüll retten könnte“.

Sieht aus wie eine Plastiktüte, ist aber keine: Beispiele für eine Verpackung mit dem „Nachhälter“. Fotos: Pro Sieben/Willi Weber

Ehepaar Kleber hatte sich nicht um Teilnahme bei "Das Ding des Jahres" beworben

Dem Sieger des Gründerwettbewerbs im Fernsehen winkt ein Preisgeld von 100.000 Euro. Und bundesweite Bekanntheit, denn die Pro-Sieben-Show, erfunden und produziert von Stefan Raab und mit Top-Einschaltquoten erfolgreich, hat schon so mancher Geschäftsidee in den Start geholfen. Für das Ehepaar Kleber also eine große Chance, noch bekannter zu werden. „Ein besseres Marketing – noch dazu kostenlos – gibt es nicht“, sagt Edna Kleber-Belizário begeistert.

Sie und ihr Mann hatten sich nicht einmal um die Teilnahme beworben. Sie waren vorgeschlagen worden – von wem, wissen sie nicht. Schon vor zwei Jahren hätten sie in der Pro-Sieben-Show auftreten sollen, erst jetzt waren jedoch die passenden zwei Gegner, die ebenfalls nachhaltige Produkte vorstellen, gefunden worden. Eine Woche lang war das Wasserburger Ehepaar für die Dreharbeiten von "Das Ding des Jahres" vor Ort – „ein tolles Erlebnis“, wie Edna Kleber-Kleber-Belizário und ihr Mann schwärmen.

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Ihre Erfindung kommt unter anderem im eigenen Laden am Wasserburger Marienplatz zum Einsatz: Alle trockenen Produkte wie Nudeln, Müslie oder Nüsse, werden in die Beutel verpackt, die aussehen als seien sie aus Plastik, also durchsichtig sind und auch so knistern, aber eigentlich aus gepressten Holzresten bestehen und zu hundert Prozent in der Natur, beispielsweise auf dem Komposthaufen, abbaubar sind.

Extra-Nahttechnik für den Nachhälter entwickelt

Drei Jahre haben die Klebers für den Nachhälter geforscht. Denn es ging nicht nur um die Entwicklung des Materials, sondern auch darum, einen passenden Verschluss zu entwickeln. Der der „Nachhälter“ kann nicht verschweißt werden, eine Extra-Nahttechnik mit einem speziellen Biobaumfaden musste erfunden werden.

Ein großer zeitlicher Aufwand, doch Edna Kleber Belizário findet: „Wir stehen am Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Menschheit erstickt im Müll. Fast alle Verpackungen heutzutage bestehen aus Plastik. Es gibt fast keinen Ort mehr auf unserer Erde und in unseren Meeren, der nicht unter den Auswirkungen des Plastikmülls leidet. Wir konnten das nicht länger mit ansehen und haben es uns zur Aufgabe gemacht eine Alternative zu finden.“

Präsentierten der Jury im Fernsehstudio ihre Erfindung, den „Nachhälter“: die Wasserburger Christoph Kleber und Edna Kleber-Belizário.

Grünkunft: „Weltweit erster Supermarkt ganz ohne Plastik-Verpackungen“

Ihr Mann Christoph Kleber ist überzeugt: „Mit der Entwicklung des Nachhälters ist es uns gelungen, den weltweit ersten und einzigen Supermarkt zu eröffnen, in dem wir wirklich vollständig und ausschließlich mit plastikfreien Verpackungen arbeiten.“

Wird von Wasserburg aus das Ende des Plastikverpackungszeitalters im Einzelhandel eingeläutet? Die Inhaber des Ladens „Grünkunft“, der seit zwei Jahren am Marienplatz beheimatet ist, hoffen es. Deshalb stehen in ihrem Geschäft nicht allein die Produkte – Biowaren aller Art – im Mittelpunkt, sondern auch die Verpackungen.

Lesen Sie auch: Wasserburger erfinden eine Tüte aus Holz – statt Plastikmüll zu hinterlassen, löst sie sich auf

Die Idee entstand übrigens nicht in Wasserburg, sondern in Brasilien. Hier beschäftigten sich die Geschäftsgründer Christoph Kleber, ein gebürtiger Wasserburger, und seine brasilianische Ehefrau Edna Kleber-Belizário bereits vor zehn Jahren zum ersten Mal mit der Plastikproblematik. Es war die heute 32-jährige Edna, die ihren Freund Christoph auf die Problematik Mikroplastik hinwies. Ihr Vater war Pharmazeut, „er hat schon ganz früh vor den Folgen des Plastiks für die Umwelt und die Menschheit gewarnt“, berichtet sie.

Christoph Kleber nennt sich jedoch „einen typischen Vertreter des Plastikzeitalters“: Flaschen, Tüten und Behälter aus Kunststoffen jeglicher Art bestimmten seinen Lebensalltag, bevor er seine Frau kennenlernte. Nach einem Jahr in Brasilien war – dank vieler Diskussionen mit der Familie der Ehefrau – sein Problembewusstsein geschärft.

Drei Jahre am Nachhälter geforscht nach dem Prinzip „try and error“

Für ihn stand fest: „Die Plastikverpackung ist das wohl größte von Menschen geschaffene Problem der Neuzeit.“ Doch ein Zurück in den Kramerladen von früher, in dem alles offen verkauft wird, kann es auch nicht geben, war Christoph Kleber überzeugt. Der Architekt beschloss, einen Lösungsversuch zu versuchen. Das Ergebnis ist der „Nachhälter“. Drei Jahre lang haben Christoph und Edna Kleber-Belizário – nach dem Prinzip „try and error“ – geforscht, probiert, getestet und analysiert: daheim auf dem Küchentisch, auf der Terrasse und im Komposthaufen im Garten.

Eigentlich sollte der „Nachhälter“, wie die Folie genannt wird, nicht im eigenen Laden, sondern im Großhandel durchstarten. Doch um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, entschieden sich die Klebers für „einen Werksverkauf“ – im Geschäft in Wasserburg. Denn das Konzept der Verpackung hat einen großen Erklärungsbedarf, stellten die Inhaber fest. Seit zwei Jahren verkaufen sie deshalb am Marienplatz nicht nur 1000 Naturkost- und Hygieneprodukte, Geschenkartikel und Haushaltswaren ohne Plastik, sondern klären auch auf über ihre besondere Folie für Trockenprodukte.

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