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Bürgermeister Robert Buchner über den starken Niederschlag und mögliche Maßnahmen

Nach Unwetter in Mehring: „Wenn es so regnet, haben wir ein Problem“

Mehrings Bürgermeister Robert Buchner war vom Unwetter selbst auch betroffen. Der Hang zum Alzkanal ist seiner Meinung nach sogar ein Glücksfall gewesen.
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Mehrings Bürgermeister Robert Buchner war vom Unwetter selbst auch betroffen. Der Hang zum Alzkanal ist seiner Meinung nach sogar ein Glücksfall gewesen.
  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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Heftiger Regenfall am Samstagabend sorgte für viele Überschwemmungen im Landkreis Altötting. Neben Perach und Reischach war auch Mehring stark vom Unwetter betroffen. Bürgermeister Robert Buchner berichtet gegenüber innsalazch24.de von seinen Erlebnissen und mögliche Maßnahmen, um künftig besser gewappnet zu sein.  

Über 40 Notrufe erhielt die Freiwillige Feuerwehr Mehring am Wochenende im Zusammenhang mit dem Unwetter. Voll gelaufene Keller, überschwemmte Straßen und Wege, der Tennis- und Sportplatz waren komplett überflutet, Kopfsteinpflaster wurden herausgeschwemmt, der Hagel durchbrach eine Plexiglasscheibe – das sind nur einige Schäden, die das Unwetter am Samstag in Mehring angerichtet hat. „Wenn es so viel regnet, dann haben wir ein Problem. Wir haben da relativ wenig Möglichkeiten“, schildert Robert Buchner, Bürgermeister von Mehring, gegenüber innsalzach24.de.

Buchner: „Dann hat man das Chaos schon gesehen“

Als es angefangen hat zum regnen saß er noch im Biergarten – in der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Niederschläge. Der Bürgermeister, der selbst im stark betroffenen Hintermehring wohnt, wurde vom Wirt nach Hause gefahren. „Dann hat man das Chaos schon gesehen. Am Schlimmsten hat es meinen Nachbarn getroffen, der gerade sein Haus baut“, schildert Buchner. Der Keller war voller Kies.

Das Problem ist, dass sich das Wasser bei starkem Niederschlag am Eschlberg ansammelt. „Irgendwann kommen die Wassermengen in reinster Gewalt runter. Einigen Nachbarn ist der Keller voll gelaufen“, so Buchner. Am Alzkanal ist der Abhang weggeschwemmt worden. „Für uns war das sogar positiv. Dann konnte das Wasser richtig abfließen. Denn auf den Feldern haben sich schon Seen gebildet“, erzählt der Bürgermeister. Auch in Perach und Reischach berichten die Bürgermeister von verheerenden Auswirkungen.

Die Tennisplätze in Mehring waren komplett überflutet. Inzwischen ist das Wasser abgelaufen, an eine Partie ist derzeit allerdings noch nicht zu denken.

Gemeinde sucht nach Lösungen

Die Zeiträume heftiger Niederschlägen würden laut Buchner immer kürzer werden. Der Klimawandel zeige Wirkung. Das letzte Mal dürften solche Wassermengen etwa beim Hochwasser in Simbach 2016 vom Himmel gefallen sein. Daher müsste man so gut es geht Vorsorge treffen. Dies sei jedoch nicht so leicht und bezahlbar müsste es auch sein. „Wenn das Wasser mal läuft, dann geht es dahin. Da hilft kein größerer Kanal oder Drainagen. Die Hagelkörner machen auf die Schnelle alles zu“, beschreibt Buchner die Schwierigkeit.

Unwetter zieht über Landkreis Altötting

Fotos: Unwetter im Landkreis Altötting
Fotos: Unwetter im Landkreis Altötting
Fotos: Unwetter im Landkreis Altötting
Fotos: Unwetter im Landkreis Altötting
Unwetter zieht über Landkreis Altötting

Das Thema werde jedoch bald im Gemeinderat auf der Agenda stehen – mit einfachen Mittel große Wirkung zu bewirken lautet die Devise. „Statt nur Mais an den Hängen anzubauen, müssten vielleicht mehr Wiesen entstehen. Vielleicht kann die Gemeinde einige Flächen hierzu pachten. Ein Streifen von rund 20 Metern halten natürlich mehr Wasser auf als das Maisfeld“, so Buchner über mögliche Maßnahmen.

Viele Kiesstraßen im Gemeindegebiet sind vom Wasser beschädigt worden.

Guter Zusammenhalt

Hervorheben möchte der Bürgermeister aber den Zusammenhalt. „Die Nachbarn haben sich gegenseitig geholfen. Auch am Sonntag waren die Hilfskräfte im Einsatz und haben die Schlammmassen entfernt“, lobt das Gemeindeoberhaupt. „Das wird uns sicherlich noch einige Tage, vielleicht auch zwei Wochen, beschäftigen, bis wir alles wieder im Griff haben“, so der Bürgermeister abschließend.

jz

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