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So real ist die Gefahr für Deutschland

Meteorologe nach Tornado in Tschechien: „Nur Glück“, dass unsere Region der Katastrophe entgangen ist

Tornado Symbolbild
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Ein Tornado verwüstete am 24. Juni mehrere Dörfer in Tschechien nahe der Grenze zu Österreich (Symbolbild).
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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„Das war schlicht, einfach und ergreifend nur Glück“, sagt Meteorologe Kai Zorn zu der Tatsache, dass unsere Region von einer derartigen Tornado-Katastrophe wie am 24. Juni in Tschechien verschont blieb. Wie ein Tornado entsteht, wie viele es davon jährlich in Deutschland gibt und wie wir damit im Vergleich mit den USA dastehen:

Mindestens 200 Verletzte und fünf Tote - das ist die traurige Bilanz nach einem verheerenden Tornado, der am 24. Juni mehrere Dörfer in Tschechien unweit der Grenze zu Österreich verwüstete. Gesundheitsminister Adam Vojtech beschrieb im Fernsehen die Situation vor Ort wie in einem Krieg. Zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume, durch die Luft geschleuderte Autos - es sind schockierende Bilder, die uns aus Tschechien erreichen. Meteorologe Kai Zorn erklärt, dass es „schlicht, einfach und ergreifend nur Glück“ war, dass unsere Region einer ähnlichen Katastrophe entgangen ist.

„Exzellente Bedingungen für die Entstehung eines Tornados“

„Wir hatten in den letzten Tagen exzellente Bedingungen für die Entstehung eines Tornados“, so Zorn. Hauptsächlich würden Tornados bei Unwettern, also an größeren Gewitterwolken entstehen, wenn feucht-heiße und feucht-kühle Luft aufeinandertreffen, berichtet der Meteorologe.

Gefährlich sei allerdings nicht nur der Wind selbst, der mehrere Hundert Kilometer pro Stunde erreichen kann, sondern der Unterdruck im Inneren des Tornados. Wie Kai Zorn erklärt, kann dieser Unterdruck Fensterscheiben zerbersten oder sogar Gläser im Inneren von Gebäuden zerspringen lassen.

Dunkelziffer zwei- bis dreimal so hoch

Laut dem Wetterexperten gibt es deutschlandweit jährlich etwa 30 bis 60 Tornados, wobei die Dunkelziffer etwa zwei- bis dreimal so hoch sein dürfte. Zorn ordnet diese Zahlen in einem Vergleich mit den Vereinigten Staaten von Amerika ein: „Wäre Deutschland ein Bundesstaat der USA, wären wir im oberen Drittel zu finden“.

Bislang größter in Deutschland registrierter Tornado im dem Jahr 1764

Doch was war eigentlich der größte bisher in Deutschland registrierte Tornado? Auch darauf hat der Meteorologe eine Antwort parat: Am 29. Juni 1764 in Woldegk (Mecklenburg-Vorpommern). Dies sei ein R5, ein sogenannter Twister gewesen, der sogar Baumstümpfe aus dem Boden gerissen habe. Sämtliche Häuser seien damals bis auf die Grundmauern abgetragen und zerstört worden.

Auch in Bayern schließen Wetter-Experten ein Naturphänomen dieser Stärke nicht aus. Gleichzeitig halten sie dies jedoch für unwahrscheinlich. „In den Frühjahrs- und Sommermonaten können Windhosen zwar auch im Freistaat auftreten“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag. Meist handle es sich dabei jedoch um schwächere Stürme.

aic/www.der-himmel-im-suedosten.de

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