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Nach sexuellem Übergriff auf Kind

30 Menschen greifen Miesbacher Polizei an: 135 Beamte im Einsatz - Justiz greift hart durch

Festnahmen nach Angriff auf Polizisten
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Festnahmen nach Angriff auf Polizisten in Miesbach.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Nach dem Angriff auf die Polizeiinspektion steht Miesbach weiter unter Schock. Aber die Justiz greift allen Anscheins nach hart durch. Vier Rädelsführer der rumänischen Großfamilie wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II verhaftet und in unterschiedliche Gefängnisse gebracht.

Miesbach - Mehr als 30 Menschen griffen am Dienstag die Polizei nach der Festnahme des 22-Jährigen Attila V. wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch an und forderten zunächst lautstark die Freilassung ihres Familienmitglieds. 

Die Angehörigen des jungen Mannes hätten dann Schuhe und Steine auf das Dienstgebäude geworfen. Die Miesbacher Polizei rief Münchner Kollegen und die Bereitschaftspolizei zur Verstärkung. In der Spitze seien 135 Polizisten im Einsatz gewesen. Sie setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, wie es hieß. Drei Familienmitglieder wurden demnach leicht verletzt, einer davon wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Zwei Polizisten wurden ebenfalls leicht verletzt.

CSU-Innenexperte Michael Kuffer (49) meinte zum Vorfall: „Die Täter wollten offenbar testen, wie weit sie gehen können. Diese Frage bekommen sie von Polizei und Justiz jetzt sehr deutlich beantwortet. Ich bin mir sicher, dass danach keine Fragen mehr offen sein werden.“

Vier Rädelsführer der rumänischen Großfamilie verhaftet

Denn die vier mutmaßlichen Rädelsführer wurden noch am Dienstag festgenommen und am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. Gegen insgesamt 23 Mitglieder der Großfamilie seien wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Dem 22-Jährigen wird laut Staatsanwaltschaft vorgeworfen, vor dem Kind im Kindergartenalter sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft bestehe dringender Tatverdacht. Dieser wurde auch durch einen Haftrichter bejaht.

Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) sagte zu bild.de: „Mit welcher Brutalität gegen die örtliche Polizei und damit gegen unsere rechtsstaatliche Ordnung vorgegangen wurde, ist unerträglich. Ich verurteile diese Handlungen aufs Schärfste. Wir lassen uns so ein Verhalten weder als Staat noch als Gesellschaft bieten. Die beteiligten Gewalttäter müssen hart bestraft werden.“

mz/dpa

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