Der Tag nach der Razzia

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Sponsoring-Affäre: LKA wertet nun Unterlagen aus. Miesbach – Bei der Großrazzia im Zuge der Sponsoring-Affäre rund um die Miesbacher Kreissparkasse (wir haben berichtet) sind laut Staatsanwaltschaft Aktenordner mit Sitzungsprotokollen, Unterlagen mit persönlichen Aufzeichnungen sowie Laptops und Computer sichergestellt worden.

Die Kripobeamten hatten 27 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Mehr als 30 Umzugskartons mit sichergestellten Unterlagen befinden sich jetzt beim Landeskriminalamt. Die Auswertung wird vermutlich einige Monate dauern.

Die Sponsoring-Affäre war im Dezember 2013 bekanntgeworden. Die Staatsanwaltschaft hat damals damit begonnen, Informationen zusammenzutragen. Die anschließende strafrechtliche Bewertung ist gerade bei Untreue ein schwieriges Unterfangen. Die Durchsuchungsbeschlüsse wurden erst beantragt, als ausreichender Tatverdacht bestand. Eine Großrazzia sei zwar nicht alltäglichl, erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Im konkreten Fall liege das aber an der Zahl der insgesamt 16 beschuldigten Personen. Maßgabe sei, zeitgleich die Wohnungen zu durchsuchen. Dazu sei ein hoher Personaleinsatz nötig. „So etwas organisiert man nicht innerhalb von drei Wochen.“

Durchsuchungen fanden unter anderem bei Ex-Landrat Jakob Kreidl, Ex-Sparkassen-Chef Georg Bromme, bei einigen Kreisräten, Unternehmern und Sparkassenvorständen statt. Auch Landrat Wolfgang Rzehaks Wohnräume wurden durchsucht. Er saß im fraglichen Zeitraum im Verwaltungsrat.  sh

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare