Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Von der Zeit vergessen: Wer hat ihn erbaut?

Mysteriöser Schacht im Ebersberger Forst untersucht - um seinen Ursprung ranken sich abenteuerliche Theorien

Abgeseilt in die Tiefe: Höhlenarchäologe Bernhard Häck in dem Brunnen.
+
Abgeseilt in die Tiefe: Höhlenarchäologe Bernhard Häck in dem Brunnen.
  • Robert Langer
    VonRobert Langer
    schließen

Im Ebersberger Forst ist vor einem Jahr ein mysteriöses Loch entdeckt worden. Wahrscheinlich wurde es schon vor Jahrhunderten angelegt - wenn nicht gar in grauer Vorzeit. Doch warum? Nun soll der Sache auf den Grund gegangen werden - im wahrsten Sinne des Wortes.

Ebersberg – Ein seltsames Loch hatte ein Jäger vor einem Jahr entdeckt, mitten im Ebersberger Forst. Seit Montag wird der Schacht systematisch erforscht. Der gemauerte Brunnen ist bedeckt von einer Betonplatte mit einem eisernen Deckel aus den 50er- Jahren, im oberen Bereich ist er eingefasst mit Ziegelsteinen, darunter aus mehr als faustgroßen Fluss-Steinen gemauert. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde er erwähnt, doch dann vergessen.

Im Forst haben niemals Menschen gesiedelt

Kreisheimatpfleger Thomas Warg sagt: „Dieser Brunnen muss älter sein als alle anderen im Forst.“ Haben ihn Römer gebaut? Kelten oder Germanen? Aber im Forst hatten niemals Menschen gesiedelt, die Römerstraße sei zu weit weg gewesen. Haben Hirten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert den Brunnen für ihr Vieh gegraben?

Seit Montag stehen an dem Schacht ein Zelt und eine mobile Toilette. Höhlenarchäologe Bernhard Häck vom Landesamt für Denkmalpflege hat sich abgeseilt, ab sieben Metern Tiefe steht das Wasser. Wie tief der Brunnen insgesamt ist, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

Als Nächstes soll die Feuerwehr das Wasser aus den Brunnen pumpen, damit man dessen Geschichte endlich auf den Grund gehen kann. Eine mögliche Theorie haben die Heimatforscher übrigens noch: Warg will die Zeit der Salzwege vor der Gründung Münchens 1158 nicht ausschließen. Damals führte eine Trasse von Salzburg über den Ebersberger Forst nach Augsburg.

Kommentare