FAHNDUNG ERFOLGREICH

Mutmaßlicher Kinderschänder gefasst

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Der mutmaßliche Täterwurde kurz nach dem Fahndungsaufruf gefasst.

Frankfurt/Traunreut – Bereits einige Stunden nach der Veröffentlichung eines Fahndungsfotos ist in Bayern ein Mann festgenommen worden, der ein Mädchen sexuell missbraucht und Fotos von der Tat im Internet verbreitet haben soll.

Der 27 Jahre alte Verdächtige wurde am Donnerstagabend im Landkreis Traunstein verhaftet, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Freitag mitteilte. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Mann in Traunreut festgenommen worden sein. Es habe zahlreiche Hinweise und „stichhaltige Ansätze im mittleren zweistelligen Bereich“ gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk.

Aufgrund der öffentlichen Fahndung seien beim Bundeskriminalamt (BKA) zahlreiche Hinweise eingegangen, die schließlich zur Identifizierung und Festnahme des Mannes führten. „Bei einer Öffentlichkeitsfahndung mit einer hohen Beteiligung wie in diesem Fall ist ein schneller Fahndungserfolg wahrscheinlich“, so Ungefuk. Das Amtsgericht Gießen erließ noch am Donnerstagabend Haftbefehl gegen den 27-Jährigen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen sicherten die Beamten unter anderem zwei Computer, zwei Smartphones sowie verschiedene Speichermedien wie USB-Sticks und externe Festplatten.

Die Ermittler werfen dem Mann vor, ein etwa achtjähriges Mädchen von Juni 2014 bis August 2015 mehrere Male missbraucht und Aufnahmen davon im Darknet – einem anonymen Bereich des Internets – verbreitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die taten auch im Landkreis Traunstein stattgefunden haben. Hinweise auf weitere Opfer gibt es derzeit nicht. „Wir müssen die Auswertung des gesicherten Datenmaterials abwarten“, sagte Ungefuk über mögliche weitere Ermittlungsansätze. Bisher werde von einem Einzeltäter ausgegangen.

Am Donnerstag wurde öffentlich mit einem Bild nach dem Verdächtigen gefahndet. Bereits am späten Abend wurde die Fahndung beendet, ohne dass zunächst die Gründe dafür genannt wurden (wir berichteten).

Bild- und Videodateien von mindestens 26 Missbrauchsfällen an dem Mädchen seien auf einer kinderpornografischen Plattform gefunden worden. Der Verdächtige habe auch Fotos von sich selbst online gestellt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Ermittler bedankten sich für die große Unterstützung bei der Öffentlichkeitsfahndung.  cm/dpa

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