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Jede Menge Ärger – und jede Menge Lacher

„Bella Ciao“, a kaputte „Lädschn“ oder Bier im Beutel: Das waren die kuriosesten Wiesn-Einsätze

Kuriose Einsätze auf dem Oktoberfest 2022
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Kuriose Einsätze auf dem Oktoberfest 2022.
  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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München – Auf dem Oktoberfest ist für Polizei und Rettungsdienste zwei Wochen lang absolute Schwerstarbeit angesagt. Zwischendurch sind jedoch auch immer wieder kuriose und schier unglaubliche Vorkommnisse dabei, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Neben vielen ernstzunehmenden Vorkommnissen, wie beispielsweise den drei Vergewaltigungen oder der Irrfahrt eines betrunkenen Rettungssanitäters durch München, gibt es bei heuer insgesamt 5,7 Millionen Besuchern auch immer wieder lustige Szenen und Vorkommnisse, über die man schmunzeln kann. So behandelten die Einsatzkräfte der Sanitätswache an 17 Festtagen nicht nur Platzwunden und Schnittverletzungen. Das Fundbüro sammelte nicht nur Schlüssel und Geldbörsen. Und die Polizei machte nicht nur Taschendiebe dingfest oder schritt bei Maßkrug-Schlägereien ein.

rosenheim24.de liefert einen Überblick:

Hosenloser Wiesn-Gast „unterhält“ Polizei

Ohne Beinkleid wurde Mitte der zweiten Wiesnwoche ein Gast auf der Wiesnwache bei der Polizei „abgegeben“. „Die einen verlieren unter Alkoholeinfluss ihre Hemmungen, der andere direkt seine Lederhose“, twitterten die Beamten hierzu. Und die Beamten konnten auch helfen. Der Mann habe wohl nach erheblichem Bierkonsum mal gemusst und dabei die Hose gleich ganz ausgezogen. Die Beamten fanden das Stück fein säuberlich zusammengelegt auf einem Poller.

Helfen Papierkügelchen gegen Schnarcher?

Mit Papierkügelchen wollte sich ein auswärtiger Wiesn-Besucher in einem Schlafsaal in München Ruhe verschaffen. Weil seine Mitschläfer laut schnarchten, habe sich der Mann aus Sachsen nach und nach immer mehr Papier in die Ohren gestopft, bis er einschlief, berichtete die Wiesn-Sanitätsstation. Am Morgen dann das böse Erwachen. „Er konnte die Kügelchen, die mittlerweile tief im Ohr waren, nicht mehr selbst entfernen“, hieß es hierzu. Sanitäter und ein Notarzt holten bei dem Mann aus der Erzgebirgsstadt Aue-Bad Schlema nach und nach das ganze Papier aus dem Gehörgang.

Wiesn-Gast stürzt in Hundezwinger

Am zweiten Wiesn-Sonntag landete ein Gast in einem Hundezwinger. Der Mann hatte laut Polizei auf einem Kettenkarussell einen persönlichen Gegenstand verloren. Auf der Suche kletterte er in einem abgesperrten Bereich auf den Wohnwagen eines Schaustellers. Dort fiel er nach unten, landete in einem Gehege und wurde dort auch prompt von einem Hund gebissen. Nach der ärztlichen Behandlung verschwand der Mann. rosenheim24.de hatte darüber berichtet.

Polizei „war‘s nicht Wurscht“

Kurz vor der Wiesn-Halbzeit, am Freitag (23. September), war ein 44-jähriger Italiener ganz offensichtlich ausgesprochen unzufrieden mit dem Geschmack seiner an einer Wirtsbude erworbenen Bratwurst. Der Mann begann einen Streit mit dem Personal, der insofern eskalierte, als der aggressive Italiener das halbe Standl zerlegte, die Kasse herausriss und dabei einen Schaden von mehreren tausend Euro verursachte. Die Polizei steckte den aggressiven Bratwurst-Esser anschließend in eine Arrestzelle (rosenheim24.de hatte berichtet). Die Beamten kommentierten süffisant auf Twitter unter dem Hashtag #Wiesnschmankerl: „Uns war‘s nicht Wurscht – Anzeige ist raus...“

Der Bienenstich und die Corona-Kilos...

Schmerzhafte Bienenstiche waren am zweiten Wiesnsonntag auf der Wiesn-Sanitätsstation vier Mal hintereinander zu behandeln. Ein nachfolgender Patient las „Bienenstich“ auf dem Einsatz-Monitor, hielt das für die „Speisekarte“ - und tätigte seine Kuchenbestellung: „Sag mal, habt‘s ihr auch eine Schwarzwälder Kirsch-Torte?“. Er war just auf die Station gebracht worden, weil ihm die Lederhose zu eng geworden war, wegen der Corona-Kilos. Um trotzdem fesch in Tracht auf die Wiesn zu gehen, habe er sich „eingeschnürt wie sonst Damen im Korsett“. Nach einer Maß sei ihm vermutlich die Luft weggeblieben, hieß es. Entlassen wurde er mit einem Verbandstape – als Gürtelersatz.

„Bella Ciao“: Musikantenstadel auf der Sanitätsstation

Stimmung mit dem Wiesn-Hit „Bella Ciao“ herrschte am Freitagabend (30. September) in der Sanitätsstation. Eine Italienerin namens Mariella habe gefühlt im Minutentakt Sprachnachrichten an ihre Freunde geschickt, die alle mit dem Satz endeten: „Bella Mariella, Ciao“, teilte die Aicher Ambulanz Union mit. Ein anderer „Sanitätsgast“ fühlte sich davon offenbar inspiriert und angespornt. „Ab da sang er immer, wenn sie eine Nachricht beenden wollte, den aus den Bierzelten bekannten Hit ‚Bella Ciao‘.“ Beim dritten Mal stimmten andere Patienten ein. Mariella, erst genervt, fand das Schauspiel schlussendlich „molto eccitante“, sehr aufregend. Als Mariella mit ihrer Schnittwunde zur Behandlung gerufen wurde, endete der Musikantenstadel - und es hieß: „Ciao bella“. „Offizieller“ Wiesn-Hit wurde letztlich allerdings ein ganz anderer Song...

„Wir sind beide dumme Rindviecher“

Falsches Schuhwerk sorgt immer wieder mal für Arbeit auf der Sanitätswache. Eine Besucherin aus Orlando (USA) und eine Frau aus München warteten nebeneinander mit blutigen großen Zehen - und stellten fest, dass sie die gleiche Nagellack-Farbe gewählt hatten. „We are sisters in toe (Übersetzung: Wir sind Schwestern, was die Zehen betrifft)“, rief die US-Amerikanerin laut Aicher Ambulanz. Die Münchnerin reagierte weniger euphorisch: „Nix Sisters. Wir sind beide stupid Beefanimals.“ Frei übersetzt heißt das ungefähr so viel: „Wir sind beide dumme Rindviecher...“

Das wilde Hendl auf dem Kopf

Mit ein paar Mass zu viel landete einmal mehr ein Wiesngast auf der Sanitätsstation, auf dem Kopf einen Plüsch-Hendlhut. Die Mützen in Form eines Brathähnchens sind ein unausrottbarer Wiesn-Gag. Dem „Giggerl“, so der Mann zum Arzt, gehe es „hundsmiserabel“. Das Hendl sei schuld, nicht das Bier, das er getrunken habe. „Nach der dritten Mass Bier hat mein Giggerl so wild getanzt, dass es mich dann auf die Lädschn (Gesicht) gelegt hat“, so die Feststellung des Betrunkenen. Der Arzt schickte den Mann in den Überwachungsraum zum Rausch ausschlafen. Nach gut zwei Stunden konnten Mann und Hendlhut die Station wieder verlassen.

Skurrile Bier-Umfüllaktion geht viral

Ein kurioser Fall, der deutschlandweit und sogar darüber hinaus für Schlagzeilen sorgte, spielte sich im Hacker-Festzelt ab. Bilder im Internet zeigten einen Mann, der am Dienstag (20. September) Bier aus einem Masskrug doch tatsächlich in eine Plastiktüte umfüllte, als „Bier to go“. Er hatte das Bier ja bezahlt, durfte es im Krug aber nicht mitnehmen. Deswegen hatte er sich vom Wirt einen Plastikbeutel aushändigen lassen. Unter anderem Comedian Harry G. teilte das Video. Er schrieb dazu: „Darauf muss man erst mal kommen!“ rosenheim24.de hatte über die skurrile Aktion ebenfalls berichtet. Lustige Kommentare ließen außerdem nicht lange auf sich warten. Für die einen ist es Bier, für die anderen die teuerste Wasserbombe der Welt“, hieß es unter anderem. Ein anderer kommentierte: „In der Zeit wo der zum eipackeln braucht haeds a gschdeida Bayer gsuffn...

Polizei muss Beißer „anleinen“

„Vorsichtig bissig“, schrieb die Münchner Polizei am letzten Wiesn-Wochenende auf ihrem Twitter-Kanal, nachdem ein betrunkener Wiesn-Besucher in einem Festzelt mit Essen um sich geworfen und sich nach entsprechenden Aufforderungen beharrlich geweigert hatte, den Biertempel zu verlassen. Schließlich biss der Suff-Gast auch noch einen Mitarbeiter in den Arm. Die Bilanz der Beamten: „Dass sich manche Menschen wie Tiere aufführen, musste ein Ordner schmerzlich miterleben“, hieß es in dem Tweet weiter. „Das ‚Anleinen‘ haben wir übernommen“, so die Polizei.

Ungewöhnliche Schluckspechte

Ungewöhnliche Schluckspechte sind am letzten Oktoberfest-Wochenende außerdem auf der Wiesn-Sanitätsstation gelandet. Eine 29-jährige Frau hatte gleich einen ganzen Hähnchenflügel am Stück verschluckt. Ein 35-Jähriger landete quasi zeitgleich bei den Ärzten – nachdem er ein Feuerzeug „gegessen“ hatte. Beide Personen wurden in Krankenhäuser eingeliefert, wo die „Störenfriede“ endoskopisch entfernt wurden. Zuvor hatten Mann und Frau gut gebechert: Beide seien volltrunken zur Sanitätsstation gebracht worden, teilte die Aicher Ambulanz mit.

Scheidung auf dem Oktoberfest?

Wie sich mit einem Blick auf die Fundstücke ergab, trat trotz des kalten Regenwetters offenbar so mancher Gast ohne komplettes Schuhwerk den Heimweg an. Neben Dingen wie Handys, Geldbörsen und Schlüssel wurden heuer auffällig viele Schuhe abgegeben, etwa Ballerinas, schwarze Pumps, rosé-goldene High Heels und ein Paar teure Sportschuhe. Besonders kurios war jedoch, dass auch zwei Eheringe darunter waren. Ob es sich um unterschiedliche Ringe oder die eines Paars handelte, das auf dem größten Volksfest der Welt den Bund fürs Leben aufkündigte, wurde nicht bekannt.

Das (traditionelle) Oktoberfest-Gebiss

Wie hätte es fehlen können: das Gebiss. Auch wenn das Oktoberfest dieses Jahr – laut Bilanz des Veranstalters, rosenheim24.de hatte berichtet – mehr jüngere Menschen als früher anlockte, wurde am Ende wieder im Fundbüro ein Gebiss abgegeben. Künstliche Zähne seien traditionell unter den Fundstücken auf der Wiesn, hieß es hierzu in einem Artikel der Deutschen Presseagentur (dpa). Selbst die Implantatkunst der Zahnärzte habe in all den Jahren daran nichts geändert, hieß es weiter. Wem die verlorene Kauleiste gehörte, blieb bis zum Festende übrigens unbeantwortet....

mw (u.a. mit Material der dpa)

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