Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Bombenbastler von Waldkraiburg gesteht Anschlags-Pläne auf Moscheen und Imame

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Ein 25-Jähriger aus Waldkraiburg hat laut Polizei vier Anschläge mit sechs Verletzten in Waldkraiburg gestanden. Nach OVB-Informationen handelt es sich bei dem dringend Tatverdächtigen um Muharrem D.
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  • Raphaela Lohmann
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Der Täter der Anschläge in Waldkraiburg ist offenbar gefasst. Inzwischen ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen Muharrem D. Den Ermittlern hat er nun gestanden, dass er vorhatte, Imame zu erschießen und Anschläge auf Moscheen sowie das türkische Generalkonsulat zu verüben.

Update 20. Mai, 16.20 Uhr

Muharrem D. gesteht Pläne für Anschläge auf Moscheen

Vier Anschläge hatte Muharrem D. in Waldkraiburg verübt, bevor ihn durch einen Zufall die Polizei mit Rohrbomben im Gepäck festnahm. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Falls hat am Dienstag der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Wie der Generalbundesanwalt den OVB-Heimatzeitungen mitteilt, hat sich der 25-Jährige offen gegenüber den Ermittlern gezeigt.

Muharrem D. wollte Imame erschießen

Demnach hatte der Täter, der sich selbst als IS-Anhänger bezeichnet, noch weitere Anschläge auf Moscheen des Islamverbandes Ditib im Raum Waldkraiburg geplant. Anschläge auf das türkische Generalkonsulat in München und auf die Zentralmoschee in Köln sollten folgen. Außerdem war sein Plan, die jeweiligen Imame zu erschießen. Dazu hatte er sich bereits eine Pistole und erhebliche Mengen an Sprengstoff für den Bau von Brandvorrichtungen verschafft.

Versuch, gewaltsam in Moschee einzudringen

Aus diesen hatte er seit Februar insgesamt 23 Rohrbomben und 34 Kilo Sprengstoff hergestellt. Wie jetzt bekannt wurde, wollte sich der Attentäter auch gewaltsam Zutritt zum Gebetsraum der Sultan-Ahmet-Moschee verschaffen. Weil er es nicht ins Innere der Moschee schaffte, legte er einen Brand in einer Altpapiertonne vor einem benachbarten Wohnhaus. Die Flammen erloschen frühzeitig, so dass kein Schaden entstand. Im April hatte der Täter die Scheiben dreier türkischer Läden eingeschlagen und ein Feuer in einem türkischen Gemüseladen gelegt. Sechs Menschen wurden dabei verletzt.

Die Festnahme des 25-Jährigen war Zufall: Die Bundespolizei hatte ihn Anfang festgenommen, nachdem er in einer Regionalbahn beim Schwarzfahren aufgefallen war.

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Update 19. Mai, 18.45 Uhr

Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Muharrem D.

Waldkraiburg – Die Vorwürfe: Er baute Rohrbomben, beschaffte sich eine Pistole, verübte einen schweren Brandanschlag und plante wohl weitere Sprengstoffanschläge auf Moscheen und Attentate auf Imame. Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe schätzt Muharrem D. als so gefährlich ein, die Straftaten, die er verübte und plante, als staatsgefährdend, dass sie die Ermittlungen an sich gezogen hat. Das hat ein Sprecher der Behörde auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen bestätigt.

Mit zwei Tatvorwürfen begründet die höchste Strafverfolgungsbehörde des Bundes die besondere Bedeutung des Falles, die dazu führt, dass sie die Sache an sich zieht: zum einen mit dem Brandanschlag vom 27. April, der rechtlich als versuchter Mord an 27 Personen und schwere Brandstiftung zu werten sei, zum anderen mit dem Verdacht, dass der 25-jährige weitere schwerste Straftaten geplant habe.

Im Raum stehen Pläne für Sprengstoffanschläge und Attentate auf Versammlungsräume des türkisch-islamischen Moscheeverbandes Ditib in Waldkraiburg und Umgebung sowie auf die Ditib-Zentralmoschee in Köln sowie Attentate auf Imame des Verbandes, die er mutmaßlich mit der bei ihm gefundenen Pistole, einer Beretta 7,65 Millimeter verüben wollte.

Der 25-jährige deutsche Staatsbürger, türkischer Herkunft, der am Bahnhof in Mühldorf festgenommen wurde, hatte sich in Vernehmungen durch die Soko „Prager“ und die Generalstaatsanwaltschaft in München zu den Taten in Waldkraiburg bekannt. Neben dem Brandanschlag verübte er nach Angaben der Ermittler drei weitere Anschläge auf türkische Geschäfte. Die Ziele habe er sich bewusst ausgesucht, weil er damit die Türkei treffen wollte, die der Anhänger der Ideologie des islamistisch-terroristischen Netzwerks als „Feind des IS“ ansieht.

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Update 19. Mai, 16.11 Uhr

Sprengstoffanschläge auf Moscheen und türkische Botschaft geplant?

Nach und nach kommen die Ermittler offenbar den Plänen von Muharrem D. auf die Spur. Der Mann, der im Verdacht steht, mehrere Anschläge und einen schweren Brandanschlag in Waldkraiburg verübt zu haben. Der Mann, der nach Aussagen der Polizei zu Hause und in einem Auto mehrere Rohrbomben hortete, mit denen er weitere Attentate hätte verüben können. Doch was hatte er damit vor?

Wie der Spiegel nun berichtet, soll der 25-jährige Waldkraiburger weitaus Schlimmeres geplant haben: Sprengstoffanschläge auf muslimische Gotteshäuser in seiner Umgebung – und einen Anschlag auf die Ditib-Zentralmoschee in Köln. Die Pistole, die Ermittler in seinem Besitz fanden, wollte Muharrem D. angeblich dazu nutzen, um die Imame der Moscheen zu erschießen. Außerdem soll der Tatverdächtige das türkische Generalkonsulat in München als Anschlagsziel ausgemacht haben.

Laut Spiegel hat Generalbundesanwalt Peter Frank nun die Ermittlungen im Fall Muharrem D. übernommen – wegen der Vorbereitung schwerer, staatsgefährdender Gewalttaten.

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Update 11. Mai, 11.47 Uhr

Stoffe für Rohrbomben beim Arbeitgeber entwendet?

Hat der mutmaßliche Straftäter Muharrem D. die Chemikalien, die er für den Bau seiner Rohrbomben und Brandsätze nutzte, bei seinem Arbeitgeber entwendet? Die Polizei hat sich bislang nicht dazu geäußert, wie der inhaftierte 25-Jährige an die Stoffe kam, mit denen er mutmaßlich einen Brandanschlag in Waldkraiburg verübte und mit denen er offenbar weitere Taten plante.

Nach bislang offiziell nicht bestätigten Informationen der OVB-Heimatzeitungen arbeitete der Tatverdächtige, der bei der Polizei bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt haben soll, bei einem Chemiebetrieb. Dorthin sei er von einer Zeitarbeitsfirma vermittelt worden. Ob und wie er die Stoffe für seine Bomben aus dem Unternehmen entwendet hat, ist derzeit unklar und dürfte Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen sein.

Als Tatmotiv nannte die Polizei bei einer Pressekonferenz am Sonntag einen ausgeprägten Hass des mutmaßlichen Täters auf Türken. Opfer seine Anschläge waren auch ausnahmslos Läden von türkischen oder türkischstämmigen Besitzern. Aus dem Umfeld des 25-Jährigen ist nun zu hören, dass er sich regelmäßig nicht nur türkenfeindlich sondern immer wieder auch allgemein ausländerfeindlich geäußert habe.

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Update 10. Mai, 16.29 Uhr

Nach OVB-Informationen handelt es sich bei dem Tatverdächtigen 25-Jährigen um Muharrem D. aus Waldkraiburg. Die Polizei wollte die Identität des Mannes weder bestätigen noch dementieren.

Mit „sehr, sehr großer Erleichterung“ reagiert der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde Waldkraiburg auf die Festnahme des Täters. Ahmet Baskent: „Das war und ist alles sehr belastend für uns. Nervenaufreibend.“ Er hoffe, so der Vorsitzende, dass nun wieder Ruhe einkehrt. „Aber wir müssen achtsam bleiben.“ Dennoch ist die Erleichterung über die Festnahme des Tatverdächtigen in der Stadt greifbar.

Muharrem D. erst kürzlich in Waldkraiburg umgezogen

Auch deshalb, weil noch nicht geklärt sei, ob der Täter wirklich allein war. „Wo hat er die Waffe her? Woher hat er seine Kenntnisse mit Sprengstoffen?“ Zum Täter könne er gar nichts sagen, so Baskent. "Er ist in der Gemeinde nicht bekannt.“

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Verdächtiger von Waldkraiburg sympathisiert mit IS

Nach unbestätigten Informationen unserer Zeitung soll Muharrem D. erst vor wenigen Wochen in eine Mietswohnung in Waldkraiburg gezogen sein, die er sich mit einem oder zwei Mitbewohnern geteilt hat. Aus der unmittelbaren Nachbarschaft, die von der Evakuierung am Wochenende betroffen war, heißt es nur: „Wir haben kaum Notiz von ihm genommen. Er verließ das Haus Abends und kehrte stets spät in der Nacht heim.“ Wann immer man dem 25-Jährigen auf der Straße begegnet sei, habe er freundlich gegrüßt.

Radikale Einstellung des Verdächtigen in Garchinger Nachbarschaft bekannt

Bekannte aus Garching beschreiben den 25-Jährigen als Einzelgänger, der durch seine radikale Einstellung anderen Angst gemacht habe. „Die Leute sind ihm aus dem Weg gegangen und haben den Kontakt mit ihm abgebrochen.“

„Dieser Hass, ich verstehe das nicht.“ Ahmet Baskent ist erschüttert über die islamistischen antitürkischen Beweggründe des Mannes. „Das Tatmotiv überrascht mich. Aber es zeigt sich, dass es richtig war, dass die Polizei in alle Richtungen ermittelt hat“, sagt der Vorsitzende der Ditib-Gemeinde.

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Update 10. Mai, 12.02 Uhr

Auf Radikalisierung folgen die Gewalttaten

„Der Täter bezeichnete sich selbst relativ schnell als der Bombenleger von Waldkraiburg", berichtet der Leiter der Soko "Prager", Hans-Peter Butz, von den Vernehmungen des 25-Jährigen, der die Anschläge in Waldkraiburg nach seiner Festnahme gestanden hatte. Bei dem Brandanschlag auf einen Laden in Waldkraiburg sei nicht nur Feuer gelegt worden. Es sei zu einer geplanten Explosion gekommen, berichten die Ermittler.

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Der Tatverdächtige habe eine unauffällige schulische Laufbahn und eine Lehre im Einzelhandelsbereich hinter sich gebracht. Wie es zur zunehmenden mutmaßlich islamischen Radikalisierung kam, gaben die Ermittler heute nicht bekannt. Allerdings habe der Tatverdächtige deshalb auch im Konflikt mit seinen Eltern gestanden. Butz über den Verhafteten: "Er bezeichnete sich selbst als Anhänger und Kämpfer des IS."

Großer Polizeieinsatz am Mühldorfer Bahnhof: Beamte nehmen einen Mann fest, der mutmaßlich explosive Stoffe mit sich führt.

Die Polizei geht mit großer Sicherheit davon aus, dass sie den richtigen Mann geschnappt hat. Soko-Leiter Butz sagte: "Er schilderte Details zu den Taten, die nur der Täter kennen kann."

Als der 25-Jährige am Bahnhof in Mühldorf aufgegriffen wurde, hatte der mutmaßliche Täter laut Polizei 10 funktionsfähige Rohrbomben und etwa 20 Kilogramm an chemischen Substanzen im Gepäck. Ob er damit gerade unterwegs zu einem weiteren geplanten Anschlag war, kann die Polizei bislang nicht sagen. Nur so viel: Der Mann habe definitiv geplant, in Kürze weitere Anschläge auf türkische Einrichtungen in der Region Waldkraiburg zu verüben.

Nach den ersten Ermittlungen war der Mann außerdem im Besitz weiterer funktionstüchtiger Rohrbomben (insgesamt 23 Stück), die er selbst "mit großem technischen Know-How" gebaut habe, so die Ermittler. Außerdem besaß der 25-Jährige eine Pistole (Beretta 7.65mm) mit mehreren Schuss Munition. Wie er an die Materialen für die Rohrbombe kam und woher er die Waffe hatte, sei nun Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei interessiert sich in diesem Zusammenhang vor allem dafür, ob der mutmaßliche Täter Mitwisser oder gar Komplizen hatte.

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Update 10. Mai, 11.25 Uhr

Tatverdächtiger beschreibt sich als Islamist und Anhänger des IS

Als Tatmotiv soll der verhaftete Mann bei den Vernehmungen "Hass auf die Türken" angegeben haben. Wie die Ermittler bei der Pressekonferenz bekannt gaben, sei es „Hass aufgrund seiner antitürkischen Gesinnung gepaart mit seiner islamistischen Gesinnung". Der Mann sei Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Ein Motiv aufgrund des Konfliktes zwischen Türken und Kurden habe er in der Vernehmung "definitiv verneint".

Der verdächtige 25-Jährige ist in Deutschland geboren. Er lebte bis zu seiner Festnahme in der Nähe von Waldkraiburg. Seine Eltern stammen beide aus der Türkei. Bislang sei der Verhaftete der Polizei nur durch kleinere Dorgendelikte zweimal aufgefallen, die jeweils mit einer Geldstrafe geahndet wurden.

Wir berichten in Kürze mehr Details.

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Update 10. Mai, 11.12 Uhr

Tatverdächtiger räumt Anschläge ein

Der Tatverdächtige (25) hat alle vier Anschläge in Waldkraiburg eingeräumt. Das berichtet die Polizei zur Stunde bei einer Pressekonferenz. Der Mann wurde am Freitagabend in Mühldorf verhaftet. In der folgenden Vernehmung habe er alle Taten gestanden, berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

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Update 10. Mai, 10.24 Uhr

Neueste Infos zum Tatverdächtigen der Anschläge in Waldkraiburg

Das Polizeipräsdidium Oberbayern Süd gibt heute um 11 Uhr eine Pressekonferenz, bei der es um den am Freitag festgenommenen Tatverdächtigen geht. Die Polizei hat angekündigt, diese Pressekonferenz live zu streamen. Wir zeigen die Übertragung an dieser Stelle live.

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Update 9. Mai, 18.39 Uhr

Pressekonferenz live auf OVB-Online

Der Mann, den die Polizei am Freitagabend (8. Mai) am Bahnhof in Mühldorf verhaftet hat, ist nun laut Polizei "dringend Tatverdächtig" im Bezug auf die vier Anschläge auf Geschäfte türkischstämmiger Inhaber in Waldkraiburg. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Näheres über den mutmaßlichen Täter, sein mögliches Motiv, oder wie genau er im Zusammenhang mit den Taten steht, hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bislang nicht bekannt gegeben. Die Bild-Zeitung berichtet, bei dem verhafteten Mann handele es sich um einen Deutschen kurdischer Abstammung. Das Blatt berichtet weiter, die Ermittler hätten im Rucksack des Verdächtigen am Bahnhof in Mühldorf und in dessen Wohnung mehr als 20 Rohrbomben gefunden.

Zur Festnahme und zu den möglichen Zusammenhängen mit den Anschlägen in Waldkraiburg findet am morgigen Sonntag (10. Mai) eine Video-Pressekonferenz des Polizeipräsdidiums Oberbayern Süd statt. Diese streamen wir an dieser Stelle ab kurz vor 11 Uhr live.

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Die Erstmeldung zur Verhaftung in Mühldorf

Mühldorf / Waldkraiburg – Offenbar ging der 25-Jährige der Polizei ins Netz, weil er ohne gültigen Fahrschein mit dem Zug unterwegs war. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Als die Polizei später das Gepäck des mutmaßlichen Schwarzfahrers kontrollierte, entdeckten die Beamten explosive Stoffe und nahmen den Mann daraufhin fest. Während des Einsatzes wurde der Mühldorfer Bahnhof komplett abgeriegelt.

Wohnhäuser in Mühldorf und Garching an der Alz durchsucht

Nach ersten Ermittlungen kam offenbar der Verdacht auf, der Mann könnte etwas zu tun haben mit vier Anschlägen auf Läden und Gastronmiebetriebe türkischstämmiger Inhaber in Waldkraiburg. Die Polizei durchsuchte nach BR-Informationen daraufhin zwei Wohngebäude in Waldkraiburg und Garching an der Alz nach weiteren gefährlichen Stoffen. Auch hier wurde die Umgebgung weiträumig abgesperrt. Häuser in der Umgebung wurden evakuiert. Möglicherweise wegen Explosionsgefahr.

In Waldkraiburg wurde ein ganzer Wohnblock von der Polizei evakuiert und die Personen in der Feuerwehr untergebracht. In Garching wurde ebenfalls ein Wohnblock evakuiert, weil laut Informationen vor Ort Gefahr für Mensch und Leben bestand. Spezialkräfte der Polizei untersuchten eine Tiefgarage.

In jüngster Vergangenheit war es in Waldkraiburg zu mehreren Anschlägen kommen. Teils wurden Scheiben von Läden mit Steinen eingeworfen. Der schlimmste Fall bislang war ein Brandanschlag, bei dem ein Lokal nachts in Flammen aufging. Sechs Menschen mussten verletzt behandelt werden.

Leitender Ermittler: "Das ist Hasskriminalität"

Schnell hatte die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen übernommen. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um Anschläge mit fremdenfeindlichem Hintergrund handelt.

Für die Ermittlungen wurde eine 50-köpfige SOKO "Prager" eingerichtet. Deren leitender Kriminaldirektor Hans-Peter Butz sagt: "Das ist Hasskriminalität." Die Ermittlungen liefen aber in alle Richtungen.

Lichterloh in Flammen stand ein Laden in Waldkraiburg, nachdem es offenbar einen Brandanschlag gegeben hatte.

Viel ist bislang nicht bekannt geworden über den nun in Mühldorf festgenommenen 25-jährigen Mann. Unklar ist vor allem, ob er als Tatverdächtiger gilt oder ob die Polizei möglicherweise davon ausgeht, dass er ein Komplize der Täter oder des Täters von Waldkraiburg sein könnte.

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