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Mitgliederrückgang, fehlende Einnahmen und abgesagte Events

So erlebt das Tierheim Winhöring die Corona-Krise: „Es gab auch positive Aspekte“

Das Team des Tierheims in Winhöring hat mit vielen Problemen in der Corona-Krise zu kämpfen. Allerdings ziehen sie auch ein paar positive Aspekte heraus.
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Das Team des Tierheims in Winhöring hat mit vielen Problemen in der Corona-Krise zu kämpfen. Allerdings ziehen sie auch ein paar positive Aspekte heraus.
  • Jens Zimmermann
    vonJens Zimmermann
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Seit rund 14 Monaten hält das Coronavirus die ganze Welt in Schach. Auch das Tierheim Winhöring kämpft gegen die Folgen der Corona-Krise. Doch neben weniger Einnahmen und abgesagten Events berichtet Tierheimleiterin Marie Hund auch von positiven Aspekten.

Winhöring – Wenn während der Corona-Krise Tierheime im Mittelpunkt standen, lag dies oft auch an dem Anstieg des illegalen Welpenhandels. Auch in Winhöring ging diese Entwicklung nicht vorbei. Doch die Corona-Krise beeinflusste das Tierheim im Landkreis Altötting in vielerlei Hinsicht.

Tierheim Winhöring während der Corona-Pandemie: Viele Einnahmen fallen weg

Tierheime sind auf Spendengelder angewiesen. Einen Großteil ihrer Spenden nehmen die Einrichtungen an Aktionstage wie beispielsweise dem Tag der offenen Tür oder dem Ostermarkt ein. „Leider mussten wir alle Events wegen der Corona-Beschränkungen ausfallen lassen“, berichtet Marie Hund, Tierheimleiterin Winhöring, gegenüber innsalzach24.de.

Doch auch eine weitere Einnahmequelle ist weggefallen. Da die Tierbesitzer nicht in Urlaub fahren können, wurde die Pension für Katzen und Hunde kaum gebucht. „Das fällt eigentlich komplett weg“, so Hund. Es hätten leider auch sehr viele Mitglieder gekündigt, weil der Zutritt einfach derzeit beschränkt ist. Viele von den Mitgliedern wollen mit den Hunden Gassi gehen, können es aber derzeit nicht.

Tierheimleiterin: „Das läuft super gut“

„Wir können uns aber glücklich schätzen, dass wir einen kleinen Tierbestand während der Corona-Krise hatten. Zwischenzeitlich hatten wir sehr viele Katzen, haben aber insgesamt auch gut vermittelt“, so Hund. Obwohl das Tierheim eigentlich geschlossen hat, konnten hierfür Interessierte im Tierheim einen Termin buchen.

„Das läuft super gut. Wir können uns für diesen Termin auch wirklich Zeit nehmen und werden nicht von spontanen Besuchern unterbrochen. Dabei haben wir auch sehr viele Tiere vom Altbestand vermitteln können“, berichtet Hund. Das wolle man in Zukunft auf jeden Fall so beibehalten.

Ein Grund für die hohe Nachfrage an Haustieren sieht die Tierheimleiterin auch an den geänderten Arbeitsbedingungen der Interessenten. „Viele haben zu uns gesagt, dass sie jetzt Home-Office arbeiten und sich jetzt ein Tier zulegen können. Natürlich war dies nicht der ausschlaggebende Punkt und wir haben die potentiellen Besitzer genauer kontrolliert“, so die Tierheimleiterin.

Kreativität ist gefragt

Insgesamt müsste das Team vom Tierheim Winhöring sehr kreativ sein. „Wir müssen uns immer wieder neue Sachen überlegen, da niemand unsere Einrichtung besuchen darf. An Ostern hatten wir am Tor eine Ostereier-Aktion durchgeführt. Dort konnten sich jeder Bilder mit Wünschen mitnehmen. Es gab anschließend mehrere Zeiträume, in denen Spenden vorbeigebracht werden durften. Da war alles voll“, erinnert sich Hund.

Je nach der aktuellen Entwicklung der Corona-Beschränkungen will das Team auch bald wieder Aktionen planen, sobald diese erlaubt sind. „Die Welpen können dann bespaßt werden oder ein Nachmittag, wo Kinder zu den Katzen können. Es darf nicht langweilig werden“, so die Tierheimleiterin.

Letztes Jahr wurde ein einziges Mal gelockert. „Das war auch ein bisschen übertrieben. Viele waren dann nur da, um Tiere anzuschauen. Auch ignorierten manchmal Personen die zulässige maximale Besucherzahl und waren genervt, wenn wir sie darauf aufmerksam gemacht haben“, schildert Hund.

Maskenpflicht für Hunde problematisch

Auch die Maskenpflicht ging nicht spurlos an den Tieren vorbei, besonders bei den Hunden. „Da war es ganz schwierig. Die Hunde haben das schon registriert und achten allgemein sehr stark auf die Mimik eines Menschen. Sobald sie unsere Stimmen gehört haben, war es auch wieder in Ordnung“, schildert die Tierheimleiterin. Auch aus diesem Grund konnten beispielsweise keine neuen ehrenamtliche Helfer engagiert werden.

Wie es weitergehen wird, kann die Tierheimleiterin noch nicht abschätzen. Der Tag der offenen Tür, der eigentlich immer im September stattfindet, wird aktuell noch nicht geplant. „Wenn es doch erlaubt sein sollte, werden wir schon etwas auf die Beine stellen“, verspricht Hund abschließend.

jz

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