Minister Herrmann: Flüchtlinge müssen christliche Kultur tolerieren

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München/Berlin – Das Bundeskriminalamt (BKA) hat einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr fast 100 Übergriffe auf Christen in Deutschland gezählt.

Darunter seien ein mutmaßlicher Mord, neun Körperverletzungen und eine Brandstiftung, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Verweis auf eine BKA-Auswertung. In etwa einem Viertel der Fälle seien Kirchen oder christliche Symbole angegriffen worden. Mindestens 14 Übergriffe hätten sich zwischen Asylbewerbern und Flüchtlingen abgespielt. Der mutmaßliche Mord habe sich im April 2017 in Prien am Chiemsee ereignet und wird derzeit in Traunstein vor Gericht verhandelt (wir berichteten).

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte dem Bericht zufolge dazu: „Integration in Deutschland bedeutet, ohne Wenn und Aber die christlich-abendländische Wertekultur zu tolerieren.“ Wer hier leben wolle, müsse sich zwingend von einer christenfeindlichen Gesinnung verabschieden, „sonst ist er in unserem Land schlicht nicht willkommen“.

Bei dem Verbrechen in Prien hat ein 29-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan auf eine 38-jährige Landsfrau eingestochen. Die getötete Mutter war einige Jahre zuvor vom islamischen zum christlichen Glauben konvertiert. Sie engagierte sich in der evangelischen Kirchengemeinde. Der Prozess wegen Mordes wird derzeit vor dem Landgericht Traunstein geführt. Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft die Aufforderung der Frau, ihr Landsmann solle doch auch den Glauben wechseln, weil er dann in Deutschland bleiben könne. Gegenüber einem Sachverständigen hatte der Muslim erklärt, diese Aufforderungen hätten ihn schwer belastet. Er habe deswegen Albträume bekommen. Als er sie am Tattag vor dem Supermarkt sah, holte er ein Messer aus seiner Wohnung und erstach sie vor den Augen ihrer kleinen Söhne.  mm/dpa

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