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Altöttinger organisiert Spendenlauf für Kinderkrebshilfe BALU

Michael Nitzsche will 100 Kilometer laufen – für den guten Zweck

Michael Nitzsche kann auf die Unterstützung seiner Frau Lisa setzen.
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Michael Nitzsche und seine Frau Lisa vor der Strecke des Spendenlaufs in Altötting.
  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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Am 18. September findet in Altötting ein Spendenlauf unter dem Motto „einfach einhundert“ statt. Organisiert hat ihn der leidenschaftliche Läufer Michael Nitzsche (37), der bei dieser Veranstaltung auch erstmals eine Strecke von 100 Kilometer absolvieren will.

Altötting – Dass er seine Leidenschaft Laufen mit etwas Sinnvollem verbinden kann, freut den Altöttinger Michael Nitzsche besonders. Entstanden ist die Idee im letzten Jahr: „Ich bin 70 Kilometer von Altötting zum Chiemsee gelaufen. Sportlich wollte ich danach unbedingt die 100 erlaufen. Irgendwann kam meine Frau Lisa auf die Idee mit einem Spendenlauf für die Kinderkrebshilfe BALU“, erklärt der 37-Jährige gegenüber innsalzach24.de. So kam letztlich eines zum anderen.

Jede Runde für den guten Zweck: Spendenlauf in Altötting am 18. September

Und für jede absolvierte Runde aller Teilnehmer zahlen überwiegend regionale Sponsoren einen gewissen Betrag. Der Organisator selbst will 50 Runden a zwei Kilometer absolvieren und einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Das Datum, der 18. September, hat Nitzsche bewusst ausgewählt. „Der Lauf findet an meinem Geburtstag statt. Ich selbst mag keine große Feierei, aber jede absolvierte Runde ist ein Geschenk für mich“, so der Altöttinger.

Die Kinderkrebshilfe BALU war von der Idee sofort begeistert und überrascht vom großen Interesse. „Inzwischen haben sich bereits 70 Teilnehmer angemeldet (hier geht es zur Anmeldung). Mit der angegebenen Rundenzahl würden wir aktuell auf über 10.000 Euro kommen“, rechnet der 37-Jährige vor. Und mit weiteren Sponsoren steht Nitzsche auch noch in Verhandlungen. Aktuell plane er mit maximal 100 Läufern. Um das Ganze zu entzerren, sollen diese auch unterschiedliche Startzeiten erhalten.

Bekannte und Verwandte laufen mit

Die Strecke befindet sich im Süd-Westen der Stadt. Dabei bietet die Runden-Variante einige Vorteile. Bei seinem Lauf zum Chiemsee mussten Freunde und Verwandte mit dem Rad nebenher fahren, um die Versorgung zu gewährleisten. Beim Spendenlauf wird es nun eine feste Station geben. „Zudem wollen viele Bekannte teilnehmen, die dann individuell ihre Strecke absolvieren können“, erklärt Nitzsche, der hauptberuflich in der IT-Branche tätig ist.

Auch seine Mutter wird am Start sein. Da sie jedoch nicht laufen könnte, habe er auch Walker in das Teilnehmerfeld zugelassen. Eine Teilnehmerin hat bei der Anmeldung auch angegeben, dass sie 50 Kilometer gehen will. „Sie wird ähnlich lang benötigen wie ich für die 100 Kilometer“, glaubt der 37-Jährige, der aktuell von einer Laufzeit von rund zehn Stunden ausgeht.

Vor drei Jahren wog Nitzsche fast 100 Kilogramm

Dass er diese Marke knackt, hätte vor drei Jahren wohl kaum einer geglaubt. „Ich laufe erst seit zweieinhalb Jahren. Ich habe damals fast 100 Kilogramm gewogen und wollte etwas dagegen unternehmen“, so Nitzsche. Damals hat sich seine Schwester beruflich um die Werbung für einen Halbmarathon gekümmert. Dann habe ihn der Ehrgeiz gepackt und neun Wochen später hat er daran teilgenommen.

Heute würde er diese rasche Entwicklung nicht mehr empfehlen. „Mir hat damals alles weh getan. Das würde ich niemanden empfehlen“, erinnert sich der Altöttinger. Doch den Spaß am Laufen hat er nicht verloren. Vielmehr will der 37-Jährige Leute für seinen Sport begeistern. Daher betreut er inzwischen nebenbei sechs Personen mit Laufcoaching.

Für die 100 Kilometer trainiert der Altöttinger derzeit zehn Stunden in der Woche. Dabei absolviert er auch sogenannte „Huckepack-Einheiten“ - also mit der Ermüdung vom Vortag. An drei Tagen hintereinander läuft er beispielsweise 30 Kilometer am ersten Tag, gefolgt von zwei Läufen mit je 20 Kilometern.

Unterstützung der stolzen Familie

Seine Leidenschaft nimmt auch sehr viel Zeit in Anspruch. Daher versucht er die Einheiten vor dem Frühstück zu absolvieren, um noch genügend Zeit mit seiner Frau Lisa (29) und seinen drei Kindern Keno (vier Monate), Levi (fünf Jahre) und Emma (sieben Jahre) zu verbringen. Das klappt leider jedoch nicht immer. „Natürlich hätte ich ihn gerne öfters daheim, aber ich unterstütze ihn bei seiner Leidenschaft. Ich bin sehr stolz auf ihn. Er steckt sehr viel Herzblut in das Laufen“, berichtet Lisa.

Respekt habe Nitzsche vor der Distanz schon, aber es sei eine große sportliche Herausforderung. Doch genügend Unterstützung wird er an seinem Geburtstag haben. So wird sein fünfjähriger Sohn eine Runde mitlaufen. Und auch ein Freund, den er in einer Laufen-Community kennengelernt hat, reist extra aus Leverkusen an, um auch zum ersten Mal die 100 Kilometer zu absolvieren. Und in Zukunft will der Altöttinger den Spendenlauf fest etablieren. Es spricht alles für einen vollen Erfolg.

jz

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