Meistens watscheln wir Enten früh zu Nest.

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Meistens watscheln wir Enten früh zu Nest. Vor drei Tagen hockten Agnes, Klara und ich aber noch spätabends am Seeufer.

Wir wollten die angekündigte, teilweise Mondfinsternis sehen. Dazu kommt es, wenn der Schatten der Erde den Mond teils verdeckt. Denn der leuchtet ja nicht selbst: Wir können ihn nur sehen, weil er von der Sonne angestrahlt wird. „Schaut, es geht los“, quakte Klara. „Der Mann im Mond ist müde und zieht den Vorhang zu, damit er schlafen kann.“ Weil er das aber so wie viele Zweibeinerkinder nicht bei völliger Dunkelheit tun will, lasse er einen Spalt offen. Nun ja, wie es wirklich ist, habe ich euch schon gequakt. Klara war nicht überzeugt. „Und als nächstes schnatterst du mir, dass es keinen Mann im Mond gibt?“, quakte sie. Als ich nickte, flatterte Klara aufgebracht mit den Flügeln. „Klar gibt es den. In klaren Vollmondnächten kann ich sein Gesicht sehen.“ Agnes schlug sich den Flügel vor die Augen. Sie wusste nämlich, woher dieser Eindruck kommt: Da der Mond voller Krater ist, sieht er von der Erde aus nicht überall gleich aus. Er hat viele dunkle Flecken –und manche Zweibeiner mit sehr viel Fantasie meinen darin ein Gesicht zu erkennen. „Daher kommt auch die Geschichte vom Mann im Mond“, quakte Agnes. Eure Paula

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare