Meine Freundin Klara flatterte neulich wie ein aufgescheuchtes Huhn herum.

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Meine Freundin Klara flatterte neulich wie ein aufgescheuchtes Huhn herum.

Da stolperte sie über etwas. Als sie sich wieder aufgerappelt hatte, bemerkte sie ein eiförmiges, schwarzes Ding im Gras. „Was ist denn das?“, quakte sie. Ente Agnes watschelte herbei und betastete das Ding mit dem Schnabel. „Es ist hart, aber das Äußere fühlt sich nicht so glatt an wie die Schale eines Vogeleis. Es ist eher rau und ledrig. Außerdem riecht es faulig“, quakte sie. „Vielleicht ein vergessenes Osterei?“, quakte Klara. Da fiel mir etwas ein: Ich hatte kürzlich von einer komischen Speise gelesen, die in China als Delikatesse, also als besonderer Leckerbissen, gilt. „Ich habe mal gehört, in chinesischen Restaurants kann man tausendjährige Eier essen“, quakte ich daher. „So ein Quatsch, ein Ei liegt doch nicht tausend Jahre auf der Liegewiese herum“, quakte Agnes. Das hätte längst ein hungriges Tier verschlungen. Wir rätselten also weiter. „Das Holz ist wohl von einem Lagerfeuer übrig, das Zweibeiner im Sommer gemacht haben“, quakte Agnes. „Und zufällig lag daneben eben noch ein vergessenes Osterei herum.“ So wird es wohl gewesen sein. Doch wie es der Zufall wollte, entstand dabei ein Ei, das diesen „tausendjährigen Eiern“ tatsächlich recht ähnlich sieht. Das mit den tausend Jahren ist übrigens maßlos übertrieben – solche Eier sind etwa ein halbes Jahr alt. Eure Paula

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