"Mein Lokal, dein Lokal": Das sagt der Schellenberg-Wirt aus Bergen nach der TV-Sendung

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Moderator Mike Süsser und der junge Wirt des Gasthauses am Schellenberg in Bergen haben gemeinsam für "Mein Lokal, dein Lokal" gedreht.
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    vonKatharina Ober
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Fünf Wirte aus dem Chiemgau sind diese Woche im TV im Wettstreit. In der Kabel-1-Sendung "Mein Lokal, dein Lokal" testen sie die Kochkünste der Konkurrenz. Am Mittwoch ging das Gasthaus Schellenberg aus Bergen ins Rennen. Der Wirt hat danach mit den OVB-Heimatzeitungen gesprochen.

Update 2. Juli 2020

Korbinian Mayer steht zum "Victoria-Barsch"

In der Mittwochs-Ausgabe der Sendung "Mein Lokal, dein Lokal" im Chiemgau war Korbinian Mayer ins Rennen gegangen. Seine Mutter und er bewirteten die Konkurrenz in ihrem Gasthof Schellenberg in Bergen. Es gab viel Lob für den jungen Gastronomen. Moderator Mike Süsser kritisierte aber, dass es "Victoria-Barsch" auf der Karte gebe. Nicht regional - so der Moderator.

Am Tag danach rechtfertigte Korbinian Mayer im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen die Menü-Auswahl damit, dass seine Gäste auch mal einen exotischeren Fisch essen wollten.

Insgesamt fand er die Kritik sehr gut, gibt aber zu bedenken: „Ich bin erst 24 Jahre alt, und wir machen das hier erst seit Dezember, da bitte ich um Verständnis, dass noch nicht alles perfekt ist.“

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Update 19.50 Uhr

Das bekommt Wirt Korbinian nach dem Dessert zu hören

Bergen - Korbinian Mayer aus Bergen ging als jüngster der 5 Wirte aus dem Chiemgau ins Rennen der TV-Sendung "Mein Lokal, Dein Lokal" auf Kabel1. Im Vorspann hatte sich der Gastronom des Schellenbergs  lässig gegeben und vermeintlich auf die Berg-Lage angespielt: "Da wird die Luft dünn", sagte er in Richtung Konkurrenz.

Der 24-Jährige ist erst seit einigen Monaten Wirt. Das Herz im Wirtshaus-Hintergrund - die Küche - ist in den Händen seiner Mutter. Die ist in der Gastronomie aufgewachsen und hatte so Rezepte ihrer Großmutter Ernestine in der Hinterhand. Allerdings ist sie keine gelernte Köchin, ein Faktum, das gerade der Moderator Mike einige Male erwähnte. Sie sammelte aber bei ihm und den anderen Chiemgau-Gastronomen viele Sympathie-Punkte.

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Das tat auch Wirt Korbinian. Denn er nahm Kritik immer sehr konstruktiv auf. "Die saugen das regelrecht auf, fragen sogar nach", urteilten die Wirtskollegen aus der Nachbarschaft. Denn wenngleich es viel Lob für einzelne Gerichte gab - etwa die Maultaschen als Vorspeise - Moderator Mike Süsser hatte auch ein bisschen zu meckern. Allerdings immer höflich, wohlmeinend - streng, aber konstruktiv.

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Er gab beispielsweise Alexa Strasser vom Schnitzelbaumer in Traunstein Recht. Sie gab Korbinian, der die Gäste bediente, mit auf den Weg: "Ich wurde nicht gefragt!" Damit meinte sie, dass sie gerne angegeben hätte, wie stark das Fleisch in ihrem Burger gegart sein soll. Ihr Geschmack sei zwar getroffen gewesen, aber man solle den Gast so etwas lieber fragen.

Moderator Mike gab dem jüngsten im Gastro-Rennen "Mein Lokal, dein Lokal" im Chiemgau noch einen Tipp: Noch mehr auf regionale Zutaten setzen. Er kritisierte beispielsweise, dass Victoria-Barsch auf der Speisekarte zu finden sei. Ein Punkt, den Korbinian dankend aufnahm. Meistens konnte das Mutter-Sohn-Duo ohnehin Metzger aus der Region als Lieferanten nennen.

Nach dem Dessert gaben die Kollegen ihr Gesamturteil über die Arbeit der Wirtsleute auf dem Schellenberg ab. Wirt Fabian Eiben lag bis dato vorn - mit 35 von 40 möglichen Punkten, gefolgt von den Hartmanns vom Gasthaus „Weingarten“ in Rimsting.

Die Mayers aus Bergen bekamen von den anderen Gastronomen 29 Punkte und Motivation für die erst kürzlich gestarteten Wirtsleute. Damit befinden sie sich nach dem 3. Tag auf Platz 3.

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Die letzten beiden Folgen:

- Donnerstag (2. Juli), 18 Uhr auf Kabel1: Brauerei-Ausschank Schnitzelbaumer in Traunstein

- Freitag (3. Juli), 18 Uhr auf Kabel 1: Meindl-Alm in Bergen

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Update 18.46 Uhr

"Ich wurde nicht gefragt"

Wirt Fabian Eiben aus Prien ist begeistert von den Rouladen als Hauptspeise und ihm schmeckt das Blaukraut, das Mike zuvor noch kritisiert hat. Mike sagt: "Da hat sie nachgearbeitet." Das freut ihn.

Mitbewerber Christian Sundt-Johannesen hätte sich für sein Kalbsschnitzel in Cornflakes-Panade eine größere Portion gewünscht. Geschmeckt hat es ihm dennoch. Er lobt die Idee mit den Cornflakes: "Geile Idee". Tobias Hartmann vom Weingarten in Rimsting sagt zur Forelle aus dem Chiemsee, die zuvor fast angebrannt wäre: "Es war einfach lecker!" Es zählt eben am Ende das Resultat, nicht der Weg dorthin.

Nur Alexa Strasser vom Schnitzelbaumer in Traunstein scheint auf den ersten Blick nicht zufrieden mit ihrem Burger zu sein. "Ich wurde nicht gefragt", sagt sie und meint, wie stark ihr Burger-Fleisch gegart war. "Lexi", wie sie in der Sendung genannt wird, ist trotzdem zufrieden. Zufälligerweise war ihr Geschmack beim Garzustand genau getroffen.

Aber man solle besser fragen, empfiehlt sie. So sieht das auch Moderator Mike. Und er kritisiert dass es im Chiemgau schon das zweite Wirtshaus ist, dass nicht nachgefragt hat, wie das Fleisch zubereitet sein soll.

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Update 18.45 Uhr

Das sagen die anderen Chiemgauer Wirte

Nach dem ersten Gang, der Vorspeise, gibt es teils großes Lob, etwa für die Maultaschen. Dass ausgerechnet die nicht hausgemacht sind, stößt Moderator Mike sauer auf. Wirt Korbinian verteidigt dieses Vorgehen: Man sei noch nicht lange im Geschäft und schaffe das noch nicht. Mike lässt das nicht ganz gelten.

Mitbewerber loben aber auch die Portionsgröße und das Preis-Leistungsverhältnis einiger Vorspeisen. Und sie geben Neuling Korbinian und seiner kochenden Mama Tipps, andere Teller zu verwenden. Und alle sind sich einig: Die Wirtsleute nehmen die Kritik dankbar auf - "wie ein Schwamm".

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Update 18.15 Uhr

Kritik an Barsch und Knoblauchpulver

Der Moderator Mike nimmt das Restaurant, den Wirt und die Köchin in die Magel. Beim Blick auf die Speisen fällt ihm auf, dass Wirt Korbinian sagt, er verwende regionale Zutaten. Der Vicoria-Barsch aber kommt nicht aus der Region. Wirt Korbinian nimmt die Kritik sehr sachlich auf. "Guter Hinweis", sagt er.

Als in der Küche Korbinians Mutter eine herzhafte Roulade zubereitet, fragt Moderator Mike nach den Zutaten. Knoblauchpulver gefällt ihm nicht. "Lieber frischer Knoblauch" fordert er. Auch dass das Blaukraut missfällt ihm - "zu sauer".

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Update 18.01 Uhr

Harter Kampf in Bergen?

Der heutige Wettbewerbsteilnehmer hat im Vorspann angekündigt, alles zu geben. Wirt Korbinian ist 23 Jahre als und erst seit wenigen Monaten Pächter. Er betreibt das Gasthaus mit seiner Mutter.

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Bergen

- Ganz schön mutig, sich als Wirt von anderen Gastronomen bewerten zu lassen. Aber wer vom Fach ist, muss es schließlich wissen. In dieser Woche unterziehen sich fünf Gasthöfe aus dem Chiemgau dem harten, prüfenden Blick der Nachbarn. Die dann zur Konkurrenz werden. Heute geht es in die dritte Runde. Die OVB-Heimatzeitungen verfolgen die Sendungen mit. Am Mittwoch ab 18 Uhr.

So liefen die ersten beiden Sendungen

Bislang sind zwei von fünf Folgen gelaufen. Am Montag eröffnete Junior-Gastgeber Fabian Eiben mit seinem Koch Christian Amtmann das Gastro-Rennen. Er legte ziemlich. vor. Am Dienstag dann waren die Wirtsleute des Rimstinger Gasthauses Weingarten dran. Den OVB-Heimatzeitungen haben sie verraten, warum sie sich dem knallharten Blick von anderen Gastronomen unterworfen haben.

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