„Mein Lokal, Dein Lokal“ in Traunstein: Einzige Frau im Kochduell schiebt sich auf Platz zwei

Der Klassiker „Wiener Schnitzel“ gehört auf jede Speisekarte. Foto: dpa
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Der Klassiker „Wiener Schnitzel“ gehört auf jede Speisekarte. Foto: dpa
  • vonMartin Tofern
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Fünf Wirte aus dem Chiemgau sind diese Woche im TV im Wettstreit. In der Kabel-1-Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ testen sie die Kochkünste der Konkurrenz. Am Donnerstag ging der Brauereiausschank Schnitzlbaumer aus Traunstein ins Rennen.

Traunstein – In der vierten Folge der Serie „Mein Lokal, Dein Lokal“ stieg mit Alexa „Lexi“ Strasser (28) vom Traunsteiner Brauerei-Ausschank Schnitzlbaumer die einzige Frau in den Wettbewerb um Punkte und Ehre ein. Die vier übrigen Teilnehmer der Sendung, alles Männer, kamen zum Textessen in das Lokal, in dem man drinen neben den kupfernen Sudkesseln sitzt. „Mal sehen, ob die Männer mäkeln“, fragte Moderator Mike Süsser zu Beginn der Sendung.

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Sie taten es kaum, sondern waren im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit Aussehen und Geschmack des Essens, das die gelernte Hotelfachfrau aus Wien ihnen auftischte. Fast jedes Gericht befanden sie für die gute Qualität als viel zu billig. Was vielleicht ein Hinweis für alle Gourmets im Landkreis sein könnte, das Essen dort bald einmal zu probieren.

Sudhauspfandl mit drei verschiedenen Fleischsorten

Bei allem Lob gab es aber auch drei Ausreißer: Den Leberknödel in der Leberknödelsuppe kritisierte Christian Sundt-Johannesen, Wirt der Meindl-Alm in Bergen: „Ich bin sehr enttäuscht, der war viel zu hart“. Beim erteilen habe er richtig Kraft aufwenden müssen. Sonst aber viel Lob für Griebenschmalz, Süßkartoffelsuppe und bayerische Tapas.

Bei den Hauptgerichten hatte Korbinian Mayer vom Gasthaus Schellenberg in Bergen das Sudhauspfandl mit drei verschiedenen Fleischsorten. Da war ihm der Semmelknödel zu zäh. Fabian Eiben von Priener Garden Hotel Reinhart bemängelte am Wiener Schnitzel, dass es dünner hätte geklopft werden können und dass die „Wiener Garnitur“ fehle, also eine Zitronenscheibe und eine in einer Sardelle eingerollte Kaper.

31 Punkte reichen nicht ganz für den ersten Platz

Weiterer Kritikpunkt: Der Krautsalat, der zur knusprigen Haxe gericht wurde. Der war Tobias Hartmann vom „Weingarten“ in Rimsting zu knackig und zu fad. Die Gewürze hätten wohl nicht die Zeit gehabt, durchzuziehen, bemängelte er. „Das ist sehr schade“, sagte Wirtin Lexi, nam aber ihren Koch Thomas in Schutz: „Fehler dürfen passieren, wenn man aufgeregt ist.“

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Beim Nachtisch waren alle mehr oder weniger begeistert, die Urteile reichten von „gigantisch“ bis zu „der Wahnsinn“. Nur Christian Sundt-Johannesen befand seinen Kaiserschmarrn für nicht „luftig genug“.

Unterm Strich gaben die Herren ihrer Konkurrentin 31 Punkte. Damit schob sie sich auf Platz zwei, hinter Fabian Eichen vom Garden Hotel in Prien.

Die letzte Folge von "Mein Lokal, dein Lokal"

  • Freitag (3. Juli), 18 Uhr auf Kabel 1: Meindl-Alm in Bergen

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