„Welcome to Paradise“-Route

Aufwendiger Bergwacht-Einsatz: Verzweifelte Kletterer sitzen in großer Höhe fest

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Fünf belgische Kletterer saßen in 1.700 Metern Höhe fest - die Bergwacht kam zu Hilfe.

Kletterer wollten am Dienstag die Route „Welcome to Paradise“ absolvieren. In 1.700 Metern musste ihnen dann aber die Bergwacht Marktschellenberg zu Hilfe kommen.

Marktschellenberg - Einen aufwendigen Einsatz hatte die Bergwacht Marktschellenberg am Dienstagabend. Zehn Einsatzkräfte mussten fünf belgischen Kletterern zu Hilfe kommen. Die Gruppe war laut des Berichts der Bergwacht mit der Seilbahn zum Geiereck am Untersberg gefahren. Sie hatte sich dann vom Grat aus über die Abseilpiste zum Einstieg der anspruchsvollen Route „Welcome to Paradise“ abgeseilt.

Kletterer saßen fest - Bergwacht Marktschellenberg muss helfen

Die Kletterer saßen am Einstieg in rund 1.700 Metern fest, als es langsam dunkel wurde. Es war unklar, wie sich das Wetter weiter entwickeln würde, da zirka 100 Meter über dem Grat eine Wolkenschicht stand. Die Kletterer aus Belgien konnten deshalb weder durch die vom Regen noch nicht trockene Wand wieder komplett zum Grat aufsteigen noch sich vom Grasband weiter durch die hohen Wände in Richtung Tal abseilen. Die Gruppe rief deshalb um 19.50 Uhr den Notruf und bat um Hilfe.

Kletterer saßen fest - Rettungshubschrauber im Einsatz

Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ flog einen Retter zu der Gruppe, der die Lage abklärte und dann einen der Kletterer am Tau sicherte - beide wurden zur nahen Toni-Lenz-Hütte ausgeflogen. Da es immer dunkler wurde, kam auch der nachtflugtaugliche Polizeihubschrauber „Edelweiß 2“ zum Einsatz und flog die Kletterer vom breiten Grasband unterhalb der rund 250 Meter hohen Felswand zur Toni-Lenz-Hütte beziehungsweise direkt ins Tal. Die Rettungsflüge waren gegen 21.45 Uhr beendet. Die zwei Frauen und drei Männer aus der Gruppe blieben unverletzt.

Das haben die Bergretter in Tirol wohl auch noch nicht erlebt. Nach der Rettung zweier Deutscherflatterte ihnen ein Anwaltsschreiben ins Haus. Jetzt die Wende. 

Sie hatten eine Frühlings-Bergtour geplant. Am Ende aber steckte ein Paar am Roß- und Buchstein im hüfthohen Schnee fest. Die Bergwacht Lenggries musste anrücken, wie merkur.de* berichtete. 

Nach einem Unfall bei Forstarbeiten musste kürzlich die Tölzer Bergwacht ausrücken. (merkur.de*)

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare