Mann aus Rosenheim aufs Kreuz gelegt: Falsche Polizisten erbeuten fünfstelligen Betrag

In Oberbayern treiben aktuell Kriminelle ihr Unwesen, die sich bei arglosen Opfern als Polizisten ausgeben. Unter anderem bei einem älteren Herrn aus Rosenheim waren sie mit ihrer Betrugsmasche erfolgreich. Das Polizeipräsidium warnt.

+++ Die Polizeimeldung im Wortlaut +++

Rosenheim – Am Dienstagnachmittag, 23. Juni 2020, wurden eine ältere Dame und ein älterer Mann telefonisch von unbekannten Tätern kontaktiert, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Geschädigten wurden davon überzeugt, Bargeld zu übergeben.

Des Weiteren kam es erneut zu zahlreichen erfolglosen Anrufen „falscher Polizeibeamte“ im gesamten Zuständigkeitsbereich. Die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hat die Ermittlungen übernommen.

Falsche Polizisten nehmen telefonisch Kontakt auf

Am Dienstagnachmittag wurden eine ältere Dame aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen und ein älterer Herr aus dem Landkreis Rosenheim von unbekannten Tätern telefonisch kontaktiert. In den Telefongesprächen wurde den Geschädigten vorgetäuscht, dass es sich bei dem Anrufer um einen Polizisten handelt. In diesem Zusammenhang konnten die Opfer davon überzeugt werden, Bargeld an die „Polizei“ zu übergeben.

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Aufgrund des vom Anrufer erzeugten Drucks und dessen Überzeugungskraft gingen die Geschädigten darauf ein und übergaben Bargeld im höheren fünfstelligen Eurobereich an einen Unbekannten.

Die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd übernahm umgehend unter Sachleitung der jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften die weiteren Ermittlungen.

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Einbrecher und Trickbetrug - Kriminalität in Corona-Zeiten

Die Polizei rät im Zusammenhang mit den Trickbetrügern:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer als Amtspersonen (z.B. Polizeibeamte, Rechtsanwälte) oder Verwandte ausgeben und dramatische Notlagen schildern. Rufen Sie die betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Das Gleiche gilt für Anrufe von Behörden. Rufen Sie zurück, nachdem Sie die entsprechende Telefonnummer selbst herausgesucht haben.
  • Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein! Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen zunächst Rücksprache mit Angehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt. Benutzen Sie hierfür den Notruf 110.
  • Erstatten Sie Anzeige, wenn Sie Opfer solcher Betrüger geworden sind. Durch eine schnelle Meldung des Vorfalls unterstützen Sie die Ermittlungen der Polizei.

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