Manchmal ist es wie verhext.

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Manchmal ist es wie verhext. Das findet auch Waschbär Waldemar, den ich vor einigen Wochen am frühen Morgen getroffen habe.

Aber der Reihe nach gequakt: „Du bist aber früh wach“, quakte ich ihm zu. „Dich hat dann wohl auch nichts mehr in deinem, na, Dings, wie hieß es doch noch gleich, gehalten?“, brummte Waldemar und wedelte mit der Pfote durch die Luft – so als könnte ihm das helfen, sich doch noch zu erinnern. „Das Wort liegt mir auf der Zunge, aber es will nicht raus“, brummte er. „Du meinst wohl mein Nest“, quakte ich. „Ja, natürlich!“, rief Waldemar erlöst. „Warum ist mir das bloß nicht eingefallen?“, brummte er. „Dabei weiß ich doch, dass es ein Nest ist. Manchmal ist es wie verhext.“ Das hatte die Biberin Frau Dr. Raspelzahn mitbekommen. „Das passiert mir auch ab und zu“, sagte sie. Wahrscheinlich liegt es daran, wie das Gehirn arbeitet. „Wenn wir uns ein Wort merken, prägen wir uns ein, was damit gemeint ist und wie es klingt. Doch manchmal schafft es das Hirn nur, eine der beiden Informationen wiederzufinden, meist die Bedeutung des Wortes. Das könnte das Gefühl erklären, das man hat, wenn einem „etwas auf der Zunge liegt“: Man fühlt sich der Antwort so nah – und kommt trotzdem nicht darauf. Eure Paula

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