Manchmal spielt die Erinnerung einem schlimmere Streiche als Waschbär Waldemar.

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Manchmal spielt die Erinnerung einem schlimmere Streiche als Waschbär Waldemar. So ist es mir jüngst passiert, dass ich in einer Geschichte Klara etwas in den Schnabel gelegt hatte, was eigentlich Ulrich gekrächzt hatte.

Ich zweifelte schon an meinem Entenverstand. Wie erleichtert war ich da, dass es meinen menschlichen Kollegen genauso geht. Zum Beispiel neulich. Da war eine Seite über einen berühmten Erpel in der Zeitung: Donald Duck. In einem Rätsel wurde nach Walt Disneys „Fantasia“ gefragt. In dem Film geht es nicht nur um Zeichentrickfiguren, sondern um Musik. Stücke von Komponisten wie Ludwig van Beethoven werden in Bilder gesetzt. Eines stammt von Paul Dukas. Den Namen hatte ich noch nie zuvor gehört. Den Dichter der Ballade, die ihn zu der Musik inspiriert hat, kennt aber jedes Küken: Johann Wolfgang von Goethe. Das Gedicht heißt „der Zauberlehrling“. Es erzählt von einem jungen Zauberer. Sein Meister befiehlt ihm, Wasser zu holen. Weil er schon ein bisschen Zaubern kann, erweckt der Lehrling einen Besen zum Leben, der die Eimer schleppt. Doch hört der damit nicht mehr auf. Am Ende ist das Haus überschwemmt.

Typisch für den Tollpatsch Donald, dachte wohl meine Kollegin. Doch ihr Menschenhirn hat sie betrogen: In die Rolle des Zauberlehrlings schlüpft in „Fantasia“ Mickey Maus. Eure Paula

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