Manchmal muss ich mich über Zweibeiner wundern.

Manchmal muss ich mich über Zweibeiner wundern. So auch neulich, als ich von einem Experiment las, das Wissenschaftler in Schweden auf sich genommen haben.

Die beiden Forscher, ein Mann und eine Frau, wollten mehr darüber herausfinden, wie ein Wolf lernt, wie er sich seinen Artgenossen gegenüber verhalten muss. Dazu zogen die Zweibeiner 13 Wolfswelpen in drei Jahren groß. Alle Tiere waren erst zehn Tage alt, als sie zu den Forschern in eine Feldstation in Schweden zogen. Nun sind Wölfe aber keine Hunde, die es gewohnt sind, Zeit mit Menschen zu verbringen. Wölfe gehen Zweibeinern eigentlich lieber aus dem Weg. Das wäre für die Forscher ungünstig gewesen. Damit sich die Welpen an sie gewöhnen, blieb daher immer einer von ihnen bei ihnen – drei Jahre lang! Die Forscher schliefen sogar mit den Welpen im Schlafsack und wachten alle drei Stunden auf, um diese zu füttern. Irgendwann stellten sie auch fest, dass zwei der Jungwölfe einen geworfenen Tennisball zurückbrachten. Das ist deshalb überraschend, weil Wölfe eben keine Hunde sind. Forscher gingen bislang davon aus, dass es einige tausend Jahre gedauert hat, bis dieses Verhalten entstanden ist. Doch die Grundlagen stecken wohl schon im wilden Wolf. Eure Paula

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