Manchmal ist meine Entenfreundin Klara nicht zu bremsen.

Manchmal ist meine Entenfreundin Klara nicht zu bremsen.

„Ihr werdet nicht glauben, was für ein Glück ich hatte“, platzte sie mitten in einen Schwatz von Ente Agnes, Waldkauz Ulrich und mir. „Es ist unhöflich, andere zu unterbrechen oder nicht ausquaken zu lassen“, schnatterte Agnes empört. „Im Vergleich zu dir wissen sich Zebrafinken zu benehmen“, krächzte auch Ulrich. Das sind Vögel, die in Australien daheim sind und in Gruppen leben. „Da gibt es viel zu zwitschern“, krächzte Ulrich. „Diese Tiere halten aber den Schnabel, wenn ihnen ein anderer Zebrafink etwas mitteilt.“ Vogelforscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen, zwischen Starnberger See und Ammersee, wollten es genau wissen – und herausfinden, was dabei im Hirn der Tiere passiert. Dazu statteten sie einige Vögel mit winzigen Elektroden und Minisendern an den Köpfen aus. So konnten sie das „Gesangskontrollzentrum“ im Hirn der Tiere untersuchen. Dieser Bereich regelt, wann ein Vogel zwitschern und wann er still sein soll. So fanden die Forscher heraus, welche der Hirnzellen darin wie ein „Zwitscher-Stoppschild“ wirken. Denn als sie diese Zellen kurz abschalteten, zwitscherten die Zebrafinken ähnlich wild durcheinander wie unsere Klara. Eure Paula

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