Corona-Tests auf der Loretowiese starten – Wer sich testen lassen kann

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Stadt und Landkreis Rosenheim haben seit Freitag, 28. August, gemeinsam wieder das Corona-Testzentrum auf der Rosenheimer Loretowiese vorbereitet. Ab Dienstag (1. September) können wieder Proben genommen werden. Doch nicht bei allen... 

Update 31. August, 9.30 Uhr 

Loretowiese: Corona-Testzentrum wieder da

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. In gemeinsamer Trägerschaft von Stadt und Landkreis Rosenheim wird ab morgen (1.9.) das Corona-Testzentrum auf der Rosenheimer Loretowiese wieder aktiviert. Mit dem Testzentrum soll die intensive Testungsstrategie des Freistaats Bayern, die sich besonders an Reise- und Urlaubsrückkehrer richtet, in der Region Rosenheim umgesetzt werden.

„Nicht getestet werden symptomatische Personen, also Menschen mit Schnupfen, Husten, Hals- und Rachenschmerzen“, betont der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Hierl. Dieser Personenkreis soll sich umgehend an den jeweiligen Hausarzt wenden. Wer erfährt, dass er Kontakt mit positiv getesteten bzw. infizierten Personen hatte, soll sich direkt mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 08031 392 6070 in Verbindung setzen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten steht die E-Mail-Adresse ga.reiserueckkehrer@lra-rosenheim.de zur Verfügung.

Meldung 28.8

Kostenfreie Corona-Tests in Rosenheim

Es geht vor allem um Reise- und Urlaubsrückkehrer, die wieder in die Region heimkommen – sie sollen ab kommender Woche wieder die Möglichkeit haben, sich zentral und kostenfrei auf das Coronavirus testen zu lassen. 

Bis Jahresende kann die Teststation auf der Loretowiese bleiben

Die Teststation entsteht im Bereich zwischen Kaiserstraße und Glückshafen. „Die Station wird so stabil und wetterfest aufgebaut, dass sie mindestens bis Jahresende betrieben werden kann. Sie sieht mehrere Fahrspuren für Testpersonen vor, die mit dem PKW ankommen. Für Fußgänger wird eine eigene Spur bereitgestellt“, so der städtische Leiter der Corona-Koordinierungsgruppe von Stadt und Landkreis Rosenheim, Hans Meyrl. 

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Die Teststation soll im Laufe der nächsten Woche ihren Betrieb aufnehmen. Rechtzeitig hierzu wird auch eine Online-Terminvereinbarung freigeschaltet. Der genaue Betriebsbeginn und die Internet-Adresse für die Terminplanung werden über eine separate Presseerklärung mitgeteilt.

Pressemeldung des Landratsamtes

Ist die bayerische Test-Strategie die richtige?

Ob die bayerische Teststrategie an der Grenze zur „ Ressourcenverschwendung“ steht – dieses Thema war bereits am Anfang der Pandemie Ende März eine Thema in der Region. 

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Auch im März wurden nur noch Risikogruppen getestet, damals ging es allerdings um jene, um deren Leben man fürchten musste: klinisch schwer Erkrankte und Risikopatienten. Ebenso medizinisches und pflegerisches Personal beziehungsweise mit Pflege betreute Personen zur Klärung der Arbeitsfähigkeit. 

Die Sorge damals drehte sich auch weniger um die Kapazitäten der Labore, sondern um die Frage, ob ausreichend Schutzkleidung zur Verfügung steht – schlussendlich auch in den Krankenhäusern. 

Coronavirus-Testzentrum auf der der Loretowiese: Patienten brauchen Überweisung und Termin

Auch damals galt die Devise: Alle mit leichten Symptomen oder Verdachtsfälle müssen einfach 14 Tage in Quarantäne. Diesen Weg besiegelte das Landratsamt Rosenheim mit einer entsprechenden Allgemeinverfügung ab dem 25. März. 

Wer direkten Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Patienten hatte, darf dann, das gilt auch heute noch,Haus oder Wohnung nicht verlassen; einzig der Aufenthalt auf dem Balkon oder im Garten ist erlaubt. 

Wie wird das Testen auf der Loretowiese ablaufen?

Wer sich auf der Loretowiese auf das Coronavirus testen lassen wollte, brauchte seit dem ersten Tag am Testzentrum am 24. März noch eine entsprechende Überweisung vom Hausart, ein Test-Kit und einen Termin zum Testen. Es war ausgerichtet auf etwa 80 Patientenabstriche pro Tag. 

„Die Hausärzte werden vorselektieren, weil nicht jeder getestet werden kann“, erläutert Ärtze-Bezirksvorsitzender Nikolaus Klecker damals. Und:„Es soll auch nicht jeder dort erscheinen und meinen, er stellt sich mal an. Das wird nicht funktionieren.“

Wie realistisch sind die Statistiken der Tests? 

Im März hieß es auch: Wenn nur noch selektiv getestet wird, dann sind die Zahlen weniger aussagekräftig als vielleicht angenommen. Michael Fischer, Sprecher des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sagte damals: „Die Zahlen stellen mit Sicherheit nur einen Bruchteil dar. Es gibt sicherlich eine hohe Dunkelziffer."

Die aktuellen Corona-Infektionszahlen seit dem 21. August

In Stadt und Landkreis Rosenheim wurden im Zeitraum zwischen dem 21. und 28. August insgesamt 80 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Die meisten Infektionen gab es in Rosenheim. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegrt Großkarolinenfeld bei den Neu-Infektionen vorne.

Die Liste der Neu-Infektionen in alphabetischer Reihenfolge:

In nicht aufgeführten Orten gab es seit vergangener Woche keine Neu-Infektionen mit dem Coronavirus.

  • Babensham +1
  • Bad Aibling +4
  • Bernau +1
  • Brannenburg +1
  • Breitbrunn +2
  • Edling +1
  • Feldkirchen-Westerham +1
  • Griesstätt +1
  • Großkarolinenfeld +10
  • Kiefersfelden +3
  • Kolbermoor +4
  • Neubeuern +2
  • Nußdorf +1
  • Prien +1
  • Riedering +1
  • Rohrdorf +2
  • Rosenheim +33
  • Schechen +1
  • Tuntenhausen +4
  • Wasserburg +4

+++ Wir halten Sie an dieser Stelle über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden. +++

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