Handel, Sport, Freizeit & Rechte für Geimpfte

Zahlreiche Lockerungen: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern seit Mittwoch (28. April)

Corona Bundes-Notbremse Söder
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In Bayern gelten ab Mittwoch (28. April 2021) wieder neue Corona-Regeln.
  • Martin Weidner
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  • Markus Zwigl
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München/Landkreis - Am Dienstag (27. April) hat die bayerische Staatsregierung einmal mehr über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona beraten: Wie geht es mit der Bundes-Notbremse im Freistaat weiter? Welche Regeln gelten für Geimpfte?

Vor diesem Hintergrund hat das Kabinett einige Änderungen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen. Diese Änderungen/Lockerungen werden bereits am Mittwoch (28. April), 0 Uhr, in Kraft treten (News-Ticker Dienstag, 27. April). Im Vorfeld hatte es viele Diskussionen um die Regeln der Bundes-Notbremse und die bis dato in Bayern gültigen Regeln gegeben. Vor allem die Freien Wähler hatten sich zuletzt immer wieder für Erleichterungen stark gemacht.

rosenheim24.de hat die neuen Regelungen im Überblick zusammengefasst!

Ausgangssperre/Kontaktbeschränkung:

Die bisher gültigen Kontaktbeschränkungen bleiben weiterhin gültig. Auch die Ausgangssperre in Bayern bleibt bestehen - von 22 Uhr bis 5 Uhr darf man in „Hotspots“ nur aus triftigen Gründen seine Wohnung verlassen. Ausnahmen für Joggen oder Spaziergänge, wie teilweise in anderen Bundesländern, wird es im Freistaat auch in Zukunft bis auf weiteres nicht geben.

Handel/Ladengeschäfte:

Ladengeschäfte der körperfernen Dienstleistungsbetriebe und der Handwerksbetriebe (zum Beispiel Schuster oder Fotografen) dürfen inzidenzunabhängig – also oberhalb wie unterhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 100 – unter den für Ladengeschäfte geltenden allgemeinen Maßgaben öffnen. Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen dürfen in gleicher Weise inzidenzunabhängig öffnen und gelten nun wieder als Geschäfte des erweiterten täglichen Bedarfs. Reine Baumärkte sind hingegen von dieser Regelung ausgeschlossen. Laut einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums entfallen für Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen Anmeldung und Testpflicht.

Körpernahe Dienstleistungen:

Die bestehenden Einschränkungen für körpernahe Dienstleistungen (zum Beispiel Tattoo- und Kosmetikstudios) bleiben weiterhin gültig. Auch für Friseurbesuche bleiben für die zuletzt gültigen Regelungen in Kraft.

Freizeit:

Auch im Freizeitbereich gibt es Erleichterungen: Autokinos werden inzidenzunabhängig zugelassen. Voraussetzung ist jeweils ein ausreichendes Infektionsschutzkonzept. Für die Besucher besteht außerhalb ihres Autos auf dem Gelände FFP2-Maskenpflicht.

Die Außenbereiche zoologischer und botanischer Gärten dürfen auch oberhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 100 unter folgenden Voraussetzungen öffnen: Schutz- und Hygienekonzepte, höchstens 24 Stunden alter Test für alle Besucher ab 6 Jahren, FFP2-Maskenpflicht, Kontaktdaten-Erhebung. Liegt die Inzidenz in einer Stadt/einem Kreis unter 100, gelten die bereits zuvor in der 12. BayIfSMV hinterlegten Öffnungsmöglichkeiten.

Sport für Kinder/Jugendliche:

Oberhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 100 ist Kindern unter 14 Jahren die Ausübung von Sport in Form von kontaktloser Ausübung im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern gestattet. Etwaige Anleitungspersonen (Trainer etc.) dürfen an diesem Sport teilnehmen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können (maximal 24 Stunden alt).

Freiheit für Zweifach-Geimpfte:

Vollständig geimpfte Personen werden negativ getesteten Personen gleichgestellt. Dies bedeutet konkret, dass diese Personen im Handel keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen müssen bzw. auch von der Einreise- und/oder Kontakt-Quarantäne ggf. befreit werden. Ausnahmen können für vulnerable Gruppen gemacht werden. Privilegien, wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen wie Schwimmbädern, sind aber für Zweifach-Geimpfte nicht vorgesehen.

Impfungen:

Mitte/Ende Mai soll die Impfpriorisierung in ganz Bayern für alle Impfstoffe aufgehoben werden. Im Juni will der Freistaat dann auch den ganz jungen Menschen ein konkretes Impfangebot machen. Zudem sollen baldmöglichst auch Betriebsärzte in die Impfkampagne einbezogen werden.

Schule:

Hier bleibt Bayern konsequent: Die Regel, dass ab einer Inzidenz von 100 und höher auf Distanzunterricht (abgesehen von Abschlussklassen) umgestellt wird, bleibt bestehen. Bei Inzidenzen darunter ist Wechsel-/Präsenzunterricht unter strengen Auflagen möglich. Die Bundes-Notbremse hätte hier prinzipiell Spielraum bis zu einer Inzidenz von bis zu 165 gelassen. Während der Abiturprüfungen und allen anderen Abschlussprüfungen besteht für alle Schüler Maskenpflicht.

Kinderbetreuung:

Die wechselseitige, unentgeltliche und nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften ist auch weiterhin zulässig, wenn sie Kinder aus dem eigenen und höchstens einem weiteren Hausstand umfasst.

mw/mz

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