News-Ticker zur Corona-Pandemie

Traunsteiner Landrat Walch nach Corona-Erkrankung wieder im Dienst - Impfpriorisierung wird im Juni beendet

Coronavirus - Impfgipfel
+
Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt neben Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, zu der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel im Kanzleramt. Die Bundesregierung hat mit den Länderchefs über die Impfsituation beraten.
Alle Autoren
    schließen
  • Julia Volkenand
    Julia Volkenand
  • Benjamin Schneider
    Benjamin Schneider
  • Christina Eisenberger
  • Martin Weidner
    Martin Weidner

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 26. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 162,1, Landkreis Rosenheim 129,7, Landkreis Traunstein 221,6, Landkreis Berchtesgadener Land 136,9, Landkreis Mühldorf 340,9, Landkreis Altötting 217,0 (Quelle/Stand: RKI, 26. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3603, Landkreis Rosenheim 12.833, Traunstein 10.006, Berchtesgadener Land 5416, Mühldorf 6390, Altötting 5411 (Quelle/Stand: RKI, 26. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 57, Landkreis Rosenheim 445, Traunstein 203, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 138, Altötting 200 (Quelle/Stand: RKI, 26. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 81.624 Todesfälle in Deutschland (13.973 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Impfgipfels vom 26. April

Update, 20.45 Uhr - Traunsteiner Landrat Walch nach Corona-Infektion wieder in Dienst

Der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch meldete sich auf Facebook zurück. Er war vor über zwei Wochen an Corona erkrankt und wegen der Infektion und anschließender Quarantäne ausgefallen. Nun ist er aber wieder auf den Beinen und zurück an seinem Schreibtisch. In einem Facebook-Post bedankt er sich für die Genesungs-Wünsche und bei seinem Stellvertreter Sepp Konhäuser. „ch bin sehr froh, einen Stellvertreter zu haben, auf den man sich immer verlassen kann“, schreibt Walch.

Update, 18.36 Uhr -Söder bezeichnet Bund-Länder-Runde als eine „MPK der Hoffnung“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete die Bund-Länder-Runde als eine „MPK der Hoffnung“ und sagte voraus: „Wir werden Corona überwinden. Und wir werden in den nächsten Monaten riesige Schritte nach vorne machen.“

Merkel teilte diese Einschätzung, betonte aber, dass es in der Gegenwart noch viele Probleme gebe. Die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitswesens sei noch nicht gebannt. „Deshalb sind jetzt noch Wochen der Anstrengung notwendig.» Merkel sagte weiter: „Und wenn wir über Hoffnung reden, ich unterstreiche das absolut, es war eine MPK der Hoffnung, dann dürfen wir die Gegenwart nicht vergessen, die ist noch eine große Ernsthaftigkeit. Und je schneller wir diese ernsthafte Phase durchleben, umso schneller breitet sich die Hoffnung aus.“

Keine konkrete Aussage wollte Merkel auf die Frage machen, ob und wie in diesem Sommer Urlaub möglich sein wird. Dies werde von der Höhe der Grundinzidenz abhängen. Im Sommer vergangenen Jahres habe die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 2 und 5 betragen.

„Ich sage nicht, dass es wieder so weit runtergehen muss, weil uns jetzt das Impfen hilft. Aber wann wir jetzt wieder darüber nachdenken können, Hotels zu öffnen, das kann ich heute nicht sagen. Das hängt vom Verlauf dessen ab, was wir jetzt im Augenblick machen.“

Update, 18 Uhr: Impfpriorisierung wird spätestens im Juni beendet

Die bisherige Priorisierung bei den Impfungen gegen das Corona-Virus soll nach Darstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spätestens im Juni fallen. „Das heißt nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden kann. Aber dann kann sich jeder um einen Impftermin bemühen, und die werden dann nach Maßgabe der Versorgung auch gegeben“, sagte Merkel am Montag in Berlin nach Beratungen mit den Länder-Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

In vielen Bundesländern seien bereits die Prioritätengruppen I und II geimpft, sagte Merkel weiter. Die Gruppe III sei geöffnet. Im Großen und Ganzen gehe man davon aus, dass diese Gruppe im Mai die erste Impfung erhalten werde, „so dass wir dann spätestens, je nachdem wie viele Impfdosen wir bekommen, ab Juni - aber ich sage nochmals: spätestens - die Priorisierung aufheben können“.

Update, 17.15 Uhr - Schnelltestzentren vor Baumärkten Rosenheim

Ob positiv oder negativ, das stellt sich jetzt auch vorm Obi raus: Vor den drei Standorten der Baumarkt-Kette in Rosenheim, Stephanskirchen und Raubling wurden Schnelltestzentren eingerichtet, die am Dienstag, 26. April, ihren Betrieb aufnehmen sollen.

Beauftragt hat damit das Gesundheitsamt die Agapeo-Häusliche Kinderkrankenpflege-GmbH, die bereits in andern Städten und Landkreisen Testzentren unterhält. Die Tests sind kostenlos, die Abrechnung läuft wie bei allen anderen Einrichtungen dieser Art über die KVB. Infos zu den drei neuen und den bereits bestehenden Testzentren findet man auf www.landkreis-rosenheim.de.

Update, 16.54 Uhr - Modellstadt Rosenheim? Traum wohl geplatzt

Vor ein paar Wochen noch hatten sich zahlreiche Städte in der Region für ein bayernweites Projekt beworben: Modellstadt sein nach dem Tübinger Vorbild. Durch strenge Kontrollen und zahlreiche Tests hätte der Lockdown zumindest halbwegs passé sein können. Auch Rosenheim hatte sich als mögliche Modellstadt beworben. Nun hat sich die Staatsregierung geäußert: Lockerung von Corona-Regeln: Modellstadt-Traum von Rosenheim wohl geplatzt (Plus-Artikel).

Update, 16.28 Uhr - Söder: Schneller und „freier impfen“

Mehr Geschwindigkeit und Flexibilität bei den Corona-Impfungen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. „Wo wir freier impfen, sind wir sehr effizient“, sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern am Montag beim Impfgipfel von Bund und Ländern. In der aktuellen Phase der Pandemie seien zwei Punkte wichtig: „Wie können wir die Geschwindigkeit beim Impfen erhöhen?“, und „Wie können wir Grundrechte zurückgeben?“.

Söder betonte den Angaben zufolge, er befürworte, dass Menschen mit einem vollständigen Impfschutz auch weniger Corona-Auflagen erfüllen müssten: „Wer zweimal geimpft ist, sollte auch mehr Freiheiten bekommen“.

Update, 16.13 Uhr - Über 40.000 Bewohner im Landkreis Traunstein erstgeimpft

Das Gesundheitsamt Traunstein meldet in dessen Zuständigkeitsbereich derzeit 1517 aktive Corona-Fälle bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 221,6. Seit Freitag (23. April) kamen 104 neu gemeldete Corona-Infektionen dazu. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Traunstein insgesamt 10.015 Personen positiv auf Corona getestet. 

Das Gesundheitsamt meldet einen weiteren Todesfall. Es handelt sich um einen Mann im Alter von 68 Jahren. Damit sind im Landkreis Traunstein insgesamt 204 Menschen an oder mit Corona gestorben. 

Derzeit werden 41 Corona-Patienten in den Kliniken im Landkreis behandelt. Acht davon befinden sich auf einer Intensivstation. Eine Corona-Erstimpfung haben mittlerweile 40.035 Personen erhalten, eine Zweitimpfung bereits 10.975 Menschen.  

Update, 15.39 Uhr - Über die Hälfte der Neuinfektionen im BGL eine Virusmutation

Das Landratsamt Berchtesgadener Land meldet seit Samstag (24. April) 43 neue Corona-Fälle im Landkreis. Davon befanden sich zwölf Personen als direkte Kontaktperson bereits in Quarantäne. Seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es damit 5416 registrierte Corona-Fälle (RKI, Stand: 26. April, 0 Uhr) mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 136,9 (RKI, Stand: 26. April, 0 Uhr). 

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land seit dem 5. März.

Derzeit gibt es 193 aktive Corona-Fälle im Landkreis, davon befinden sich 58 in Einrichtungen im Landkreis, etwa Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen. In den letzten sieben Tagen wurden 145 neue Covid-19-Fälle gemeldet. Bei 78 wurde eine Virusmutation - nämlich die britische Variante B.1.1.7. - festgestellt. Dies entspricht einem Anteil von 54 Prozent. 

In den Kliniken im Landkreis werden derzeit zwölf Corona-Patienten behandelt. Davon befinden sich zwei Personen auf der Intensivstation. Auch die Impfungen im Berchtesgadener Land schreiten voran. Mit Stand 25. April, 20 Uhr haben 35.565 Personen ihre Corona-Erstimpfung erhalten. Bei 8.772 ist bereits die Zweitimpfung erfolgt. 

Update, 14.55 Uhr - Laschet: „Können Grundrechtseingriffe zurücknehmen“ - Jugend nicht vergessen

Ab 15 Uhr wollen Bund und Länder in einem Impf-Gipfel unter anderem über das weitere Vorgehen mit den Corona-Beschränkungen von Geimpften und den Impf-Priorisierungen sprechen. 

CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet erwartet von der Bund-Länder-Runde zum Impfen gegen Corona an diesem Montag rechtlich klare Aussagen zu den künftigen Freiheiten von Geimpften. „Wenn wir jetzt die Ausgangssperre oder Ausgangsbeschränkungen haben, wird es eine Antwort geben müssen: Was ist denn mit den Geimpften? Gilt das für den, gilt das für den nicht?“ Es gehe auch um Genesene, fügte der CDU-Vorsitzende am Montag in Berlin an. „Das muss heute verbindlich geregelt werden“. 

Bei dem virtuellen Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten müsse zudem ein Blick auf jüngere Menschen gerichtet werden, sagte Laschet weiter. „Die Älteren wurden prioritär geimpft. Und die Älteren sind jetzt auch die, wo man dann sagt, wir können Grundrechtseingriffe zurücknehmen.“ Das sei auch richtig. „Aber wir haben eine ganze Generation junger Leute, die im Moment ganz besonders unter der Pandemie leidet. Und auch deren Anliegen müssen wir auch als Ministerpräsidentenkonferenz in den Blick nehmen“. Auch die Jugend habe viele Monate ihres Lebens verloren. 

Update, 14.30 Uhr - Piazolo: Distanzunterricht erst ab Inzidenz von 165

Die Öffnungsperspektive für Schulen in bayerischen Corona-Hotspots sorgt für neuen Streit in der Koalition von CSU und Freien Wählern. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sprach sich am Montag erneut für eine Anhebung des Inzidenzwertes, ab dem Schüler in den Distanzunterricht wechseln müssen, entsprechend der Bundesnotbremse von 100 auf 165 aus.

„Das ist das Ziel der Freien Wähler, wenn die bayerische Regelung am 9. Mai ausläuft“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München mit Blick auf die bis dato befristete bayerische Corona-Verordnung. Er gehe davon aus, dass der Koalitionspartner dies auch möchte, „denn die CSU hat der Bundesnotbremse ja zugestimmt“.

Die CSU geführte Staatsregierung wies den Vorschlag aber umgehend zurück: „Ab einer Inzidenz von 100 gilt in Bayern der Distanzunterricht – und daran halten wir auch fest“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann der dpa. Die Staatsregierung bleibe bei der bewährten Regelung, die Schüler, Lehrer und Familien besser schütze.

Update, 13.53 Uhr - EU-Kommission leitet rechtliche Schritte gegen Astrazeneca ein

Im Streit über ausbleibende Impfstofflieferungen hat die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen den Hersteller Astrazeneca eingeleitet. Man habe das Verfahren vor einem belgischen Gericht auch im Namen der 27 Mitgliedsstaaten gestartet, teilte ein Kommissionssprecher am Montag mit.

Der britisch-schwedische Hersteller hatte die Lieferungen von Corona-Impfstoff an die Europäische Union in den vergangenen Monaten immer wieder einseitig drastisch gekürzt. Im ersten Quartal gingen nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 Staaten. Für das zweite Quartal werden nach jüngsten Angaben 70 Millionen Dosen erwartet. Ursprünglich waren 180 Millionen vereinbart.

Aus Sicht der EU-Kommission verstößt der Hersteller damit gegen einen EU-Rahmenvertrag vom August 2020. Insgesamt hat die EU-Kommission 300 Millionen Dosen von Astrazeneca bestellt. Eine Option auf weitere 100 Millionen Dosen ließ sie ungenutzt verstreichen. Die EU-Kommission hatte bereits ein Schlichtungsverfahren mit dem Unternehmen eingeleitet. Die Klage ist nun der nächste Schritt.

Update, 13.43 - Notärztin: „Ihr habt eine Grenze überschritten!“

Die Debatte um #allesdichtmachen reißt nicht ab und die Kritik an den Teilnehmern wird immer lauter. Unter der Gegenaktion #allemalneschichtmachen kritisierten zahlreiche User in den Sozialen Medien die Aktion als zynisch. Auch eine Notärztin und zugleich Bloggerin namens Carola Holzer hat dazu jetzt ein Video veröffentlicht. 

Als „Doc Caro“ rief sie die an der Aktion beteiligten Künstler dazu auf, mal für eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation mitzuarbeiten. „Ihr habt eine Grenze überschritten!“, sagte Holzner, Leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Essen, zur Aktion #allesdichtmachen in einem Instagram-Video. „Und zwar eine Schmerzgrenze all jener, die seit über einem Jahr alles tun.“

Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. Nach heftiger Kritik und teils Zustimmung aus dem rechten Lager distanzierten sich einige Teilnehmer später von ihren Beiträgen.

Update, 13.10 Uhr - „Geimpfte und Getestete nicht gleichstellen“

Laut Teilnehmern einer Sitzung des CDU-Präsidiums soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Nachmittag davor gewarnt haben, bei der Rückgabe von Freiheitsrechten Geimpfte und Getestete gleichzustellen. Für Getestete könne nicht das gelten, was für vollständige Geimpfte gelte, so Merkel nach Teilnehmerangaben. Die Sicherheit der Impfung sei viel robuster als die Sicherheit von Tests. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über die Zitate berichtet.

Die „Bild“-Zeitung berichtete zudem, Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe im Präsidium gesagt, die Regeln mit Abstand und Masken müssten noch bleiben, bis eine Gruppenimmunität erreicht sei. Spahn habe wie die Kanzlerin davor gewarnt, die Priorisierung pauschal aufzuheben. 

Update, 12.44 Uhr - Polizeieinsätze in München: Flashmob im Englischen Garten

Das Polizeipräsidium München hatte am Wochenende wieder alle Hände voll zu tun. Über 6.200 Kontrollen zur Einhaltung der Infektionsschutzregelung wurden zwischen Freitagmorgen (23. April, 6 Uhr) und Montagmorgen (25. April, 6 Uhr) durchgeführt. Dabei wurden 488 Verstöße angezeigt. 

Meist handelte es sich um große Menschenmengen, die keine Abstände zueinander einhielten oder keine Maske trugen. In allen Fällen versuchte die Polizei durch Lautsprecherdurchsagen die Menschen über die Regelungen aufzuklären und zum Gehen aufzufordern. Geräumt wurde etwa Freitagabend gegen 20 Uhr die Hackerbrücke mit über 100 Personen oder eine dreiviertel Stunde später der Bereich Georg-Elser-Platz mit über 300 Personen. 

Am Samstagabend gegen 20.30 Uhr standen die Beamten im Englischen Garten einem mutmaßlichen Flashmob mit circa 300 Menschen entgegen. Diese tanzten und sprangen auf der Karl-Theodor-Wiese herum. Die Menschenmenge löste sich nach kürzester Zeit wieder auf.

Auch in der Region kam es zu zahlreichen Polizeieinsätzen wegen Corona-Partys (Plus-Artikel). In Niedersachsen fand hingegen eine dreiste „Trauerfeier“ statt.

Update, 12.11 Uhr - Derzeit 41 Corona-Patienten im InnKlinikum 

Im InnKlinikum Altötting und Mühldorf werden an den drei Standorten Altötting, Mühldorf und Burghausen derzeit 41 Personen mit Corona behandelt. Haag vermeldet keine Corona-Patienten. Am Standort Mühldorf und Altötting befinden sich jeweils 15 Personen, in Burghausen elf. Acht Menschen müssen intensivmedizinisch behandelt werden, insgesamt sieben brauchen ein Beatmungsgerät. 

Die meisten Corona-Patienten sind auch im Landkreis Mühldorf wohnhaft, elf kommen aus Altötting und zwei Patienten aus einem anderen Landkreis. Außerdem werden gerade sieben Personen mit einem Verdacht auf eine Corona-Infektion behandelt. Das InnKlinikum informiert über einen Todesfall vom Samstag, 24. April: eine Frau aus dem Landkreis Altötting ist im Alter von 85 Jahren mit Corona verstorben. 

Update, 11.33 Uhr - Ärztekammerpräsident will Jüngere eher impfen

Noch vor dem Impfgipfel spricht sich der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, dafür aus, jüngere Menschen stärker bei der Impf-Priorisierung zu berücksichtigen. Dies sei „eine vernünftige Überlegung“, so Reinhardt in einem Gespräch mit dem TV-Sender Phoenix am Montag. 

Die Bevölkerungsgruppe der über 60-Jährigen sei zu einem großen Teil geimpft, sagte er. „Wir sind nun an einem Punkt, wo wir uns überlegen müssen, gehen wir weiter rückwärts von oben kommend? Oder aber könnte man die Strategie fahren, zu sagen: Wir impfen jetzt die Jungen, die zwar in der Regel nicht schwer erkranken, aber die natürlich viel unterwegs sind, in die Schulen und in die Kitas gehen sollen“, begründete Reinhardt seine Anregung. 

Außerdem solle man Geimpften mehr Freiheiten geben, denn „wenn ausreichend Menschen in unserer Gesellschaft geimpft sind und wir feststellen, dass die Inzidenzzahlen dadurch rückläufig sind“. 

Für Viele ist die aktuelle Schulsituation unbefriedigend. So gab es in der Region bereits zahlreiche Demonstrationen und Forderungen, die Schulen wieder zu öffnen. Vorerst können Kinder und Jugendliche in der Regel jedoch noch nicht gegen Corona geimpft werden. Dafür müsste erst ein Vakzin auch für Kinder freigegeben werden.

Update, 10.29 Uhr - Stadt und Land Mühldorf meldet 736 aktive Fälle

Das Landratsamt Mühldorf meldet für den Landkreis insgesamt vier neue Corona-Fälle und einen weiteren Todesfall (Stand: 26. April, 0 Uhr). Die Fälle verteilen sind auf die Kommunen Ampfing, Mühldorf a. Inn und Waldkraiburg. Die Kontaktpersonen der positiv Getesteten werden derzeit ermittelt, notwendige Maßnahmen eingeleitet. Mit den neuen Fällen gibt es damit im Landkreis Mühldorf 736 aktive Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut dem RKI bei 340, 9 (Stand 26. April, 3.09 Uhr)

Update, 9.23 Uhr - Landkreis Altötting meldet 21 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 21 neue PCR-bestätigte Corona-Fälle gemeldet (Stand: 25. April, 15 Uhr). Damit stieg nach Angaben des Landratsamtes die Gesamtzahl der Infizierten in Stadt und Landkreis seit Pandemie-Ausbruch auf 5408 Personen. Unter den nun Neu-Infizierten befindet sich unter anderem auch ein Kind (8) aus Kastl und eine jugendliche Person im Alter von 16 Jahren aus Tyrlaching. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Altötting lag zuletzt bei 217,0 (Stand: 26. April, 0 Uhr).

So sehen die Corona-Zahlen der Gemeinden im Landkreis Altötting aus (Plus-Artikel).

Update, 8.29 Uhr - Landkreis Traunstein überschreitet traurige Marke

Sieben-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 26. April 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Steigende Werte wurden laut neuesten RKI-Daten aus den Landkreisen Berchtesgadener Land (von 130,3 auf 136,9) und Altötting (von 216,1 auf 217,0) gemeldet. Gesunken sind die Zahlen dagegen in Stadt (von 171,5 auf 162,1) und Landkreis Rosenheim (von 131,3 auf 129,7) sowie im „Hotspot-Landkreis“ Mühldorf (von 346,9 auf 340,9).

Deutlich gefallen ist die Inzidenz im Landkreis Traunstein - und zwar von 254,9 um über 30 Zähler auf 221,6. Allerdings hat der Landkreis jetzt eine traurige Marke überschritten: Seit Pandemie-Ausbruch im Frühjahr 2020 wurden im Landkreis nun über 10.000 Corona-Fälle registriert (Stand 26. April, 0 Uhr: 10.006). Weitere Todesfälle aus der Region wurden unterdessen nicht gemeldet.

Update, 7.22 Uhr - Klare Forderungen vor Impfgipfel

Wann werden die Corona-Beschränkungen für Geimpfte und Genesene gelockert? Und werden bald alle Impfstoffe für alle Menschen freigegeben? Über diese Fragen beraten Bund und Länder an diesem Montag (26. April). Vor dem Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern fordern Ärzteverbände und Politiker, Geimpften ihre Grundrechte bald zurückzugeben.

Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, forderte alle Vorräte sofort zu verbrauchen: „Es ist so hanebüchen wie inakzeptabel, dass in den Kühlschränken der Impfzentren weiterhin Millionen Impfstoffdosen ungenutzt lagern oder nicht vollständig verbraucht werden, während sich draußen tagtäglich Tausende infizieren.“ Seit Wochen fordere sein Verband, den Impfstoff endlich den Hausarztpraxen zu geben - „und zwar nicht bloß in homöopathischen Dosen“. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Wochenende eine schnelle Aufhebung der Impfpriorisierung gefordert. Zudem will er mehr und schneller in Betrieben und Familien impfen: „Wir brauchen Betriebsimpfungen, wir brauchen Familienimpfungen“, sagte Söder in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Grund sei, dass in Firmen und Familien eine hohe Ansteckungsgefahr herrsche.

RKI meldet knapp 12.000 neue Fälle und 60 weitere Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 11.907 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 60 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor (Stand: 26. April, 0 Uhr). Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen allerdings meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.437 Corona-Neuinfektionen und 92 neue Todesfälle gemeldet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 169,3. Am Sonntag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,6 angegeben, am Montag vergangener Woche mit 165,3. (News-Ticker Sonntag, 25. April).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.299.325 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.910.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.624. In Bayern kamen sieben neue Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.973).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht bei 1,08 (Stand: 25. April; Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt dieser anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/dpa

Kommentare