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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Anzeichen verdichten sich: „Oster-Arrest“ soll kommen - selbst Supermärkte sollen geschlossen bleiben

Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, sitzen zusammen während einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie.
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Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, sitzen zusammen während einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie.
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 22. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 147,9, Landkreis Rosenheim 109,8, Landkreis Traunstein 141,6, Landkreis Berchtesgadener Land 133,1, Landkreis Mühldorf 104,4, Landkreis Altötting 106,7 (Quelle/Stand: RKI, 22. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3170, Landkreis Rosenheim 11.410, Traunstein 8099, Berchtesgadener Land 4747, Mühldorf 4989, Altötting 4340 (Quelle/Stand: RKI, 22. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 425, Traunstein 194, Berchtesgadener Land 97, Mühldorf 128, Altötting 187 (Quelle/Stand: RKI, 22. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 74.714 Todesfälle in Deutschland (12.937 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 01.39 Uhr - Anzeichen verdichten sich: „Oster-Arrest“ soll kommen

Die Anzeichen verdichten sich, dass die „Oster-Ruhe“ durchgesetzt wird. Das bedeutet, selbst Supermärkte sollen vom 1. bis 6. April geschlossen bleiben, Urlaub im Inland ausgeschlossen und keine Lockerungen der Kontaktbeschränkungen während Ostern. Hingegen sollen Reisen nach Mallorca weiterhin möglich sein. Reiserückkehrer müssten bei der Wiedereinreise nach Deutschland lediglich einen negativen Corona-Test vorweisen und sich in Quarantäne begeben - könnten sich aber offenbar nach fünf Tagen wieder „freitesten“.

Update, 0.55 Uhr - „Oster-Ruhe“ wird weiter diskutiert

Offenbar wird eine sogenannte „Oster-Ruhe“ weiterhin diskutiert. Die Strategie sei alles zu schließen, um dann langsam zu öffnen. Die Unions-Mitglieder sollen dem Vorschlag offen gegenüberstehen. Zu Beginn der Beratungen standen eigentlich noch Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über die Osterfeiertage im Raum.

Nach stundenlanger Unterbrechung tagen aktuell Bund und Länder wieder in großer Runde. Eine Entscheidung ist noch im Laufe der Nacht zu erwarten.

Update, 0.18 Uhr - Medienberichte: Monster-Lockdown mit geschlossenen Supermärkten über Ostern

Wie Bild-Zeitung und Spiegel aus Regierungskreisen erfahren haben wollen, debattiert Kanzlerin Merkel mit den Länderchefs über neue, harte Corona-Maßnahmen. Demnach könnte über Ostern - 1. bis 6. April - ein hammerharter Lockdown umgesetzt werden.. Der Plan soll neben strengen Kontaktbeschränkungen (Ausgangssperre) auch die vollständige Schließung von Supermärkten beinhalten. Dies würde eine neue Dimension in der Pandemie-Bekämpfung bedeuten - inklusive Hamsterkäufen und vielem mehr.

Diese Debatte kommt überraschend. Zuvor wurde noch lange über Urlaubsmöglichkeiten zur Osterzeit gesprochen. Experten vermuten eine Finte der Kanzlerin bzw. des Führungsstabs. Denn der Vorschlag wurde offenbar von Merkel, Söder, Müller und Scholz in kleiner Gruppe ausformuliert.

Update, 23.19 Uhr - Weiterhin Stillstand - Abbruch der Beratungen noch kein Thema

Weiterhin tut sich im Kanzleramt relativ wenig. Derzeit tagt Kanzlerin Merkel (CDU) nur mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Gleichzeitig haben sich die Ministerpräsidenten der SPD-geführten Bundesländer zusammen zurückgezogen.

Ein Abbruch der Beratungen ist wohl kein Thema. Experten warnen davor, dass eine solche Entscheidung ein fatales Zeichen wäre.

Update, 22.14 Uhr - Corona verdirbt auch Ostern 2021 - Merkel zieht persönliche „Notbremse“

Wegen massiver Differenzen bei den Beschränkungen für den Osterurlaub wurden die Beratungen am Abend für mehrere Stunden unterbrochen. In Länderkreisen war von einem offenen Konflikt zwischen Merkel und fünf Urlaubsländern die Rede, die Tourismus im Inland unter strengen Auflagen ermöglichen wollten.

Denn als bei den Bund-Länder-Beratungen die fünf Ministerpräsidenten erklärten, ihren Bürgern trotz der dritten Corona-Welle samt Virusvarianten „kontaktlosen Urlaub“ im eigenen Bundesland erlauben zu wollen, zog die Kanzlerin am Montagabend auf einmal ihre ganz persönliche „Corona-Notbremse“: Sollten Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz weiter darauf bestehen, könne sie den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz nicht mittragen.

Aktuell soll Merkel nur mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder und zwei weiteren Ministern tagen. Die Situation scheint angespannt. Noch sind viele Punkte nicht abgearbeitet.

Unklar ist zum Beispiel auch weiterhin, ob es neue Auflagen für Mallorca-Urlauber geben wird. Die Bundesregierung hatte die Lieblingsinsel der Deutschen vor einer Woche von der Liste der Risikogebiete gestrichen und die Reisewarnung wegen stark gesunkener Infektionszahlen aufgehoben. Damit entfiel auch die Testpflicht und die Quarantäne für Rückkehrer. Das hat zu einem Buchungsboom geführt, aber auch zu hitzigen Diskussionen, ob man damit einen neuen Infektionsherd riskiert. Deswegen standen bei den Beratungen Forderungen nach einer Wiedereinführung der Testpflicht und auch nach einer Wiedereinführung der Quarantäne im Raum.

Nach Angaben aus Regierungskreisen wollen deutsche Fluggesellschaften Mallorca-Rückkehrer nun selbst auf Corona testen. Die „Bild“-Zeitung nannte Tui, Condor, Eurowings und Lufthansa. Es werde nun nach Örtlichkeiten gesucht. Es soll um bis zu 40 000 Rückkehrer gehen.

Update, 21.02 Uhr - Beratungen stocken: Minister wollen kontaktloses Reisen - Merkel sträubt sich

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen soll der Lockdown in Deutschland bis zum 18. April verlängert werden. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag bei ihren Beratungen über den weiteren Kampf gegen die Pandemie offenbar bereits beschlossen, wie mehrere Medien berichten. Die strengen Kontaktregeln sollen auch für Verwandtenbesuche über Ostern nicht gelockert werden. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen steht aber noch aus.

Mit rund 70 Minuten Verspätung startete der Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montagnachmittag. Aktuell sind die Beratungen unterbrochen - seit mittlerweile knapp zwei Stunden tagt nur eine kleinere Runde mit Angela Merkel.

Nachdem Bund und Länder erst Anfang März einen Lockerungskurs eingeschlagen hatten, stehen die Zeichen nach dem massiven Anstieg der Infektionszahlen nun wieder auf Verschärfung. Die „Notbremse“ für bereits erfolgte Lockerungen wie die Öffnung von Geschäften, Museen und Sportanlagen soll bestehen bleiben. Sie gilt für Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über 100 steigt. Das ist inzwischen für weite Teile Deutschlands der Fall - gehandelt wird aber oft trotzdem nicht. Der Durchschnittswert für das ganze Land liegt seit Sonntag über 100.

Merkel will offenbar zusätzlich eine allgemeine Ausgangssperre in sogenannten Hotspots einführen. Dagegen sträuben sich aber wohl einige Ministerpräsidenten. Eine Testpflicht für Schüler soll andererseits vom Tisch sein.

Unklar ist weiterhin noch, was aus dem Osterurlaub im In- und Ausland werden soll. „Bund und Länder appellieren weiterhin eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten“, hieß es in der Beschlussvorlage. „Das Auftreten von verschiedenen Covid-19-Varianten und deren weltweite Verbreitung haben gezeigt, dass der grenzüberschreitende Reiseverkehr auch weiterhin auf das absolut erforderliche Mindestmaß begrenzt werden muss.:“

Die Ministerpräsidenten aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz sollen aber nun ein kontaktloses Reisen - also Urlaub in Ferienwohnungen oder -häusern, Appartements oder Wohnmobilen, sofern diese über eigene sanitäre Anlagen verfügen und Urlauber sich dort auch mit Essen versorgen können - innerhalb Deutschland vorgeschlagen haben. Davon soll Merkel überhaupt nicht begeistert sein und wehrt sich offenbar vehement dagegen. Eine solche Entscheidung sei aus ihrer Sicht das absolut falsche Zeichen.

Update, 20.18 Uhr - Giffey fordert Tests für Kita-Kinder

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich dafür ausgesprochen, auch Kita-Kinder verstärkt auf Corona zu testen. Genutzt werden sollten dafür nach Ansicht der SPD-Politikerin die neuen, einfachen Tests, in denen der Abstrich vorn in der Nase gemacht werden kann.

„Wenn wir die Kindertagesbetreuung in Kitas und in der Kindertagespflege aufrecht erhalten wollen, werden wir nicht umhinkommen, auch die Kinder zu testen”, sagte die SPD-Politikerin am Montag laut einer Ministeriumsmitteilung. „Dies sollte durch die Eltern vor dem Besuch der Einrichtung geschehen”, fügte sie hinzu. Dafür müssten alle Kitas „schnellstens” mit diesen Tests versorgt werden, damit sie den Familien diese mit einer Anleitung mitgeben könnten.

Es gebe gut handhabbare Tests, sagte Giffey. „Das kitzelt ein wenig in der Nase und ist für Kinder gut anwendbar”. Die Bundesländer stellen inzwischen in unterschiedlichen Mengen Selbsttests für Lehrkräfte, Kita-Personal und auch Schüler zur Verfügung.

Update, 19.30 Uhr - Beratungen von Bund und Ländern unterbrochen - Merkel unzufrieden

Die Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise sind am Montag unterbrochen worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren Quellen aus den Gesprächen. Wie es hieß, habe sich zuvor Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unzufrieden gezeigt. Die bisher geeinten Maßnahmen seien nicht ausreichend, um die Infektionsdynamik zu brechen, habe Merkel gesagt. So könne man in der Öffentlichkeit nicht bestehen.

Update, 18.38 Uhr - Österreich verzichtet zunächst auf weitere Schritte in Corona-Krise

Österreich verzichtet zunächst auf landesweite weitere Schritte in der Corona-Krise. Der bisherige Weg werde in den meisten Bundesländern fortgesetzt, verlautete am Montag aus Regierungskreisen nach einer Beratung mit den Ministerpräsidenten. Um eine Überlastung der Intensivkapazitäten speziell im besonders von hohen Infektionszahlen betroffenen Wien zu verhindern, würden die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland in dieser Woche zusammen mit dem Gesundheitsministerium über eigene Maßnahmen beraten, hieß es. Sobald ein Bezirk eine Sieben-Tage-Inzidenz von 400 erreiche, solle es regional zu maßgeschneiderten Maßnahmen kommen.

Auch weitere Öffnungsschritte wurden nicht ausgeschlossen. Diese sollen nach Ostern möglich sein, falls die Entwicklung in den Intensivstationen stabil bleibe. In Zukunft werde für die Bewertung der Lage nicht nur der Inzidenzwert herangezogen, sondern vor allem auch die Auslastung auf den Intensivstationen und die Durchimpfungsquote der über 50-Jährigen.

Update, 18.02 Uhr - Keine Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Ostern

Wie der „Spiegel“ mit Berufung auf Verhandlungskreise rund um den Corona-Gipfel der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel meldet, sollen entgegen der ersten Beschlussvorlage die strengen Kontaktbeschränkungen auch über die Osterfeiertage aufrecht erhalten bleiben.

Demnach dürften sich auch an Ostern Mitglieder eines Hausstandes lediglich mit einer weiteren Person treffen. Kinder unter 14 Jahren wären davon jedoch ausgenommen.

Update, 17.20 Uhr - Bayerns Kassenärzte sehen sich für „Mammutaufgabe“ Impfen gerüstet

Bayerns Kassenärzte sehen sich für den geplanten Impfstart in den Praxen am 1. April gerüstet. Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte seien „gewappnet für die Mammutaufgabe“, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) in München am Montag mit. Voraussetzung dafür sei aber, dass Impfstoff in ausreichender Menge verfügbar ist.

Die Impfdosen sollten über Großhandel und Apotheken an die Arztpraxen verteilt werden, forderte die KVB. Diese sollten dann bei den Impfungen möglichst selbst über Termine und Priorisierung von Patienten entscheiden, die Dokumentation müsse dabei „so einfach und unbürokratisch wie möglich“ sein.

Bei der Vertreterversammlung am Samstag äußerten die bayerischen Kassenärzte demnach erneut Kritik an „immer neuen Gesetzesvorhaben“ des Bundesgesundheitsministeriums zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dies habe zur Folge, dass die Praxen nicht zur Ruhe kommen und sich nicht voll auf die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie konzentrieren könnten, teilte die KVB mit.

Update, 16.42 Uhr - Erster Beschluss bei Corona-Gipfel wohl fix: Lockdown bis 18. April verlängert

Mit rund 70 Minuten Verspätung startete der Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), jetzt ist der erste Beschluss offenbar bereits fix. Mehreren Medienberichten zufolge werden die aktuellen Maßnahmen bis zum 18. April verlängert. Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen die Länder ihre aktuell noch bis zum 29. März laufenden Verordnungen entsprechend anpassen.

Bei weiteren Themen gibt es unterdessen offenbar noch einige Streitpunkte zwischen den Ministerpräsidenten. Hierzu gehört unter anderem die mögliche Lockerung der Maßnahmen über die Osterfeiertage sowie die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca, welche vor einer Woche vollzogen wurde.

Update, 16.19 Uhr - 130 statt 60 Personen: Polizei löst religiöse Zeremonie in München auf

Rund 130 Männer und Frauen haben einen Gottesdienst in München besucht - erlaubt waren nicht einmal halb so viele Besucher. Das Hygienekonzept für die religiöse Zeremonie sei von 60 Teilnehmern ausgegangen, teilte die Polizei am Montag mit. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass viele Menschen in das Kirchengebäude im Stadtteil Neuperlach gingen, und den Polizeinotruf gewählt. Den Angaben zufolge trugen die Anwesenden am Sonntagmorgen zwar Masken, viele von ihnen hielten aber den Mindestabstand nicht ein.

Auf Anweisung der Polizei verließen dann so viele Besucher die serbisch-orthodoxe Veranstaltung, dass das Hygienekonzept eingehalten werden konnte. Der Veranstalter wurde wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Gottesdienste sind trotz Corona-Pandemie erlaubt, aber nur unter Auflagen, wie ein Polizeisprecher sagte: „Es muss ein Hygienekonzept geben, und es dürfen nicht mehr Personen teilnehmen als darin vorgesehen.“

Update, 15.40 Uhr - Nach Masken-Affäre: Sauter tritt aus CSU-Landtagsfraktion aus

In der Maskenaffäre der Union beugt sich der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter dem massiven Druck und tritt aus der CSU-Landtagsfraktion aus. Er wolle nicht, dass die Diskussion über seine Zugehörigkeit zur Fraktion die Diskussion der nächsten Tage und Wochen präge, schrieb Sauter am Montag an Fraktionschef Thomas Kreuzer. „Daher kündige ich mit sofortiger Wirkung meine Fraktionsmitgliedschaft.“ Sauter fügte aber hinzu: „Ich bin überzeugt davon, dass sich die Vorwürfe als haltlos erweisen werden und halte jetzt schon fest, dass ich nach Abschluss des Verfahrens wieder in die Fraktion aufgenommen werden möchte.“

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen Sauter wegen eines Anfangsverdachtes Korruptionsermittlungen durch. Er hat die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückgewiesen. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch den Staat - und in Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein, der wie Sauter ebenfalls aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg stammt.

Am Sonntag hatte Sauter bereits alle Parteiämter niederlegt. Die Fraktion hatte ihm allerdings zuvor den Rauswurf angedroht, wenn er die Vorwürfe nicht „plausibel und nachvollziehbar“ ausräumen könne. Diesem Verfahren kommt Sauter mit seinem Schritt nun offenbar zuvor.

Update, 15.15 Uhr - Weitere Skigebiete „beenden“ nie begonnene Saison

Nach Skigebieten im Allgäu und in Garmisch-Partenkirchen haben auch die Gebiete Sudelfeld, Spitzingsee und Brauneck die Saison endgültig abgesagt. Da bei steigenden Infektionszahlen in Bayern weitere Öffnungsschritte wohl ausgeschlossen seien, werde es in den Alpen Plus-Gebieten keinen Skibetrieb mehr geben, teilte der Verbund am Montag mit.

„Dass es tatsächlich zu einem monatelangen Lockdown kommt und wir unsere Leistungen in dieser Wintersaison überhaupt nicht anbieten dürfen, war nicht abzusehen und hätten wir auch nie erwartet”, sagte Peter Lorenz, Sprecher des Alpen Plus-Verbundes. „Das ist wirklich bitter und tut uns in der Seele weh, zumal bei den diesjährigen Schneeverhältnissen in unseren Gebieten trotz Betriebsverbot jede Menge los ist.” Saisonskipasskunden bekommen ihr Geld zurück oder können den Pass auf die nächste Saison übertragen.

Update, 14.18 Uhr - „Schlechter Stil“: Staatskanzlei reagiert auf Impf-Ultimatum von Lehrerverband

Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) hat kein Verständnis für die Ankündigung vom Lehrerverband BLLV, ungeimpfte Pädagogen könnten nach den Osterferien nicht zurück ins Klassenzimmer. „Ultimaten zu stellen ist ein schlechter Stil“, sagte Bayerns Corona-Koordinator am Montag, zumal, wenn ein solches an den Dienstherren gestellt werde. Nicht jeder könne seine Arbeit einstellen, bloß weil er noch nicht geimpft sei.

Herrmann verwies etwa auf die Lage der Polizisten, die anders als Lehrer oft bei ihren Einsätzen Körperkontakt mit fremden Menschen hätten - und diese Beamten arbeiteten auch weiter, mit und ohne Impfung.

Bayerns größte Lehrervertretung hatte zuvor in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geschrieben: „Wenn die Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Schule Beschäftigten am 1. Schultag nach den Osterferien wieder einen Fuß in die Schule setzen sollen, müssen im Vorfeld alle ein Impfangebot erhalten haben.“ Ansonsten könnten die Betroffenen nur Distanzunterricht anbieten. Impfung müsse vor Öffnung kommen, hieß es.

Update, 13.42 Uhr - Kreis Mühldorf meldet neun neue Fälle und einen Todesfall

m Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 21. März gibt es neun neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 22. März 2021, 0 Uhr). 

Aufgrund eines positiven Falles ist eine Gruppe des Kindergartens „Arche Noah” in Haag unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 231 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 22. März 2021, 3.28 Uhr) bei 104,4.

Update, 12.50 Uhr - Mehr als Hälfte Bayerns nun Corona-Hotspot

Eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 haben laut Robert Koch-Institut (RKI) nun 56 der 96 bayerischen Städte und Landkreise in Bayern. Damit gelten diese als Hotspot. Auch die Inzidenz in Bayern liegt mit 110,7 über der „Hotspot-Grenze“. Ist die Inzidenz drei Tage in Folge über 100, wird die „Notbremse“ gezogen und es gelten wieder die Corona-Regeln vom 7. März. Sämtliche Lockerungen außer die Öffnung von Friseur, Buchhandlungen, Garten- und Baumärkte sowie körpernaher Dienstleister wird zurückgenommen.

Ab 14 Uhr beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Laut Beschlussvorlage soll der Lockdown grundsätzlich bis zum 18. April verlängert werden.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live vom Corona-Gipfel.

Update, 12.11 Uhr - Landkreis Altötting meldet 21 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 21 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4339 Personen (Stand: 21. März, 14 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 106,7.

Update, 11.23 Uhr - Beschlussvorlage sieht Sonderregel für Ostern vor

Seit Montagmorgen liegt offenbar eine neue Beschlussvorlage vor. Wie das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ berichtet wollen die Länder Sonderregeln für die Ostertage durchsetzen. Das würde bedeuten: Selbst wenn in Landkreisen mit einer Inzidenz über 100 wieder nur Treffen zu Zweit möglich sind, soll es an Ostern vom 2. bis 5. April eine Ausnahme geben. Dann sollen Treffen des eigenen Hausstands mit vier Familienmitgliedern möglich sein, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht dazugezählt werden.

Wörtlich heißt es im Entwurf: „Daher werden die Länder vom 2. April bis zum 5. April 2021 - als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen - Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen zulassen, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder fünf Personen über 14 Jahren bedeutet. Selbsttests und die Wahrnehmung der kostenlosen Testangebote unmittelbar vor Familientreffen tragen erheblich zum Infektionsschutz bei solchen Treffen bei.“

Update, 10.58 Uhr - Wegen Corona: Auch heuer kein Ritterturnier in Kaltenberg

Auch in diesem Sommer fällt das weltberühmte Kaltenberger Ritterturnier (Landkreis Landsberg am Lech) der Corona-Pandemie zum Opfer. Die für Juli 2021 geplante 41. Auflage des Klassikers wurde jetzt auf das Jahr 2022 verschoben. Das teilte der Veranstalter auf Facebook mit.

„(...) Dieser Schritt fällt uns sehr schwer. Es wäre aber schlicht unseriös, in der aktuellen Lage eine für jedermann sichere und qualitativ hochwertige Großveranstaltung für den Sommer zu versprechen. Allein die Proben mit unseren Künstlern aus aller Welt, die in Kürze starten sollten, sind nicht durchführbar“, hieß es dort unter anderem wörtlich. Die Verantwortung gegenüber der Gesundheit der Künstler und vielen tausend Gäste lasse keine andere Wahl. In den nächsten Wochen wird sich der Veranstalter mit allen Ticket- und Gutscheininhabern in Verbindung setzen, um eine leichte und unkomplizierte Abwicklung zu gewährleisten.

Update, 9.52 Uhr - 100 Personen feiern illegale Corona-Party am Spitzingsee

Am Sonntagnachmittag, 21. März, gingen um kurz nach 15 Uhr mehrere Notrufe bei der Einsatzzentrale der Polizei ein, wonach es an einem der Ausflugs-Hotspots der Region, dem Spitzingsee (Landkreis Miesbach), zu einer großen Menschenansammlung von mehr als 100 Personen gekommen sein soll. Die Polizei fuhr daraufhin mit mehreren Streifen zum „Tatort“ und stellte dort tatsächlich rund 100 Personen fest, die sich um einen Verkaufsstand herum versammelt hatten und dabei weder Masken trugen noch Abstände einhielten.

Als die „Gäste“ die Polizei erblickten, entfernten sich diese sofort in alle Himmelsrichtungen. Insgesamt konnten die Beamten dann noch rund 35 Personen dingfest machen und deren Personalien feststellen. Die Personen waren augenscheinlich alkoholisiert und die Stimmung war ziemlich aufgeheizt. Den Anweisungen der Beamten wurde nur sehr zögerlich Folge geleistet. Es gab entsprechende Platzverweise und Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Eine männliche Person verweigerte nach Polizeiangaben zunächst sogar die Herausgabe seiner Personalien und musste deswegen kurzfristig zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam genommen werden.

Update, 9.01 Uhr - Quarantäne-Brecher landen in Innsbruck im Gefängnis

Schwerwiegende Folgen hatte ein abendlicher „Ausflug“ für zwei Österreicher (35 und 31 Jahre alt), die sich wegen ihrer Corona-Infektion auf behördliche Anordnung eigentlich in einer Quarantäne-Unterkunft in Innsbruck hätten aufhalten sollen. Als die Polizei dort am Sonntagabend, 21. März, gegen 20.25 Uhr auftauchte, waren die beiden Männer jedoch nicht anwesend. Wie sich herausstellte, verstieß das Duo damit bereits zum zweiten Mal gegen ihre Quarantäne-Auflagen.

Nach kurzer Fahndung konnten die beiden „Ausflügler“ von der Polizei schließlich um kurz nach 22 Uhr wieder an der Unterkunft angetroffen werden. Die beiden Männer wurden festgenommen und wurden auf Anordnung des zuständigen Staatsanwaltes in die Justizvollzugsanstalt Innsbruck eingeliefert.

Update, 8.16 Uhr - Landkreis Altötting liegt wieder über 100er-Marke

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 22. März).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag größtenteils nach unten entwickelt. Laut neuesten RKI-Daten (Stand: 22. März, 0 Uhr) meldeten sowohl Stadt (von 169,9 auf 147,9) als auch Landkreis Rosenheim (von 111,0 auf 109,8) sinkende Zahlen. Fallende Werte wurden auch aus den Kreisen Traunstein (von 154,5 auf 141,6) und Berchtesgadener Land (von 147,3 auf 133,1) gemeldet.

Im Landkreis Mühldorf stieg der Wert von 103,6 auf 104,4 nur minimal. Eine deutliche Steigerung gab es jedoch im Landkreis Altötting, wo die Zahl von 94,2 auf 106,7 stieg und damit auch wieder über die kritische 100er-Marke kletterte. Weitere Todesfälle aus der Region wurden hingegen nicht gemeldet.

Update, 6.56 Uhr - Entwurf für Corona-Gipfel: Lockdown bis 18. April - Appell gegen Osterreisen

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen setzt ein Beschlussentwurf aus dem Kanzleramt für die Bund-Länder-Runde an diesem Montag auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April. Zudem müsse die Anfang März beschlossene Notbremsregelung „konsequent umgesetzt werden“. Das Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend aus mehreren Quellen vorlag, hatte den Stand 21. März, 17.30 Uhr.

Der Entwurf enthält zudem eine Passage, die wegen des exponentiellen Wachstums weitere Verschärfungen („zusätzliche Maßnahmen“) für Landkreise mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche vorsieht. Der komplette Passus steht aber in eckigen Klammern, was bedeutet, dass darüber verhandelt werden muss, weil er besonders strittig ist. Unter anderem ist die Rede von einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung bis 5 Uhr, „sofern dem nicht gewichtige Gründe entgegenstehen“. Die Anfangsuhrzeit ist hier offen gelassen. Zudem wird ins Gespräch gebracht, Schulen und Kitas zu schließen beziehungsweise gar nicht zu öffnen, sofern Erzieher, Lehrer und Schüler oder betreute Kinder nicht zweimal pro Woche getestet werden könnten. Ab einer Inzidenz von 200 könnte es demnach eine Schließung von Schulen und Kitas geben.

Angesichts der bevorstehenden Ostertage heißt es in dem Entwurf: „Bund und Länder appellieren weiterhin eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten“. Und weiter: „Das Auftreten von verschiedenen Covid-19-Varianten und deren weltweite Verbreitung haben gezeigt, dass der grenzüberschreitende Reiseverkehr auch weiterhin auf das absolut erforderliche Mindestmaß begrenzt werden muss.“ Dieser Passus könnte sich auf die derzeit besonders umstrittenen Reisen von Deutschen nach Mallorca beziehen.

Den Entwurf im Detail lest ihr auf rosenheim24.de.

RKI registriert 7709 Corona-Neuinfektionen und 50 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7709 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 50 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6604 Neuinfektionen und 47 neue Todesfälle verzeichnet.

Der Inzidenzwert ist demnach weiter gestiegen: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 107,3 - und damit etwas höher als am Vortag (103,9).

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.667.225 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.423.400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 74.714.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,22 (Vortag ebenfalls 1,22). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 122 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/mw/aic/dpa

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