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News-Ticker zur Corona-Pandemie

„Starke dritte Welle“: Neue Corona-Verschärfungen bahnen sich an - Impfstart bei Hausärzten nach Ostern

Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt in der Pressekonferenz im Kanzleramt die Ergebnisse der Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vor. Die Hausärzte in Deutschland sollen demnach unmittelbar nach Ostern routinemäßig in die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus einsteigen.
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  • Benjamin Schneider
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  • Martina Hunger
    Martina Hunger

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 19. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 207,7, Landkreis Rosenheim 106,8, Landkreis Traunstein 135,9, Landkreis Berchtesgadener Land 151,0, Landkreis Mühldorf 97,5, Landkreis Altötting 88,8 (Quelle/Stand: RKI, 19. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3139, Landkreis Rosenheim 11.311, Traunstein 7991, Berchtesgadener Land 4701, Mühldorf 4943, Altötting 4279 (Quelle/Stand: RKI, 19. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 425, Traunstein 194, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 128, Altötting 186 (Quelle/Stand: RKI, 19. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 74.358 Todesfälle in Deutschland (12.937 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.47 Uhr - Neue Corona-Verschärfungen bahnen sich an

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen müssen sich die Menschen in Deutschland auf eine erneute Verschärfung des Lockdowns und die Rücknahme von Erleichterungen einstellen.

Kanzlerin Angela Merkel wies am Freitag auf die von Bund und Ländern vereinbarte „Notbremse“ ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 hin. „Und wir werden leider auch von dieser Notbremse Gebrauch machen müssen“, sagte sie nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zum weiteren Vorgehen beim Impfen. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir ohne diese Notbremse auskommen, aber das wird nicht möglich sein, wenn ich mir die Entwicklung der letzten Tage anschaue.“

Hamburg ging am Freitag bereits voran und kündigte an, schon an diesem Samstag Öffnungen rückgängig zu machen, die erst Anfang vergangener Woche ermöglicht worden waren. Merkel wies darauf hin, dass die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner deutschlandweit schon fast wieder bei 100 liegt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte: „Wir befinden uns in der dritten Welle der Pandemie, die Zahlen steigen, der Anteil der Mutationen ist groß.“ Die kritische Entwicklung sei allein durch Impfen nicht zu stoppen. „Alle Szenarien, die wir sehen, laufen im Moment darauf hinaus, dass sich die Intensivstationen wieder sehr stark füllen.“ Die steigenden Infektionszahlen könnten bedeuten, dass es vielleicht keine weiteren Öffnungsschritte geben könne, sondern „sogar Schritte rückwärts“ nötig würden.

Der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, Lars Schaade, sagte: „Das Infektionsgeschehen gewinnt an Dynamik.“ Eine Verschlimmerung der Lage um Ostern, vergleichbar mit der Zeit vor Weihnachten, sei gut möglich. Der Anstieg der Fallzahlen sei real und nicht mit inzwischen mehr Schnelltests zu erklären.

Bundesweit stieg die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100000 Einwohner in sieben Tagen nun auf 96, wie das RKI am Freitag bekanntgab - am Donnerstag hatte dieser Wert noch 90 betragen. Es gibt aber weiterhin starke regionale Unterschiede - von jetzt 56 im Saarland bis 187 in Thüringen.

Update, 20.19 Uhr - Impfstart bei Hausärzten nach Ostern - Merkel kündigt Notbremse an

Die Hausärzte in Deutschland sollen unmittelbar nach Ostern routinemäßig in die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus einsteigen.

Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel  und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Freitag bei einer Telefonkonferenz beschlossen. Vereinbart wurden zudem zusätzliche Impfdosen für vier Bundesländer mit Außengrenzen zu Frankreich und Tschechien sowie für das grenznahe Thüringen.

Merkel kündigte anschließend zudem an, dass es bei den Beratungen von Bund und Ländern am kommenden Montag darum gehen werde, die Lockerungen der vergangenen Tage wieder zurückzunehmen. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir ohne diese Notbremse auskommen“, sagte sie. Dies gehe aber wegen der steigenden Infektionszahlen nicht.

Wegen der zunächst noch geringen Mengen an verfügbarem Impfstoff wird das Impfen in den Hausarztpraxen auch nur langsam starten. In dem Beschlusspapier ist von etwa einem Impftermin pro Woche die Rede. Umgerechnet auf rund 50.000 Hausärzte in Deutschland geht es demnach um eine Größenordnung von 20 Impfdosen pro Praxis - insgesamt rund eine Million Impfdosen. In der letzten Aprilwoche sollen dann jedoch schon fast 3,2 Millionen Impfdosen an Hausarztpraxen gehen. Vorgesehen ist die Möglichkeit, dass Länder bis zum kommenden Montag erklären, sich daran nicht zu beteiligen.

„Wir wollen - und ab April können wir das auch - schneller und flexibler werden“, sagte Merkel nach den Beratungen. „Die Devise lautet: Impfen, impfen, impfen“. Impfzentren und Arztpraxen sollten miteinander kombiniert werden. Die Impfzentren sollten künftig verlässlich 2,25 Millionen Dosen pro Woche bekommen - die darüber hinaus gehende Menge werde dann an die Arztpraxen gehen. Dort solle es bei der geltenden Priorisierung mit der Konzentration auf Risikopatienten bleiben. „Sie kann aber flexibel angewendet werden.“

Vereinbart wurde ferner, dass fünf Bundesländer zum Schutz vor dem Eintrag mutierter Coronaviren durch Pendler aus Nachbarstaaten zusätzliche Impfdosen bekommen sollen. Dies betrifft das Saarland und Rheinland-Pfalz mit ihrer Grenze zu Frankreich sowie Bayern, Sachsen und Thüringen wegen der hohen Infektionszahlen in Tschechien. Dem Beschluss zufolge soll Bayern 100.000 zusätzliche Impfdosen bekommen, Sachsen 100.000, das Saarland 80.000, Thüringen 30.000 und Rheinland-Pfalz 20.000 Dosen.

Zusammen sind das 330.000 Dosen. Dieser Impfstoff soll aus der Zusatzlieferung von 580.000 Dosen des Herstellers Biontech/Pfizer kommen, die dieser Hersteller zugesagt hat. Die restlichen 250.000 Zusatzdosen sind in der Woche nach Ostern für die Hausarztpraxen eingeplant.

Update, 19.28 Uhr - Impfgipfel vom 19. März - Die Beschlüsse im Überblick

Alle Ergebnisse und Beschlüsse des Impfgipfels von Bund und Ländern hat rosenheim24.de in einem Extra-Artikel zusammengefasst.

Update, 18.47 Uhr - Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern: Merkel stellt Ergebnisse vor

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich getroffen, um darüber zu beraten, wie es weitergeht mit der Impfkampagne in Deutschland. Die Bundesregierung wurde in den letzten Wochen immer stärker kritisiert, da das Impfen in Deutschland nur schleppend vorangeht.

Welche Maßnahmen wurden beschlossen, um die der Impfkampagne den dringend benötigten Schwung zu verleihen? Angela Merkel präsentiert die Ergebnisse des Impfgipfels nun in einer Pressekonferenz.

Update, 18.24 Uhr - 37 neue Covid-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 18. März 37 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.701 (Stand RKI: 19.03.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 151,0 (Stand RKI: 19.03.2021, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.701 Covid-19-Fällen sind mittlerweile 4.390 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 215 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis, davon 35 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 160 neue Covid-19-Fälle.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen Mann im Alter von 86 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 97.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 18 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 17.48 Uhr - 26 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 585 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 135,9.

Seit der letzten Pressemitteilung am 18. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 26 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 8016 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7237 Personen (11 Personen mehr seit der Meldung vom 18. März).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein unverändert insgesamt 194 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 21 Covid-19-Patienten behandelt, davon 13 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 14.661 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 7.047 Personen die Zweitimpfung erhalten.

In der Kalenderwoche 11 hat der Landkreis Traunstein rund 3.300 Impfdosen erhalten.

Der Impfstoff von AstraZeneca wurde gestern vom Bundesgesundheitsministerium wieder zugelassen. Im Landkreis Traunstein finden die nächsten Impfungen mit AstraZeneca wieder ab Dienstag, 23. März 2021 statt. Aktuell befinden sich in den Beständen des Impfzentrums 1.800 Astrazeneca-Impfdosen.

Update, 16.54 Uhr - Test-Fiasko an Gymnasium - 28 von 29 positiven Ergebnissen falsch

Am Leibniz-Gymnasium in Altdorf (Landkreis Nürnberger Land) fand am Samstag (13. März 2021) eine Corona-Reihentestung statt. Insgesamt 180 Schnelltests wurden laut inFranken.de durchgeführt, 29 davon ergaben ein positives Ergebnis.

Laut dem Landratsamt Nürnberger Land erwiesen sich nach der Überprüfung durch PCR-Tests 28 der Ergebnisse als falsch. Tatsächlich befand sich unter den 29 Schülern nur ein positiver Fall

Das Landratsamt kann sich diese Häufung falscher Testergebnisse nicht erklären. „Was der Auslöser war, lässt sich nicht sagen“, erklärt Iris Bitzigeio, Sprecherin des Landratsamts gegenüber inFranken.de.

Update, 15.56 Uhr - Neue Verschärfungen wegen „starker dritten Welle“ deuten sich an

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen deuten sich wieder schärfere Alltagsbeschränkungen an. Viele Städte und Kreise mussten in dieser Woche schon die von Bund und Ländern vereinbarte „Notbremse“ ziehen und machten Öffnungen rückgängig, die erst vor Kurzem ermöglicht worden waren. Kurz vor den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten an diesem Montag kündigte einige Länder - wie zum Beispiel Baden-Württemberg - schon Verschärfungen an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Wir befinden uns in der dritten Welle der Pandemie, die Zahlen steigen, der Anteil der Mutationen ist groß.“ Die kritische Entwicklung sei allein durch Impfen nicht zu stoppen.

„Alle Szenarien, die wir sehen, laufen im Moment darauf hinaus, dass sich die Intensivstationen wieder sehr stark füllen“, sagte Spahn. Die steigenden Infektionszahlen könnten bedeuten, dass es vielleicht keine weiteren Öffnungsschritte geben könne, sondern „sogar Schritte rückwärts“ nötig würden. Der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, sagte: „Das Infektionsgeschehen gewinnt an Dynamik.“ Eine Verschlimmerung der Lage um Ostern, vergleichbar mit der Zeit vor Weihnachten, sei gut möglich. Der Anstieg der Fallzahlen sei real und nicht mit inzwischen mehr Schnelltests zu erklären.

Bundesweit stieg die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen nun auf 96, wie das RKI am Freitag bekannt gab - am Donnerstag hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz bei 90 gelegen. Es gibt aber weiterhin starke regionale Unterschiede - von jetzt 56 im Saarland bis 187 in Thüringen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach vom Beginn einer „fulminanten dritten Welle“ und forderte: „Man kann es drehen und wenden wie man will, wir müssen zurück in den Lockdown.“ Je früher man reagiere, desto kürzer müsse er sein, um wieder auf eine beherrschbare Fallzahl zu kommen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte vor den erneuten Bund-Länder-Beratungen: „Damit muss man rechnen, dass Dinge zurückgenommen und verschärft werden.“ Angesichts vieler Ansteckungen in Kitas und Schulen könne es zudem sein, „dass wir da auch was ändern müssen“.

Update, 15.21 Uhr - Lauterbach, der bessere Spahn?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach haben ihre Übereinstimmungen in der Einschätzung zur Corona-Pandemie betont. In sozialen Medien stehen beide seit Tagen im Fokus zahlreicher Beiträge - so wird dort immer wieder gefordert, dass der in die Kritik geratene CDU-Politiker sein Amt nicht länger ausüben und dass Lauterbach an seiner Stelle als Minister für den Kampf gegen Corona zuständig werden solle. „Wer weiß, vielleicht wird er ja nochmal Gesundheitsminister“, sagte Spahn am Freitag auf eine entsprechende Frage in Berlin.

Beide betonten, dass angesichts der dramatischen Pandemielage der Kampf gegen Corona bei ihnen im Fokus stehe und nicht Parteipolitik und persönliche Befindlichkeiten. Spahn und Lauterbach kennen sich schon „ewig“, wie Lauterbach sagte. Spahn erinnerte etwa an gemeinsame Koalitionsverhandlungen 2013.

Spahn wies auf die steigenden Infektionszahlen hin. Wenn bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Montag zwischen gesellschaftlichen Aspekten und Gesundheitsschutz abgewogen werde, gelte für ihn: „Ich werde im Zweifel immer aus Überzeugung die Position des Gesundheitsschutzes nehmen.“ Lauterbach wirbt bereits seit Tagen für eine Verschärfung der Regeln, damit die aktuelle dritte Corona-Welle nicht größer wird als ohnehin zu erwarten. Der ausgebildete Arzt Lauterbach gibt regelmäßige Einschätzungen zur Pandemie in Talkshows, auf Twitter und in Interviews.

Update, 14.08 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 22 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 18. März 22 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 19. März 2021, 0 Uhr). 
Im Landkreis Mühldorf liegen damit insgesamt 4936 bestätigte Fälle vor. Bislang wurden insgesamt 221 Fälle der britischen Virus-Mutation im Screening-Test sowie ein Fall der südafrikanischen Virus-Mutation nachgewiesen, darüber hinaus gibt es drei Verdachtsfälle auf die südafrikanische Variante.

4586 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 221 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 129. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 19. März 2021, 3.33 Uhr) bei 97,5.
Mit Stand 19.03.2021 sind insgesamt 11.997 Personen mindestens einmal geimpft, davon 3501 in den Alten- und Pflegeheimen und 8496 im Impfzentrum. 5591 Personen haben bereits die zweite und damit abschließende Impfung erhalten.

Update, 13.32 Uhr - Tschechien bekommt Antikörper-Cocktail gegen Corona

Die Ärzte im stark von der Pandemie betroffenen Tschechien erhalten eine neues Medikament gegen das Coronavirus. Die erste Lieferung des Antikörper-Cocktails von Regeneron werde in den nächsten Tagen erwartet, sagte Ministerpräsident Andrej Babis nach Angaben der Agentur CTK am Freitag. Das Gesundheitsministerium in Prag hat bereits eine Notfallzulassung für das Medikament erteilt, mit dem auch der frühere US-Präsident Donald Trump behandelt worden war. Bereits seit Februar wird in Tschechien ein anderes Antikörper-Präparat, Bamlanivimab, eingesetzt.

Tschechien kämpft mit einer dramatischen dritten Welle. Die Menschen dürfen ihren Bezirk nur in Ausnahmefällen verlassen. Die Minderheitsregierung hat diese Reisebeschränkungen bis zum 28. März verlängert. An diesem Tag läuft der seit Oktober geltende Notstand aus. Über eine erwartete Verlängerung des Lockdowns über Ostern und darüber hinaus will das Kabinett offiziell erst am Montag entscheiden - und auch das Parlament müsste dem noch zustimmen.

Die Behörden meldeten am Freitag 10 576 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es 24 331 Todesfälle. Binnen 7 Tagen steckten sich mehr als 680 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus Sars-CoV-2 an. In Deutschland lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 95,6.

Update, 12.58 Uhr - Schulen im Kreis Traunstein ab Montag im Distanzunterricht

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein liegt laut Robert Koch-Institut heute bei 135,9. Damit gilt nach den Vorgaben der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für Schulen sowie für Tagesbetreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige für die kommende Kalenderwoche 12 (Montag, 22. März – Sonntag, 28. März 2021) Folgendes:

  • 1. In den Abschlussklassen findet Präsenzunterricht, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, oder Wechselunterricht statt.
  • 2. An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Distanzunterricht statt.
  • 3.     Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen.

Weitere Informationen dazu lest Ihr auf chiemgau24.de.

Update, 12.23 Uhr - Astrazeneca-Impfung im Landkreis Berchtesgadener Land wird fortgesetzt

Entsprechend der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am 18.03.2021 beschlossen, dass Impfungen mit Astrazeneca fortgesetzt und die Impflinge ausdrücklich über mögliche Risiken aufgeklärt werden. Somit können in Kürze auch im Landkreis Berchtesgadener Land die eingelagerten 710 Impfstoffdosen des Vakzins von Astrazeneca verimpft werden. Das Impfzentrum plant aktuell, die Impfungen mit Astrazeneca zum 22.03.2021 wieder aufzunehmen. In der KW12 stehen dem Landkreis nach aktuellem Stand 1470 Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer zur Verfügung, hinzu kommen 300 von Moderna und die 710 eingelagerten Dosen des Vakzins von Astrazeneca. Somit stehen insgesamt 2480 Impfstoffdosen zur Verfügung.

Auch Landrat Bernhard Kern ist erfreut über die Zulassung des Impfstoffs: „Ausreichende Mengen an Impfstoff sind der entscheidende Schlüssel für die Bekämpfung der Pandemie. Ich bin froh, dass die EMA schnell Klarheit über die Zuverlässigkeit des Impfstoffs geschaffen hat. Ich bin von dem Impfstoff überzeugt und würde mich jederzeit mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen lassen. Jetzt hoffen wir darauf, dass ab April tatsächlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht und auch die Grenzlandkreise mit Sonderzuweisungen unterstützt werden.”

Update, 11.38 Uhr - Trotz zweifacher Biontech-Impfung: 20 Heimbewohner mit Corona infiziert

In einem Altenheim im oberfränkischen Hof sind 30 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. 20 von ihnen hatten zuvor bereits eine zweifache Covid-19-Schutzimpfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten. Beim „überwiegenden Teil” der 20 Infizierten ist laut Heimleiterin Simone Rödel die britische Corona-Variante nachgewiesen worden. Nach gegenwärtigem Stand seien die Betroffenen zwar positiv getestet - „sie haben aber keine Symptome - oder nur ganz leichte”, betont Rödel gegenüber infranken.de.

Erst vor Kurzem wies eine Analyse britischer Daten indes auf weniger Ansteckungen nach einer erfolgten Biontech-Impfung hin. Demnach soll der Impfstoff nicht nur Erkrankungen, sondern bereits die Ansteckung mit dem Erreger verhindern. So sinke das Risiko für eine Infektion nach der ersten der beiden vorgesehenen Dosen um rund 70 Prozent, nach der zweiten sogar um etwa 85 Prozent (im Vergleich mit dem Risiko ungeimpfter Menschen). Die Hofer Senioren wurden dagegen positiv auf Corona getestet, obwohl sie schon zweimal geimpft worden waren.

Update, 11.23 Uhr - Schulen im Kreis Altötting ab Montag im Präsenz- oder Wechselunterricht

Die 7-Tage-Inzidenz liegt am heutigen Freitag bei einem Wert von 88,8 und somit unter der entscheidenden Marke von 100. Daher gilt für alle Schulen, dass in der nächsten Woche Präsenz- oder Wechselunterricht stattfindet.

Alle aktuellen Infos dazu findet Ihr bei innsalzach24.de.

Update, 11.07 Uhr - Landkreis Altötting meldet 17 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 17 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4285 Personen (Stand: 18. März, 16 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 233 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burgkirchen (40), Altötting (31) und Burghausen (28). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 88,8.

Spahn-PK im Livestream:

Update, 10.26 Uhr - Lauterbach fordert: „Müssen zurück in den Lockdown“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach begrüßt zunächst die Entscheidung der EMA, den Astrazeneca-Impfstoff wieder zu verwenden. „Astrazeneca ist ein Impfstoff, den ich jederzeit nehmen würde“, betont Lauterbach.

Der R-Wert der Mutante liege in Deutschland bei etwa 1,3, erklärt Lauterbach. Das würde eine Verdopplung in zehn bis 14 Tagen bedeuten - so hätte man Mitte April eine Inzidenz von etwa 200. „Das würde auch bedeuten, dass die Intensivstationen in kürzester Zeit überlastet sind.“ Da die Patienten auf den Intensivstationen nun etwas jünger seien, würden sie allerdings länger dort bleiben müssen, „weil sie nicht schnell sterben“, erklärt Lauterbach etwas salopp. Der Gesundheitspolitiker fordert deshalb: „Wir müssen zurück in den Lockdown.“

„Wir brauchen so viele Erstimpfungen wie möglich“, erklärt Lauterbach. Zuerst müssten nun die geimpft werden, die das höchste Sterberisiko hätten. Deshalb sehe er auch Vorschläge, die Impfreihenfolge zu ändern, kritisch. Und auch der SPD-Gesundheitsexperte rät - wie RKI-Vize Schaade - von Reisen zu Ostern „dringend“ ab. Diejenigen, die ins Ausland reisen, sollten bei der Rückkehr getestet werden, fordert Lauterbach.

Update, 10.16 Uhr - RKI-Vize: „Bitte verzichten sie zu Ostern auf Reisen ins Ausland“

„Wir müssen damit rechnen, dass in einigen Wochen wieder mehr Menschen in Verbindung mit Covid-19 sterben“, prophezeit Schaade. Das sei die Folge der steigenden Fallzahlen. Diese seien nicht nur dadurch begründbar, dass mehr getestet werde. „Wir gehen davon aus, dass der Anstieg auf die Variante B.1.1.7 zurückgeht.“ Mittlerweile werde bei etwa drei Viertel der Fälle die Variante nachgewiesen.

Bis Ostern seien Zustände wie an Weihnachten möglich, fürchtet Schaade, dann richtet er einen dringenden Oster-Appell an die Bevölkerung: „Bitte verbringen Sie Ostern mit möglichst wenig Personen, und bitte verzichten Sie auf Reisen ins Ausland.“ Auch bei der Arbeit und in der Schule sei es weiterhin unbedingt nötig, die AHA+L-Regeln strikt einzuhalten.

Update, 10.08 Uhr - Spahn: Noch nicht genügend Impfstoff, um dritte Welle zu brechen

„Diese Woche hat uns wieder einmal vor Augen geführt, wie unberechenbar diese Pandemie ist“, beginnt er. „Es gibt nicht die eine, die schnelle Lösung“, erklärt Spahn, „um die Pandemie zu beenden.“ Die Impfungen mit Astrazeneca gingen heute weiter, erklärt Spahn. „Gute drei Tage haben wir jetzt ausgesetzt, aber diese Tage auch genutzt, um mehr Informationen zu bekommen.“ Es gebe aktuell rund sieben Millionen Erstgeimpfte, so Spahn. Das sei rund jeder zehnte Erwachsene.

„Wir befinden uns in der dritten Welle. Es liegen noch wichtige Wochen vor uns“, führt Spahn weiter aus. Impfungen seien wichtig, betont der Minister, aber: „Selbst, wenn die EU jetzt regelmäßig liefert, wird es noch einige Wochen dauern, bis die Risikogruppen geimpft sind.“ Erst dann seien Lockerungen möglich. Es gebe derzeit noch nicht genügend Impfstoff, um die dritte Welle zu brechen.

Update, 9.06 Uhr - In Bayern ab Freitag wieder Impfungen mit Astrazeneca möglich

Nach der Freigabe durch den Bund können in Bayern am Freitag die Corona-Schutzimpfungen mit Astrazeneca fortgesetzt werden. Noch am Donnerstagabend sollten die Impfzentren schriftlich darüber informiert werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München.

Er betonte, dass die Impfzentren individuell regeln müssten, wie sie mit den bestehenden Terminen und auch möglichen Nachholterminen verfahren würden. Aus der Sicht Holetscheks sollten aber diejenigen, deren Termine wegen der zwischenzeitlichen Aussetzung von Astrazeneca ausgefallen sind, bei neuen Planungen bevorzugt behandelt werden.

Zudem müsse nun abgewartet werden, wie jetzt die Nachfrage nach dem Mittel von Astrazeneca sei. Es bleibe ein hoch wirksamer Impfstoff, der vor schweren Verläufen und sogar vor dem Tod schützen kann, sagte Holetschek. Dies sei nun wiederholt festgestellt worden.

Update, 8.17 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 19. März).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen sind die Inzidenzen im Kreis Altötting (von 87,0 auf 88,8), dem Kreis Berchtesgadener Land (von 128,4, auf 151,0), dem Kreis Mühldorf (von 91,5 auf 97,5) und dem Kreis Rosenheim (von 99,5 auf 106,8). Damit ist der Landkreis den ersten Tag über der Marke von 100. Sollte dies auch über das Wochenende der Fall sein, wird das Landratsamt am Montag die “Notbremse” ziehen.

Gesunken sind die Inzidenzen im Kreis Traunstein (von 148,9 auf 135,9) und der Stadt Rosenheim (von 209,3 auf 207,7). In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.03 Uhr - Bayern fordert von Impfgipfel schnelle Einbindung von Hausärzten

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern fordert Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) eine schnelle bundesweite Regelung für Corona-Impfungen durch Hausärzte. „Die Einbindung der Ärzteschaft in die Regelversorgung wäre ein starkes Signal“, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Deutschen Presse-Agenur in München. Er hoffe sehr, dass sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten an diesem Punkt bei ihrer Telefonkonferenz am Freitag einigen könnten.

Der Impfgipfel sollte eigentlich schon am Mittwoch stattfinden, war dann aber wegen der Aussetzung des Präparats von Astrazeneca auf Freitag verschoben worden. Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) am Donnerstag bekräftigt hatte, dass der Impfstoff von Astrazeneca sicher sei, soll er bereits ab diesem Freitag in Deutschland wieder zum Einsatz kommen - aber mit einem neuen Warnhinweis für Frauen unter 55 Jahren.

In den kommenden Wochen bleibe die Knappheit an Impfstoffen aber weiterhin ein Problem, sagte Holetschek. Er hoffe sehr, dass es hier bald größere Mengen und mehr Verlässlichkeit gebe. „Wir müssen jetzt schauen, dass der Impfstoff auch da ist.“ Letztlich ist die Einbindung der Hausärzte in das Impfkonzept - in Bayern soll dies ab dem 1. April erfolgen - nur flächendeckend möglich, wenn auch genug Impfstoff vorhanden ist, damit dieser sowohl an die Impfzentren als auch an Praxen weitergegeben werden kann.

Zahl der Corona-Neuinfektionen und Inzidenz steigen erneut stark an

Erneut ist die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner stark angestiegen: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen bundesweit bei 95,6. Am Donnerstag hatte sie noch bei 90, am Mittwoch bei 86,2 gelegen. In Bayern lag die sieben-Tage-Inzidenz zuletzt stets etwas über der des Bundes. Aktuell seht der Freistatt bei 100,8. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland binnen eines Tages 17.482 Corona-Neuinfektionen - das sind etwa 5000 mehr als vor genau einer Woche. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 226 weitere Todesfälle registriert. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 12.834 Neuinfektionen und 252 neue Todesfälle verzeichnet.

Vor vier Wochen, am 19. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 56,8 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.629.750 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.401.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 74.358.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,12 (Vortag 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 112 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/dpa

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