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Viele Straßen überflutet

Verheerende Unwetter-Bilanz: Mehrere Bäume stürzen auf Häuser - Betrunkener (35) beschimpft seine Retter

Bild von Einsatz
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Bei einem Rettungs-Einsatz im Chiemsee wurden Beamte beschimpft - in Bad Aibling stürzte ein Baum auf ein Gebäude.
  • Daniel Pichler
    VonDaniel Pichler
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Heftige Gewitter und Orkanböen lösten am Samstagabend zahlreiche Feuerwehreinsätze in der Region aus.

Service:

Update, 12.46 Uhr - Unwetter-Einsatz auf Chiemsee: Betrunkener (35) beschimpft seine Retter

Die Polizeiinspektion Prien gibt weitere Details zu dem Vorfall im Bereich der Krautinsel bekannt, wo sechs alkoholisierte Besatzungsmitglieder vor dem aufziehenden Sturm in Sicherheit gebracht werden mussten (siehe Meldung „Großeinsatz auf Chiemsee - Betrunkene Besatzungsmitglieder halten Einsatzkräfte auf Trab“).

Demnach wurde bei den beiden Sportbootfahrern die Fahrt im Vorhinein verhindert, da diese zum Zeitpunkt der Kontrolle noch vor Anker lagen. Einer der beiden Bootsführer hatte einen Atemalkoholwert von weit mehr als einer Promille.

Da dieser Bootsfahrer, welcher aus dem Landkreis Traunstein stammt, zudem noch absolut uneinsichtig bezüglich seiner Rettung war und die eingesetzten Beamten beleidigte, wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Landratsamt Traunstein wird ebenfalls darüber informiert. Ob der 35-Jährige von Seiten des Landratsamtes mit weiteren Konsequenzen rechnen muss, liegt in den Händen der zuständigen Behörden. 

Update, 12.42 Uhr - Bahnhofstraße unter Wasser - Einsatzkräfte der Feuerwehr Markt Tüßling gefordert

Die Bahnhofstraße machte am Samstagabend der Feuerwehr Markt Tüßling zu schaffen. Die Ursache dürfte in einem Sickerschacht gelegen haben, der den Wassermassen nicht mehr gewachsen war. Der Schacht wurde von der Feuerwehr abgepumpt. Darüberhinaus beschäftigten mehrere abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume Tüßlings Einsatzkräfte.

Update, 12.38 Uhr - Unwetter hielt Feuerwehr Freilassing auf Trab

Auch die Feuerwehr Freilassing hatte mehrere Einsätze wegen abgebrochener Äste und umgestürzter Bäume zu verzeichnen. Unter anderem fiel ein größerer Ast auf die B20.

Update, 12.33 Uhr - Umgestürzte Ampel und überflutete Straßen: Feuerwehr Neuötting im Dauereinsatz

Die Feuerwehr Neuötting wurde während der Unwetterlage zu mehreren Einsätzen alarmiert. Es wurden im Stadtgebiet eine umgestürzte Ampel, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume beseitigt.

Update, 12.31 Uhr - Baum stürzt auf Haus in Bad Aibling

Ausläufer des Unwetters zogen auch über Bad Aibling. Wie die Freiwillige Feuerwehr Bad Aibling berichtet, entwurzelte der Sturm einen Baum im Garten eines Anwesens. Der Baum stürzte in Folge auf eine Garage. Die Feuerwehr Stadt Bad Aibling schnitt den Baum so weit zurück, bis keine Gefahr mehr bestand. Den Rest übernimmt am Montag eine Gartenbaufirma. Abschließend musste mit der Drehleiter noch das Dach des Wohnhauses auf Schäden kontrolliert werden.

Update, 10.56 Uhr - Über 700 Unwetter-Einsätze in Oberösterreich

Wie die „Oberösterreichischen Nachrichten“ berichten, mussten die Einsatzkräfte in den an Bayern angrenzenden Gebieten hunderte Male ausrücken. Besonders schwer vom Unwetter betroffen waren die Bezirke Braunau, Ried, Vöcklabruck, Schärding und Grieskirchen.

170 Feuerwehren mit rund 2500 Einsatzkräften hätten zu über 700 Einsätzen ausrücken müssen. Abgedeckte Häuser, umgestürzte Bäume, gekappte Stromleitungen und verlegte Wege forderten die Floriansjünger. Zudem musste die Wasserrettung eine schwangere Frau auf einem Boot aus dem Attersee retten.

Update, 10.51 Uhr - Sturm reißt Plane von Dach

Die heftigen Sturmböen haben auch im Kreis Mühldorf ihre Spuren hinterlassen. Bäume wurden entwurzelt, in Waldkraiburg wurde eine Plane, welche für die Dauer von Dachdecker-Arbeiten auf einem Gebäude angebracht worden ist, teilweise weggerissen. Bilder vom Einsatzort zeigen, wie die Feuerwehr Waldkraiburg das Gebäude mit einer neuen Plane sichert, um Wasserschäden zu vermeiden.

Anm. Red.: In einer ursprünglichen Fassung des Updates hieß es fälschlicherweise, dass das Dach von Sturmböen abgedeckt worden sei. Diese Information war nicht zutreffend, wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Die Floriansjünger sichern das Gebäude mit einer Plane.

Erstmeldung: Region erneut von heftigen Unwettern getroffen

Umgeknickte Bäume, verlegte Straßen, vollgelaufene Keller: Erneut wüteten am Samstagabend heftige Unwetter in der Region. Vor allem die starken Sturm- und Orkanböen sollten den Einsatzkräften, die wieder im Dauereinsatz standen, zu schaffen machen.

Unwetter-Liveticker vom Samstag (7. August)

Hier nachlesen: Downburst, Zug- und Stromausfall, abgesagtes Rea Garvey - Konzert: Gewitter wütete in der Region

Großeinsatz auf Chiemsee - Betrunkene Besatzungsmitglieder halten Einsatzkräfte auf Trab

So kam es etwa auf dem Chiemsee zu einem Großeinsatz für die Wasserrettungsdienste: Als am Samstag gegen 17 Uhr eine Starkwindwarnung ausgelöst wurde befanden sich noch zahlreiche Wassersportler auf dem See. Gegen 17.50 Uhr wurde die Warnung vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zu einer Sturmwarnung hochgestuft. Bereits 20 Minuten später setzten die ersten heftigen Windböen am See ein. Sofort wurden alle verfügbaren Einsatzboote auf den See beordert, wie die Polizeiinspektion Prien berichtet. Von der DLRG und der Wasserwacht wurden die Besatzungen von 12 Sportbooten an Land gebracht.

Als problematisch sollte sich ein Einsatz im Bereich der Krautinsel herausstellen, wo sechs alkoholisierte Besatzungsmitglieder, welche auf zwei Sportbooten unterwegs waren, vor dem aufziehenden Sturm in Sicherheit gebracht werden mussten. Die Wasserschutzpolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auf dem Wasser die gleichen Alkoholgrenzwerte wie im Straßenverkehr gelten. Da jedes Wasserfahrzeug unter der Führung eines geeigneten Schiffsführers stehen muss gelten diese Alkoholgrenzwerte auch für kleine Wasserfahrzeuge wie beispielsweise Ruderboote. Alle Einsätze verliefen ohne Personen- und größere Sachschäden.

Unwetter haben Kreis Traunstein im Griff

Insgesamt schwer getroffen vom Unwetter wurde auch der Landkreis Traunstein: Der Reigen begann um 18.30 Uhr mit Starkregen, Hagel und heftigen Windböen. Stark betroffen war diesmal der Bereich Sankt Georgen bis nach Traunreut. Hier stürzten Bäume auf Gebäude, blockierten Straßen und am Friedhof in Sankt Georgen wurde ein parkendes Auto von einem umstürzenden Baum getroffen. Auch die Nettunoallee in Traunreut war teilweise nicht mehr passierbar. Das ganze Ausmaß der Schäden ist derzeit noch nicht bekannt.

So heftig wütete das Unwetter in Traunreut

Bild Unwetter Traunreut
Bild Unwetter Traunreut
Bild Unwetter Traunreut
Bild Unwetter Traunreut
So heftig wütete das Unwetter in Traunreut

Zahlreiche Einsätze in Burghausen

Im Stadtgebiet von Burghausen hat das Unwetter zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Bis Mitternacht musste die Freiwillige Feuerwehr Burghausen zu 18 Einsätzen ausrücken, wie die Feuerwehr Burghausen in einer Pressemitteilung berichtet. Über die Fahrbahn gestürzte Bäume blockierten Verkehrswege, wie die Haiminger und Unghauser Straße, sowie die Auffahrt zur Kümmernis. Im Stadtpark waren mehrere Bäume über die Fußwege gestürzt.

Vor allem umgestürzte Bäume machten den Einsatzkräften zu schaffen. Links im Bild ein entwurzelter Baum in St. Georgen, rechts ein Bild aus Burghausen, wo eine Eiche auf ein Wohnhaus krachte.

Eiche kracht auf Wohnhaus

Weitere Bäume in Schieflage machten es erforderlich, Teile des Stadtparks bis auf Weiteres weiträumig zu sperren, ehe diese beseitigt werden können. In der Friedrich-Ebert-Straße wurden durch das Unwetter mehrere Dachschindeln gelöst, welche von der Feuerwehr mittels Drehleiter gegen Absturz gesichert werden mussten. In der Franz-Alexander-Straße stürzte eine 20 Meter hohe Eiche auf ein Wohnhaus.

Burghausen: Feuerwehr nach Unwetter im Dauereinsatz

Feuerwehr Burghausen im Einsatz
Feuerwehr Burghausen im Einsatz
Feuerwehr Burghausen im Einsatz
Feuerwehr Burghausen im Einsatz
Burghausen: Feuerwehr nach Unwetter im Dauereinsatz

Auch in der Lindacher Straße kam ein durch das Unwetter zu Fall gebrachter Baum auf dem Dach eines Wohnhauses zum Liegen. Die Vielzahl an Einsatzstellen machte es erforderlich, dass zeitweise alle verfügbaren Kräfte und Fahrzeuge parallel im Stadtgebiet an der Schadensbeseitigung arbeiteten. Zahllose umgestürzte Verkehrszeichen, Bauzaunelemente und größere Äste wurden neben den 18 alarmierten Einsätzen wieder aufgestellt bzw. beseitigt. Nach etwa fünf Stunden waren alle bis dahin bekannten Einsatzstellen abgearbeitet.

Stand-Up-Paddler müssen aus Hofstätter See gerettet werden

Rettend eingreifen mussten die Einsatzkräfte auch am Hofstätter See: Gegen 18.15 Uhr wurden diese informiert, dass sich zwei gekenterte Stand-Up-Paddler im Wasser befänden. Die Wassersportler fielen durch den aufkommenden starken Wind von ihren Wasserfahrzeugen in den See und konnten sich nicht mehr auf ihrem Sportgerät halten.

Durch den Wellengang trieben sie immer weiter vom Ufer ab und waren so in der hilflosen Lage. Durch die alarmierte und eintreffende Feuerwehr wurde sofort ein Boot zur Rettung in den See gelassen und die zwei Paddler ans Ufer transportiert.

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, wollten die beiden Paddler, eine 64-jährige aus Rott sowie ihr 73-jähriger Begleiter aus Grassau, vom See aus ein Foto vom aufkommenden Unwetter und den Wolken machen. Anwesende Passanten bekamen dies noch mit, warnten die beiden entsprechend davor, sich trotz kommenden Unwetter auf den See zu begeben. Aber das Duo ignorierte den Gefahrenhinweis. Geprüft werden muss jetzt, ob die beiden für die Kosten des Rettungseinsatzes aufkommen müssen. Eine weitere medizinische Behandlung der Geretteten war nicht mehr erforderlich. 

dp

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