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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Inzidenz in Bayern nähert sich Allzeit-Rekord: Dritthöchster Wert in Deutschland

Corona-Test
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Ein medizinischer Mitarbeiter entnimmt einer Frau einen Abstrich für einen Corona-Test.
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  • Benjamin Schneider
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  • Markus Zwigl
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  • Martina Hunger
    Martina Hunger

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt noch immer für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (11. März) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 379 (Quelle/Stand: DIVI, 11. März, 6.05 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 341,2, Landkreis Rosenheim 400,0, Landkreis Traunstein 1663,2, Landkreis Berchtesgadener Land 2028,6, Landkreis Mühldorf 2389,2, Landkreis Altötting 2093,1 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 3.34 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 17.120, Landkreis Rosenheim 69.063, Traunstein 52.232, Berchtesgadener Land 32.148, Mühldorf 34.717, Altötting 29.137 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 3.34 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 120, Landkreis Rosenheim 692, Traunstein 329, Berchtesgadener Land 175, Mühldorf 280, Altötting 307 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 3.34 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete

Update, 21.47 Uhr - 382 neue Covid-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 382 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 17 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 32.148 (Stand RKI: 11.03.2022, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 2.028,6 (Stand RKI: 11.03.2022, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 3.355 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 2.157 neue Covid-19-Fälle.

Seit dem 10. März wurden dem Gesundheitsamt zwei weitere Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um zwei Männer im Alter von 79 und 89 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen erhöht sich somit auf 175.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 50 Covid-19-Patienten stationär behandelt, davon drei Personen intensivmedizinisch. 39 Patienten haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land.

Die KSOB behandeln an den Standorten im Landkreis Traunstein derzeit 52 Covid-19-Patienten. 11 Personen haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, davon wird eine Person intensivmedizinisch behandelt.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 102 Covid-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 95 Patienten auf der Normalstation und 7 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 17.51 Uhr - Inzidenz in Bayern nähert sich Allzeitrekord: Dritthöchster Wert in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist weiter gestiegen. Am Freitag gab das Robert Koch-Institut (RKI) den Wert mit 1788,6 an. Vor einer Woche hatte er bei 1581 gelegen. Die Inzidenz steigt seit Montag an und nähert sich wieder dem bisherigen Allzeitrekord im Freistaat, der am 9. Februar mit 1840,4 erreicht worden war.

Bayern ist laut RKI derzeit das Bundesland mit der dritthöchsten Inzidenz hinter Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Bundesweit wurde sie am Freitag mit 1439,0 angegeben.

Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 49.469 neue Infektionen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona stieg um 77 auf insgesamt 21.835. Die höchste Inzidenz auf Landkreisebene wiesen in Bayern die Landkreise Regen (2985,3) und Haßberge (2828,8) auf.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Update, 17.17 Uhr - 102 Covid-Patienten in Kliniken Südostbayern

In den Kliniken Südostbayern werden derzeit insgesamt 102 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 95 auf der Normalstation und sieben auf der Intensivstation. Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit zudem 2.850 aktive Corona-Fälle vor. Seit dem 10. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 543 Neuinfektionen eingegangen.

Als genesen gelten mindestens 49.405 Personen. Insgesamt liegen im Landkreis 329 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Update, 16.05 Uhr - KMK: Corona-Einschränkungen an Schulen spätestens bis Mai aufheben

Die Corona-Einschränkungen an Schulen sollen spätestens bis Mai aufgehoben werden. Das gelte für das Tragen von Masken ebenso wie für anlasslose Tests, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag zum Ende der KMK-Beratungen am Freitag in Lübeck.

Die Öffnungen der Gesamtgesellschaft könnten an den Schulen nicht vorbeigehen. Aber man wolle einen vorausschauenden und behutsamen Weg in die Normalität gehen. „Dabei ist für uns die Richtschnur immer das Wohl der Kinder und Jugendlichen.“

Update, 14,40 Uhr - Corona-Regeln für Kurzarbeitergeld verlängert

Die coronabedingten Sonderregeln für das Kurzarbeitergeld werden erneut verlängert. Der Bundesrat ließ am Freitag das entsprechende Gesetz passieren, das der Bundestag im Februar verabschiedet hatte. Die Sonderregeln würden eigentlich Ende März auslaufen und werden nun bis Ende Juni verlängert.

Sie beinhalten unter anderem einen vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld. So reicht es weiter aus, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind. Sonst muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein.

Verlängert wurde auch die Regelung, dass sich das Kurzarbeitergeld erhöht, wenn die Kurzarbeit vier Monate oder länger dauert. Zudem wird die mögliche Bezugsdauer von 24 auf 28 Monate verlängert.

Update, 13 Uhr - Lauterbach: Corona-Lage wieder kritisch

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor dem geplanten baldigen Wegfall von Corona-Beschränkungen in Deutschland vor Sorglosigkeit gewarnt. „Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin mit Blick auf wieder stark steigende Infektionszahlen. Er bezeichnete die Lage als kritisch und wandte sich gegen pauschale Einschätzungen, dass die Omikron-Variante milder sei. „Wir können nicht zufrieden sein mit einer Situation, wo 200 bis 250 Menschen jeden Tag sterben.“ Dies sei eine unhaltbare Lage, auf die man reagieren müsse.

Lauterbach verteidigte die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Neuregelungen zu weiter möglichen Schutzmaßnahmen über den Frühling hinaus. Nach einem Entwurf für eine neue Rechtsgrundlage sollen allgemeine Basismaßnahmen möglich sein und weitergehende Eingriffsmöglichkeiten in „Hotspots“ mit kritischer Infektionslage. Hintergrund ist ein Beschluss von Bund und Ländern, dass zum 20. März alle weitgehenden Alltagsbeschränkungen wegfallen sollen.

Lauterbach sagte, er erwarte wegen der Infektionslage solche „Hotspots“ in zahlreichen Bundesländern. Bereits in wenigen Tagen würden die künftig vorgesehenen Maßnahmen daher sehr schnell eingesetzt werden müssen. Er forderte die Landesregierungen auf, sich nicht mit Kritik an dem Gesetz aufzuhalten, sondern nun die Nutzung vorzubereiten. Mehrere Länder fordern mehr Schutzinstrumente. Lauterbach betonte erneut, dass die allgemeine Impfpflicht unbedingt nötig sei, um neue breite Beschränkungen im Herbst zu vermeiden.

Update, 11.03 Uhr - Neue Studie: Womöglich dreimal so viel Covid-Tote wie registriert

Die Pandemie hat weltweit womöglich deutlich mehr Todesopfer gekostet als bisher angenommen. Zwischen Januar 2020 und Dezember 2021 sind einer aktuellen Studie zufolge 18,2 Millionen Menschen mehr gestorben als in Nicht-Pandemiejahren erwartet worden wären. Offiziell verzeichnet sind in diesem Zeitraum nur 5,9 Millionen Corona-Tote. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die vollen Auswirkungen der Pandemie viel größer waren, als es die offiziellen Statistiken vermuten lassen“, schreibt das internationale Forscherteam um Haidong Wang vom Institute for Health Metrics and Evaluation (Seattle/USA) im Fachmagazin „The Lancet“.

Weltweit starben den Modellierungen zufolge 120 von 100.000 Menschen infolge von Corona, in 21 Ländern lag diese Übersterblichkeitsrate bei über 300. Die höchsten Raten fanden die Wissenschaftler in den Anden-Staaten in Lateinamerika (512 Todesfälle pro 100.000 Einwohner), in Ost (345)- und Zentraleuropa (316) sowie Sub-Sahara Afrika (309). In einigen Ländern wie Island oder Australien waren den Schätzungen zufolge hingegen in den Pandemiejahren sogar weniger Menschen gestorben als statistisch zu erwarten gewesen wären.

Die teils großen Unterschiede zwischen der registrierten und der tatsächlichen Zahl an Todesfällen gehe vermutlich auf fehlende Diagnosen wegen mangelnder Tests sowie auf Probleme beim Melden der Zahlen zurück. Wie viele Menschen unmittelbar an der Coronainfektion und wie viele an indirekten Folgen der Pandemie gestorben sind, sei derzeit unklar. „Studien aus mehreren Ländern, darunter Schweden und die Niederlande, deuten darauf hin, dass Covid-19 die unmittelbare Ursache für die meisten überzähligen Todesfälle war, aber wir haben derzeit nicht genügend Beweise für die meisten Regionen“, sagt Studienleiter Wang.

Update, 9.39 Uhr - Landkreis Altötting meldet 3231 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 369 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 10. März, 16 Uhr). Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 29.137 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 2093,1. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis 3231 aktive Fälle. Die meisten davon in Burghausen (478) und Altötting (408).

Update, 8.52 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Die Entwicklung der Corona-Inzidenzen in Südostbayern (Stand 11. März).

Die Corona-Inzidenzen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Langsam steigen sowohl die Inzidenzen in Stadt und Landkreis Rosenheim, nachdem das Rosenheimer Gesundheitsamt nach zehn Tagen die Datenstörung beheben konnte (es müssen rund 6000 Fälle nachgearbeitet werden).

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 2087 auf 2093), Landkreis Mühldorf (von 2238 auf 2389), Kreis Berchtesgadener Land (von 2046 auf 2029), Landkreis Traunstein (von 1757 auf 1663), Stadt Rosenheim (von 145 auf 341) und Landkreis Rosenheim (von 155 auf 400). Das RKI meldete für die Region vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach sind zwei Personen im Kreis Berchtesgadener Land und je eine Person in den Kreisen Mühldorf und Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter/Wohnort liegen nicht vor.

Update, 7.21 Uhr - Krankenhäuser: Zu wenig Zeit für Stellungnahme zu Lockerungen

Betroffene Verbände hatten nach Darstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft nur neun Stunden Zeit, um zu den von der Bundesregierung geplanten Corona-Lockerungen Stellung zu nehmen. „Um 1 Uhr nachts wird ein Entwurf geschickt, zu dem die Verbände bis 10 Uhr Stellung nehmen dürfen“, sagte der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der „Augsburger Allgemeinen“. „Das Verfahren, wie das Infektionsschutzgesetz geändert werden soll, ist mehr als zweifelhaft.“

Geregelt wird in dem Entwurf der Bundesregierung für die neue Corona-Rechtsgrundlage, was die Länder weiter verordnen können, wenn zum 20. März wie vereinbart alle tiefgreifenden Schutzmaßnahmen entfallen. Möglich sein sollen dann noch Maskenpflichten in Pflegeheimen, Kliniken und öffentlichem Nahverkehr sowie Testpflichten in Pflegeheimen und Schulen. Bundesweit bleiben soll außerdem die Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen.

Für die kommenden Wochen rechnen die Klinken aber trotz der geplanten Lockerungen nicht damit, dass die Patientenzahlen in einem bedrohlichen Maß anwachsen und die Krankenhäuser übermäßig belasten, sagte Gaß der Zeitung. Allerdings sei die aktuelle Omikron-Subvariante ein Unsicherheitsfaktor.

Update, 5.37 Uhr - RKI registriert 252.836 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den neunten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten 7-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1439,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1388,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1196,4 (Vormonat: 1472,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 252.836 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben.

Am Donnerstag hatte das RKI eine Rekordzahl von 262.752 Fällen binnen 24 Stunden und damit erstmals mehr als 250 000 verzeichnete Neuinfektionen an einem Tag registriert. Vor einer Woche waren es 217 593 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 249 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 291 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16.757.658 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,74 an (Mittwoch 6,62). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 13.153.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 125.272.

Donnerstag (10. März)

Update, 20.43 Uhr - Lahmendes Impftempo: Seit Tagen weniger als 100.000 Impfungen pro Tag

Beim Impfen gegen das Coronavirus geht es in Deutschland weiter nur langsam voran. Am Mittwoch wurden deutschlandweit rund 95.000 Impfdosen verabreicht, wie am Donnerstag aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Mittwoch der Vorwoche waren es mit rund 112.000 Dosen deutlich mehr. Seit mehreren Tagen liegt die Zahl der verabreichten Impfdosen unter 100.000.

Inzwischen haben 75,7 Prozent der Menschen in Deutschland (mindestens 62,9 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. Bundesweit haben 57,6 Prozent (47,9 Millionen) zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Mindestens einmal geimpft sind 76,4 Prozent (63,5 Millionen Menschen).

Mittlerweile sind rund 32.000 Menschen mit dem neuen Präparat von Novavax geimpft worden. Die Kampagne mit Nuvaxovid hatte in Deutschland vor knapp zwei Wochen begonnen. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff - also eine andere Technologie als bei den bisher zumeist eingesetzten mRNA-Präparaten von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben.

Update, 18.24 Uhr - Corona-Lage im Kreis BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Mittwoch (9. März) 464 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 17 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 31.766 (Stand RKI: 10. März, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 2.045,6.

Aktuell gibt es 3.028 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 506 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 181 in Alten- und Pflegeheimen, 1 in Gemeinschaftsunterkünften, 238 in Schulen, 74 in Kindergärten und 12 in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 2.175 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 45 COVID-19-Patienten stationär behandelt, davon 4 Personen intensivmedizinisch. 36 Patienten haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 93 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 83 Patienten auf der Normalstation und 10 Patienten auf der Intensivstation

Update, 17.40 Uhr - Corona-Lage im Kreis Traunstein

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1.757,3. In den Kliniken Südostbayern werden insgesamt 93 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 83 auf der Normalstation und 10 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 115.495 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 113.882 Personen die Zweitimpfung erhalten. Des Weiteren haben bereits 90.224 Personen die Drittimpfung erhalten.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 2.846 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Mitteilung am Mittwoch (9. März) sind beim staatlichen Gesundheitsamt 461 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 52.041 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden .Als genesen gelten mindestens 48.866 Personen  (655 Personen mehr seit der Meldung vom Mittwoch).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit Mittwoch keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 329 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. In der Kalenderwoche 9 sind nach aktueller Meldelage 3.245 neue COVID-19-Fälle beim RKI registriert worden. Von den 3.245 COVID-19-Fällen waren 2.303 nicht oder nicht vollständig geimpft. Bei 942 Personen lag ein vollständiger Impfschutz vor.

Update, 17 Uhr - Wieder Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Österreich

Den zweiten Tag hintereinander ist in Österreich ein Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Nach knapp 48 000 Fällen binnen 24 Stunden am Mittwoch wurden am Donnerstag fast 50 000 neue Infektionen registriert, wie die Behörden berichteten. Experten hatten zuletzt kritisiert, dass die fast komplette Aufhebung aller Corona-Beschränkungen am 5. März zu früh erfolgt sei. Allerdings blieb die Situation in den Kliniken stabil. Auf den Normalstationen sank die Zahl der Corona-Patienten im Vergleich zum Vortag leicht, auf den Intensivstationen blieb sie stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei rund 2800 Fällen auf 100 000 Einwohner. In Deutschland beträgt sie knapp 1400.

Update, 14.42 Uhr - Lauterbach wirbt erneut für mehr Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat auch angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen erneut zu mehr Impfungen aufgerufen. Die Lücke sei so groß, „dass wir ohne eine deutliche Verbesserung der Impfbereitschaft und der Impfquoten im Herbst wieder erhebliche Probleme haben werden“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin. Dies zeige auch die jetzt wieder anwachsende Omikron-Welle, die wahrscheinlich größtenteils durch die Untervariante BA.2 getrieben sei. Wenn dies nicht in den Griff komme, würden über viele Wochen hinweg jeden Tag 200 bis 300 Todesfälle zu beklagen sein. „Damit können wir uns nicht abfinden.“

Lauterbach kam zum Auftakt einer neuen Impfaktion der Initiative „German Dream“, die in Berlin startete. Im Rahmen der Impfkampagne der Bundesregierung soll ein Informationsbus bis April auch nach Halle an der Saale, Jena, Cottbus und Köln fahren, um Impfzögerliche direkt in ihrem Lebensumfeld anzusprechen. Dies sei eine gute und unbürokratische Aktion, sagte der Minister. Auch Menschen mit Migrationshintergrund seien oft impfbereit, Angebote würden dann aber teils nicht in sinnvoller Art und Weise erbracht. Die Vorsitzende von „German Dream“, Düzen Tekkal, erläuterte, dass auch mehrsprachige Angebote vorgesehen seien, um Desinformation entgegenzutreten.

Lauterbach sagte: „Initiativen wie diese kommen keinen Tag zu früh.“ Mit der derzeitigen Pandemie-Situation könne niemand zufrieden sein. Fallzahlen stiegen wieder, es gebe hohe Sterbeziffern, zudem sei zu befürchten, dass Hospitalisierungsquoten wieder hochgingen. Wichtig sei daher auch künftig eine funktionierende Gesetzesgrundlage, die in Corona-Brennpunkten weitergehende Eindämmungsmaßnahmen ermögliche.

Update, 13.37 Uhr - Bioinformatiker Kaderali warnt: Deutschland ist schon in sechster Corona-Welle

Der Bioinformatiker Lars Kaderali aus Greifswald sieht Deutschland in einer neuen Corona-Welle. „Das liegt vor allem daran, dass der Omikron-Subtyp BA.2 noch infektiöser ist als die ursprüngliche Variante“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kämen die Lockerungen der Corona-Maßnahmen. „In Kombination führt das beides zu den steigenden Fallzahlen.“ Seit etwa einer Woche meldet das Robert Koch-Institut (RKI) einen Anstieg der bundesweiten 7-Tage-Inzidenz.

Die von der Bundesregierung angekündigten Lockerungen hält Kaderali, Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung, dennoch für vertretbar. „Bundesweit steigen die Corona-Zahlen zwar, die Situation in den Krankenhäusern ist aber noch undramatisch“, sagte er. „Man sollte aber nur vorsichtig lockern und nur mit der Option, wieder zurückzugehen, wenn man merkt, dass das zu viel wird.“

In Hinblick auf das weithin erwartete Abflachen der Infektionskurve im Sommer sagte Kaderali: „Wahrscheinlich wird der saisonale Effekt nicht ausreichen um die Inzidenz auf 0 runterzubringen.“ Die Annahme von Gesundheitsminister Lauterbach, dass es auch in den Sommermonaten eine Corona-Welle geben könnte, halte er für plausibel. Bereits die bisherigen Öffnungen könnten dazu führen, dass „wir nochmal einen sehr, sehr starken Anstieg sehen und dann auch mit hohen Inzidenzen in den Sommer reingehen werden.“

Update, 11.21 Uhr - 57 Patienten in InnKliniken

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 57 Patienten (Stand 10. März, 8.45 Uhr) im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt – 23 in Mühldorf, 12 in Burghausen und 22 in Altötting. Insgesamt fünf Betroffene davon müssen intensivmedizinisch versorgt und drei davon auch beatmet werden.

Update, 10.28 Uhr - Landkreis Altötting meldet 3093 aktive Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 575 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 9. März, 17 Uhr). Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 27.768 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 2086,8. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis 2482 aktive Fälle. Die meisten davon in Burghausen (476) und Altötting (393).

Update, 8.51 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Die Entwicklung der Corona-Inzidenzen in Südostbayern (Stand 10. März).

Die Corona-Inzidenzen in der Region sind laut RKI in den vergangenen 24 Stunden ausnahmslos angestiegen. Das Rosenheimer Gesundheitsamt hat nach zehn Tagen die Datenstörung beheben können, nun müssen rund 6000 Fälle nachgearbeitet werden.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 2025 auf 2087), Landkreis Mühldorf (von 2103 auf 2238), Kreis Berchtesgadener Land (von 1897 auf 2046), Landkreis Traunstein (von 1715 auf 1757), Stadt Rosenheim (von 104 auf 145) und Landkreis Rosenheim (von 98 auf 155). Das RKI meldete für die Region sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach sind je drei Personen in den Kreisen Mühldorf und Traunstein und eine Person im Kreis Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter/Wohnort liegen nicht vor.

Update, 7.18 Uhr - Nach langer Corona-Pause wieder „Rock am Ring“ und „Rock im Park“

Nach zwei Jahren Corona-Pause sollen wieder das legendäre Musikspektakel „Rock am Ring“ in der Eifel und sein Nürnberger Schwesterfestival „Rock im Park“ über die Bühne gehen. Schon bis kurz vor Weihnachten 2021 wurden laut den Veranstaltern insgesamt mehr als 140.000 Tickets für beide Festivals vom 3. bis 5. Juni verkauft. Aktuellere Zahlen wollte die neue Veranstalterfirma Dreamhaus vorerst nicht mitteilen.

Ihre Sprecherin Claudia Schulte sagte der Deutschen Presse-Agentur, jeweils wieder etliche Zehntausend Zuschauer in der Eifel und in Nürnberg erschienen angesichts der geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen aus heutiger Sicht realistisch. Beispielsweise sei auch schon die Großveranstaltung Rheinland-Pfalz-Tag bereits vom 20. bis 22. Mai in Mainz offiziell angekündigt worden.

Je etwa 80 Prozent der Besitzer von Tickets für die coronabedingt abgesagten Festivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ 2020 und 2021 haben laut Schulte - statt ihr Geld zurückzufordern - Karten für die Neuauflagen in diesem Jahr eingetauscht.

Update, 5.43 Uhr - RKI registriert Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen

Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 250.000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 262.752 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 210.673 Ansteckungen. Die 7-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls deutlich auf 1388,5. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1319,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1174,1 (Vormonat: 1465,4).

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 259 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 267 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16.504.822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 6,62 an (Dienstag mit 6,15). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 12.963.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 125.023.

Mittwoch (9. März)

Update, 21.45 Uhr - Kretschmann nennt Corona-Pläne des Bundes „grob fahrlässig“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat der Bundesregierung im weiteren Kampf gegen die Pandemie grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen. Der Grünen-Politiker kritisierte die Pläne der Ampelregierung zum Corona-Schutz für die nächsten Monate. Es geht um eine neue Rechtsgrundlage, mit der nach dem von Bund und Ländern angepeilten Ende der meisten einschneidenden Alltagsbeschränkungen zum 20. März weiterhin Krisenmaßnahmen regional oder auf Landesebene möglich sein sollen. Aus Kretschmanns Sicht haben die Länder damit viel zu wenige Instrumente zur Hand. „Die Pandemielage ist sehr volatil, die Zahlen steigen derzeit wieder“, sagte Kretschmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Deshalb halte ich es für grob fahrlässig, wenn die Bundesregierung ohne Not wirksame Instrumente für den Notfall aus der Hand gibt.“

Vor allem das Tragen von Masken bleibe als sehr effektives Mittel zentral, sagte Kretschmann - es werde aber nach dem Entwurf massiv beschnitten. „Das ist kein wirksamer Basiskatalog, sondern ein Rumpfgerüst. Dazu wird uns hier ein Hauruck-Verfahren aufgezwungen, das die Länder außen vor lässt.“ Wenn das Infektionsgeschehen wieder an Dynamik gewinne, dann sehe das neue Infektionsschutzgesetz ein „extrem kompliziertes Hotspotkonzept“ vor. Den Ländern bleibe kaum Spielraum für schnelles, effektives Eingreifen. Die Reaktionsschnelligkeit sei aber der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Kontrolle der Pandemie.

Update, 19.25 Uhr - Krankenversicherung mit Defizit von fast 6 Milliarden Euro

Bei den gesetzlichen Krankenkassen hat die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr zu einem Defizit von rund 5,8 Milliarden Euro beigetragen. Auch ein Abbau von Finanzreserven wirkte sich aus. Zum Jahresende lagen die Reserven der Kassen noch bei rund 11 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin weiter mitteilte. Der Gesundheitsfonds als Geldsammel- und Verteilstelle der Kassen erzielte einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro, seine Reserve betrug zuletzt 7,9 Milliarden Euro.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sieht die Kassen nach eigenen Angaben „vor großen finanziellen Herausforderungen“. Das Ziel sei auch in diesem und nächsten Jahr, die Beiträge möglichst stabil zu halten. Am Wochenende hatte er angekündigt, genutzt werden sollten bestehende Effizienzreserven, die Rücklagen der Krankenkassen sollten angepasst und der Steuerzuschuss solle erhöht werden.

Bei den Kassen standen Einnahmen von 278,6 Milliarden Euro Ausgaben von 284,3 Milliarden gegenüber. Von den Ausgaben entfielen rund 8 Milliarden Euro auf die Vermögensabführung der Krankenkassen an den Gesundheitsfonds zur Stabilisierung der Beitragssätze. Mit 85,1 Milliarden machten die Krankenhausbehandlungen den größten Ausgabenblock aus. 

Update, 17.30 Uhr - Holetschek und Aiwanger streiten über künftige Corona-Regeln

Zwischen CSU und Freien Wählern droht Streit über die Ausgestaltung der künftigen Corona-Regeln in Bayern. Konkret bahnen sich Auseinandersetzungen darüber an, wann die Maskenpflicht an Schulen endet, wann die FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn, und wie es mit den Corona-Tests an den Schulen mittelfristig weitergeht. Das alles sind Dinge, über die nach der geplanten Neufassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes voraussichtlich die Staatsregierung entscheiden kann beziehungsweise muss. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gerieten darüber am Mittwoch bereits in Streit.

Nach dem Gesetzentwurf, auf den sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) verständigt haben, sollen nach dem 19. März wie geplant alle tiefgreifenden Corona-Beschränkungen entfallen. Allgemeine Schutzmaßnahmen wie Maskenpflichten in Pflegeheimen, Kliniken und im Nahverkehr oder auch Testpflichten in Pflegeheimen und Schulen sollen aber möglich bleiben.

Vorgesehen ist zudem eine Übergangsfrist für manche der aktuell bestehenden Corona-Regelungen bis zum 2. April. Darunter könnte auch die Maskenpflicht an Schulen fallen, so dass offen ist, ob diese automatisch am 19. März ausläuft oder bis zum 2. April gelten könnte. Die Freien Wähler hatten das Ende der Maskenpflicht im Unterricht schon beginnend ab nächster Woche gefordert - die CSU aber lehnte ab.

Anders als Aiwanger (siehe Update, 15.16 Uhr) hat Holetschek die Pläne der Bundesregierung für die neuen Corona-Regeln nach dem 19. März als unzureichend kritisiert und Nachbesserungen verlangt. „Leider macht sich der Bund bei der Frage nach den künftig möglichen Schutzmaßnahmen einen schlanken Fuß und lässt die Länder im Regen stehen“, sagte Holetschek.

Holetschek erklärte, Aiwangers Äußerungen zeigten, dass dieser vom Infektionsschutz wenig verstehe. „Das ist nicht weiter schlimm, weil er dafür als Wirtschaftsminister nicht zuständig ist“, sagte der CSU-Politiker der dpa. Allerdings habe Aiwanger „eigentlich genug mit der Aufgabe zu tun, sich um die Folgen der Ukraine-Krise für die bayerische Wirtschaft und für die Energieversorgung zu kümmern. Darauf sollte er jetzt alle seine Kräfte konzentrieren“.

Das vorgesehene Verfahren in den Landtagen erschwere es den Ländern zudem, schnell auf gefährliche Entwicklungen zu reagieren und eventuell notwendige Hotspot-Regelungen zu erlassen. Der Bund müsse auch klar benennen, auf welcher validen Zahlenbasis das geschehen solle, sagte er. „Außerdem gilt: Wenn eine Überlastung der stationären Krankenhauskapazitäten droht, müssen alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden können, um dies zu verhindern. Dann müssen zum Beispiel auch Kontaktbeschränkungen unmittelbar möglich sein.“ Nach der geplanten Neufassung des Gesetzes wäre dies ausgeschlossen.

Update, 15.16 Uhr - Aiwanger begrüßt Berliner Pläne für künftige Corona-Regeln

Bayerns Vize-Ministerpräsident und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat die Pläne der Bundesregierung für die neuen Corona-Regeln nach dem 19. März begrüßt. Endlich gebe es einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel hin zu mehr Freiheit und Eigenverantwortung, sagte Aiwanger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. „Auch in Schulen fallen die verpflichtenden Masken“, betonte er. Gegenüber dem Koalitionspartner CSU hatten sich die Freien Wähler damit zuletzt nicht durchgesetzt.

Im öffentlichen Nahverkehr fordert Aiwanger ebenfalls eine Abkehr von der FFP2-Maskenpflicht: „Beim ÖPNV sollte in Bayern auch wieder auf die OP-Maske gesetzt werden, besonders wenn es wärmer wird“, sagte er.

Nach dem Gesetzentwurf, auf den sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) verständigt haben, sollen nach dem 19. März wie geplant alle tiefgreifenden Corona-Beschränkungen entfallen. Allgemeine Schutzmaßnahmen wie Maskenpflichten in Pflegeheimen, Krankenhäusern und im öffentlichen Nahverkehr oder auch Testpflichten in Pflegeheimen und Schulen sollen aber möglich bleiben. Bei den Masken lässt es der Gesetzentwurf offen, ob FFF2- oder OP-Masken. Zudem sollen Landesparlamente, wenn sie die „konkrete Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage“ feststellen, weitere Auflagen beschließen dürfen.

Bürger und Wirtschaft können aufatmen, weil es ab 20. März keine nennenswerten Beschränkungen mehr gibt“, sagte Aiwanger. Das Verwirrspiel um 2G, 2G plus und 3G sei damit beendet. Nun müsse man ebenso schnell über die Isolations- und Quarantäneregelungen entscheiden.

Update, 12.56 Uhr - Geringe Nachfrage - Bayern gibt Novavax für alle Erwachsenen frei

Ab sofort können sich alle Erwachsenen in Bayern mit dem Novavax-Impfstoff gegen Corona impfen lassen. Bislang war dies nur für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege möglich, für die ab Mitte März die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt - doch dort war das Interesse bislang sehr gering. „Mit sofortiger Wirkung ist Novavax für alle Erwachsenen freigegeben“, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) deshalb am Mittwoch mit. Termine könnten ab sofort in den Impfzentren vereinbart werden, in Arztpraxen soll der Impfstoff ebenfalls in Kürze ankommen.

Die Novavax-Impfungen waren vergangene Woche angelaufen. Doch bislang hätten sich nur knapp 2300 Menschen im Freistaat für eine Impfung mit Novavax entschieden. „Die Nachfrage bei dem bislang vorgesehenen Personenkreis ist also leider nur gering – und eine Priorisierung daher nicht mehr notwendig“, erklärte Holetschek und fügte hinzu: „Ich appelliere an alle, die noch zögern: Geben Sie sich einen Ruck, lassen Sie sich impfen. Wir haben genug Impfstoff.“ An Bayern geliefert wurden bisher 225 000 Impfdosen. Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Dosen im Abstand von drei Wochen nötig.

Wer nur mit Novavax geimpft werden möchte, kann laut Ministerium derzeit telefonisch einen Termin in den Impfzentren ausmachen. Dies sei etwa unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 möglich. Die Terminbuchung über das bayerische Impfportal werde in den nächsten Tagen umgestellt.

Update, 11.44 Uhr - Landkreis Altötting meldet 2747 aktive Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 459 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 8. März, 16 Uhr). Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 28.193 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 2025,0. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis 2747 aktive Fälle. Die meisten davon in Burghausen (433) und Altötting (325).

Update, 10.41 Uhr - Corona-Inzidenz im Freistaat steigt wieder

In Bayern werden wieder mehr Corona-Infektionen nachgewiesen. Die 7-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und wurde vom Robert Koch-Institut am Mittwoch mit 1619,3 angegeben. Das sind knapp 59 Fälle pro Woche und 100.000 Einwohnern mehr als am Dienstag und der zweite Anstieg in Folge. Bayern ist damit derzeit das Bundesland mit der dritthöchsten Inzidenz hinter Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Treiber des Anstiegs waren 40.626 zusätzliche Fälle. Inzwischen sind in Bayern seit Beginn der Pandemie mehr als drei Millionen Infektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona stieg um 47 auf insgesamt 21.707.

Die höchste Inzidenz auf Landkreisebene wies das RKI für die Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Regen mit jeweils mehr als 2800 aus. Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Update, 9.20 Uhr - Impfpflicht in Österreich wird ausgesetzt

Die Impfpflicht in Österreich wird ausgesetzt. Die Entscheidung der zuständigen Minister basiert auf dem Bericht der Kommission, der gestern vorgelegt wurde. „Das ist aber nicht das letzte Kapitel in Sachen Impfpflicht“, sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler bei der Pressekonferenz. Das Impfpflicht-Gesetz sei „flexibel“. In drei Monaten wird der nächste Bericht zur Impfpflicht von der Kommission vorgelegt und dann wird eine neue Entscheidung getroffen, so der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch. „Verfassungsmäßigkeit“ und „wissenschaftliche Evidenz“ seien Grundlagen der Entscheidung.

Der Stufenplan der Regierung hätte vorgesehen, dass Ungeimpfte ab dem 15. März gestraft werden sollen. Die Polizei sollte in dieser sogenannten Phase 2 im Rahmen ihrer Kontrollen den Impfnachweis überprüfen und einen Verstoß bei den Bezirksverwaltungsbehörden anzeigen. In Phase 3 (ohne konkretes Datum) könnte es dann zu einem automationsunterstützten Datenabgleich kommen, um die Ungeimpften grundsätzlich zu eruieren.

Update, 8.30 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Die Entwicklung der Corona-Inzidenzen in Südostbayern (Stand 9. März).

Die Corona-Inzidenzen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Während einige Kreise eine Steigerung verzeichnen müssen, sinken die Inzidenzen sowohl in Stadt als auch Landkreis Rosenheim weiterhin aufgrund einer Datenpanne (Plus-Artikel). Im Landkreis Rosenheim ist die Inzidenz somit aktuell unter 100 gesunken.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 1736 auf 2025), Landkreis Mühldorf (von 1957 auf 2103), Kreis Berchtesgadener Land (von 1960 auf 1897), Landkreis Traunstein (von 1706 auf 1715), Stadt Rosenheim (von 255 auf 104) und Landkreis Rosenheim (von 225 auf 98). Das RKI meldete für die Region sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach sind drei Personen im Kreis Altötting, zwei Personen im Kreis Rosenheim und eine Person in der Stadt Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter/Wohnort liegen nicht vor.

Update, 7.14 Uhr - Nagelsmann: Münchner Vorstandschef Kahn mit positivem Schnelltest

Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn hat sich offenbar mit dem Coronavirus angesteckt. Trainer Julian Nagelsmann sagte vor dem Achtelfinal-Rückspiel des deutschen Fußball-Meisters in der Champions League gegen Red Bull Salzburg am Dienstagabend bei Amazon Prime Video, dass Kahn einen positiven Schnelltest gehabt habe.

RKI registriert 215.854 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1319,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den siebten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten 7-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1319,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1293,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1171,9 (Vormonat: 1450,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 215.854 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 186 406 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 314 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 301 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16.242.070 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,06 an (Sonntag mit 6,24). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Neuere Zahlen lagen zunächst nicht vor.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 12.753.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124.764.

mh/mz/dpa

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