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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel mahnt zur Vorsicht bei Fußball-EM wegen Delta-Variante - Bayerische Exporte auf Vor-Corona-Niveau

Treffen Merkel und Macron
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Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Corona-Virus zu großer Vorsicht bei der Fußball-EM gemahnt. 
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  • Benjamin Schneider
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    Markus Zwigl
  • Martina Hunger
    Martina Hunger

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (18. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 7,9, Landkreis Rosenheim 15,3, Landkreis Traunstein 22,6, Landkreis Berchtesgadener Land 16,0, Landkreis Mühldorf 8,6, Landkreis Altötting 4,5 (Quelle/Stand: RKI, 18. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3931, Landkreis Rosenheim 13.895, Traunstein 11.037, Berchtesgadener Land 5995, Mühldorf 6959, Altötting 6051 (Quelle/Stand: RKI, 18. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 64, Landkreis Rosenheim 458, Traunstein 216, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 153, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 18. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 90.270 Todesfälle in Deutschland (15.163 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.33 Uhr - Panne in bayerischen Testzentren: Personendaten online einsehbar

Name, Wohnort, Handynummer: Solche sensiblen Daten von Menschen, die sich in zwei bayerischen Testzentren für einen PCR-Test angemeldet hatten, waren zeitweise im Internet einsehbar.

Man bedaure den Vorfall sehr, teilte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern als Betreiber am Freitag mit. „Der ASB hat die Datenlücke umgehend geschlossen und das Schutzniveau erhöht.“ Zuvor hatte t-online über die Datenpanne berichtet. Betroffen sind zwei Testzentren in Franken.

„Diese Daten gehören nicht für Unbefugte abrufbar gemacht. Das ist ganz klar“, sagte Andreas Sachs, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht, der Deutschen Presse-Agentur. Er schränkte aber ein, nach vorläufiger Einschätzung sehe man das Datenleck nicht als „schweren Sicherheitsvorfall“.

Unklar ist, ob Unbefugte tatsächlich auf die Daten zugegriffen haben. Es werde umfassend geprüft, zum jetzigen Zeitpunkt sei davon nicht auszugehen, teilte der ASB mit. Über eine Suchmaschine war das Dokument t-online zufolge nicht zu finden. Vielmehr brauchte man den entsprechenden Link. Gesundheitsdaten wie Testergebnisse waren nicht hinterlegt. Laut ASB sind 1600 Menschen betroffen.

Update, 20.47 Uhr - Wegen Corona-Delta-Variante: Merkel mahnt zur Vorsicht bei Fußball-EM

Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Corona-Virus zu großer Vorsicht bei der Fußball-EM gemahnt.

„Es ist schön, dass jetzt in München zum Beispiel wieder 14.000 Fans sein können. Aber wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas, dann bin ich bisschen skeptisch, ob das jetzt schon die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist“, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Freitag vor einem gemeinsamen Abendessen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. Nach dem Abflauen der Corona-Pandemie war Macron der erste ausländische Gast der Kanzlerin in Berlin in diesem Jahr.

Macron sagte, er gehe davon aus, dass die EM-Organisatoren sehr wachsam seien. „Wir sind natürlich mit ihnen in Kontakt, damit die Bedingungen bestmöglich sind.“ Er betonte: „Was unsere Teams angeht, sind die Vorkehrungen getroffen. Die Frage, die sich für das Finale stellen wird, ist die der Fans.“ Derzeit gibt es Gedankenspiele darüber, Spiele der Finalwoche der EM wegen der Delta-Variante nicht wie geplant in London stattfinden zu lassen.

Merkel sagte, wegen sehr geringer Fallzahlen könnte man Corona-Ausbrüche in Deutschland derzeit sehr viel besser verfolgen und mit der Delta-Variante gut umgehen.

Update, 20.03 Uhr - Bayerische Exporte auf Vor-Corona-Niveau - Importe weit darüber

Der Außenhandel der bayerischen Wirtschaft ist wieder in Schwung. Die Exporte stiegen im April auf 16 Milliarden Euro, wie das Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte. Das sind 66 Prozent mehr als im vom ersten Lockdown hart getroffenen Vorjahresmonat. Im Vergleich zum April 2019 - also dem Vorkrisenniveau - ergibt sich nur ein kleines Minus von rund zwei Prozent.

Die Importe stiegen im Vergleich zum letzten Jahr um 56 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Damit liegen sie nicht nur deutlich über den Exporten, sondern auch weit über dem Wert der Importe im April 2019 von damals 15,9 Milliarden.

Wichtigste Exporteure waren die Autoindustrie und der Maschinenbau. Sie sind gleichzeitig auch die größten Importeure.

Update, 18.57 Uhr - Drei neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 16. Juni, drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 18.06.2021, 0 Uhr).

Unter den Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen (11.06.-17.06.) befanden sich vier Reiserückkehrer. Die Mehrheit der Fälle wurde mit sechs Fällen entsprechend 60 Prozent in der Altersgruppe 35-59 verzeichnet (Vorwoche: 40 Prozent). Drei Fälle oder 30 Prozent entfielen auf die Altersgruppe 15-34, und ein Fall auf die Altersgruppe 5-14 Jahre.

Im Landkreis Mühldorf liegen insgesamt 6.951 bestätigte Fälle vor. 6.770 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 27 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 154. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 18. Juni 2021, 3.12 Uhr) bei 8,6.

Update, 18.11 Uhr - 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 16 im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern einen weiteren bestätigten COVID-19-Fall im Landkreis gibt. Diese Person befand sich bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich damit auf 5.995 (Stand RKI: 18.06.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 16,0 (Stand RKI: 18.06.2021, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 53 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis, davon drei Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 17 neue Covid-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land wird aktuell zwei Covid-19-Patient stationär behandelt. Von diesen wird kein Patient intensivmedizinisch betreut.

Update, 17.24 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 112 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 22,6 S.eit der letzten Pressemitteilung am 17. Juni sind beim Staatlichen Gesundheitsamt vier Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 216 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein fünf COVID-19-Patienten behandelt, davon einer auf der Normalstation und vier auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 78.247 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 48.818 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16 Uhr - SPD will Maskenbeschaffung von Oberstem Rechnungshof prüfen lassen

Nach der Kritik des Bundesrechnungshofes an der Maskenbeschaffung der Bundesregierung hat die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag auch eine Untersuchung des Bayerischen Obersten Rechnungshofes für den Freistaat angeregt. Der SPD-Landesvorsitzende und Fraktionschef Florian von Brunn wandte sich mit einem Brief an den Präsidenten des Obersten Rechnungshofes (ORH), Christoph Hillenbrand. Der Bundesrechnungshof hatte in einem Prüfbericht dem Ministerium von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unter anderem nicht bedarfsgerechte Bestellmengen und mangelnde Dokumentation vorgeworfen.

„Die Parallelen zum Gebaren des Bayerischen Gesundheitsministeriums liegen auf der Hand“, heißt es in dem Schreiben von Brunns. „Auch in Bayern wurden in chaotischen Verfahren, die mit den Grundsätzen des Wettbewerbsrechts nicht mehr in Einklang zu bringen sind, massenweise Masken eingekauft, teilweise ohne ordentliche Prüfung“, schreibt der SPD-Politiker weiter. Das Gesundheitsministerium könne noch nicht einmal rekonstruieren, wohin die Masken geliefert worden seien.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums wies die Kritik seitens der SPD als parteipolitisch motiviert zurück. Es sei sogar eine eigene Prüfstelle am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eingerichtet worden, um die gekaufte Schutzausrüstung auf ihre Tauglichkeit zu prüfen.

Update, 15.42 Uhr - Bayerischer Minister zu Hoffnung auf volle Stadien: „Nicht verantwortbar“

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek dämpft die Hoffnungen im deutschen Fußball auf eine baldige Rückkehr aller Fans in die Stadien. Trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen mahnt der CSU-Politiker vor allem wegen der hochansteckenden Delta-Variante zu Zurückhaltung.

„Wir beobachten und begleiten gerade die Spiele der Fußball-EM mit einer begrenzten Zuschauerzahl. Das ist sozusagen ein erster Modellversuch. Spekulationen über Modellversuche mit vollbesetzten Stadien im Sommer halte ich aber im Moment für verfrüht und nicht verantwortbar“, sagte Holetschek auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Christian Seifert, der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL), hatte am Donnerstag in der „Bild“-Zeitung gesagt, er sehe „derzeit wenig Gründe, um in der zweiten Jahreshälfte nicht schrittweise zum Normalbetrieb von Großveranstaltungen jeglicher Art zurückzukehren“. Er pochte auf „Grundrechte von Menschen und Unternehmen“.

In dem gemeinsamen Interview mit Noch-Vorstandschef des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, hatte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gesagt, dass er sich einen Modellversuch mit einem ausverkauften Stadion im Supercup am 17. August seines BVB gegen Meister München vorstellen könne.

Update, 14.54 Uhr - Erstes bayerisches Impfzentrum wegen Hitze geschlossen

Ein Würzburger Impfzentrum ist am Freitagnachmittag wegen Hitze vorübergehend geschlossen worden. Die Menschen hätten unter Raumtemperaturen von mehr als 40 Grad gelitten, hieß es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Die übrigen rund 700 für Freitag geplanten Impf-Termine sollten auf Sonntag verlegt werden, teilte die Stadt mit. Zudem sollten Termine vom Samstagnachmittag vorsorglich auf den frühen Vormittag verlegt werden.

Update, 13.57 Uhr - Griechenland und fast ganz Frankreich nicht mehr auf Risikoliste

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Griechenland, fast ganz Frankreich, die Schweiz und Belgien von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Update, 13.38 Uhr - Razzia in München nach Massen-Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern

Nach der Impfung von rund 120 Mitarbeitern eines italienischen Nobel-Hotels in einem Hotel am Münchner Flughafen, sind mehrere Objekte in München durchsucht worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg ließ unter anderem eine Arztpraxis, eine Rechtsanwaltskanzlei und eine Apotheke durchsuchen. Die Ermittlungen richten sich gegen sieben Beschuldigte wegen des Verdachts der Unterschlagung von Impfstoff, der Bestechung und der Bestechlichkeit im Gesundheitswesen.

Die Frage, warum die Hotel-Mitarbeiter nach Deutschland eingeflogen wurden und in München ihre Impfung statt in Italien bekamen, sind nach wie vor ungeklärt.

Update, 13.03 Uhr - Merkel mahnt zur Vorsicht bei Corona-Lockerungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. „Wir wollen nicht diese dauernden „Rein und Raus in die Kartoffeln“, sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Schönefeld.
Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet. „Wir müssen einfach Schritt für Schritt und vorsichtig vorgehen“, sagte Merkel in einem öffentlichen Video-Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Update, 12.12 Uhr - Lauterbach räumt ein: „Hendrik Streeck hatte voll recht“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus dem Virologen Hendrik Streeck recht gegeben. „Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht“, sagte er der „Bild“. Lauterbach und der Bonner Virologe hatten im Verlauf der Pandemie mehrfach deutliche Differenzen. Streeck hatte oft für eine etwas weniger strenge Linie bei den Corona-Maßnahmen plädiert.

Streeck hatte dem Portal web.de im Januar gesagt: „Wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben – gehen im März, spätestens April die Infektionszahlen nach unten. Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten.“ Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige Fälle geben werde.

Update, 11.20 Uhr - Landkreis Altötting meldet erneut keinen neuen Corona-Fall

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt keinen neuen Corona-Fall gemeldet. Damit blieb die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6054 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 13 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (4) und Reischach (3). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting liegt aktuell bei 4,5.

Livestream der Spahn-PK

Update, 10.41 Uhr - Delta-Variante kommt: RKI warnt vor Verspielen von Erfolgen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er.

Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren“, sagte Wieler.

Das Beispiel Großbritannien zeige bereits, wie fragil Erfolge in der Pandemiebekämpfung sein könnten. Dort war die 7-Tage-Inzidenz innerhalb weniger Wochen wieder von 20 auf 70 gestiegen. Geplante weitere Lockerungen wurden deshalb verschoben. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Deutschland in sieben Tagen sinkt zur Zeit bundesweit - auf aktuell 10,3. Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung sei aber noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt, betonte Wieler.

Update, 10.25 Uhr - Spahn: Anlass zur Zuversicht für Sommer - aber mit Vorsicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der entspannteren Corona-Lage für weiter nötige Vorsicht auch in der anstehenden Hauptreisezeit geworben. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Es gebe Anlass zur Zuversicht, aber vor allem wenn alle dabei vorsichtig blieben. Spahn verwies auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus, die sich auch in Deutschland ausbreite. Dies geschehe auf niedrigem Niveau, aber eben schnell. In Großbritannien zeige sich, dass bei einer starken Ausbreitung auch vorgesehene Öffnungsschritte wieder in Frage gestellt werden könnten. Dies gelte es zu vermeiden.

Masken könnten nun bei gutem Wetter vor allem draußen wegbleiben, sagte der Minister. In Innenräumen und etwa auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sei das Masketragen aber weiterhin wichtig, um sich und andere zu schützen. Spahn rief Urlauber dazu auf, das inzwischen flächendeckend verfügbare Netz von Schnellteststellen zu nutzen, um Infektionsketten bei Reiserückkehrern zu durchbrechen.

Update, 10.19 Uhr - Spahn: Jeder zweite Bundesbürger mit erster Corona-Impfung

Bei den Corona-Impfungen hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn inzwischen jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen. Stand heute erhielten 41,5 Millionen Menschen oder 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis, wie der CDU-Politiker am Freitag in Berlin mitteilte. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 29,6 Prozent der Bevölkerung.

Update, 9.14 Uhr - Weltärztebund warnt vor schneller Ausbreitung der Deltavariante in Deutschland

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürchtet eine rasche Ausbreitung der als besonders infektiös geltenden Delta-Variante des Coronavirus und sieht Handlungsbedarf bei der Politik. Es sei zu erwarten, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreite als die bisherigen Varianten, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben“, sagte Montgomery.

Solange noch nicht genügend Menschen geimpft seien, müssten vor allem die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden, mahnte der Ärztevertreter. „Im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und anderen Innenräumen sollten deswegen unbedingt weiterhin FFP2-Masken getragen werden.“ Die Länder sollten prüfen, ob die angekündigten Lockerungen nicht zu weit gingen. „Sie sollten außerdem die politische Größe haben, angekündigte Lockerungen wieder zurückzunehmen, wenn die Infektionszahlen durch die Delta-Variante wieder steigen sollten. So, wie es die britische Regierung jetzt getan hat“, betonte der Mediziner.

Update, 8.23 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 18. Juni).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region stabilisieren sich weiter auf einem inzwischen sehr niedrigen Niveau. Lediglich aus dem Kreis Rosenheim (von 13,0 auf 15,3) meldet das RKI eine steigende Inzidenz - den zweiten Tag in Folge. Gesunken oder stabil geblieben sind die Inzidenzen in den übrigen Städten/Kreisen: Kreis Altötting (von 6,3 auf 4,5), Kreis Berchtesgadener Land (von 13,6 auf 16,0), Kreis Mühldorf (8,6), Kreis Traunstein (von 24,3 auf 22,6) und in der Stadt Rosenheim (von 12,6 auf 7,9).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.11 Uhr - Lissabon wegen Delta-Variante komplett abgeriegelt

Lissabon wird wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Corona-Infektionsfälle für rund zweieinhalb Tage abgeriegelt. Von Freitagnachmittag (16 Uhr MESZ) bis Montagmorgen (6 Uhr MESZ) dürfen die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Auswärtige werden nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

Mit 928 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon am Donnerstag den höchsten Wert seit dem 19. Februar. Das waren rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle (1233). In der „Area Metropolitana“ Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger Portugals. In Lissabon breite sich derzeit die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus relativ stark aus, sagte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva. „Es ist nicht leicht, solche Maßnahmen zu ergreifen, aber uns erschienen sie unerlässlich, damit die Lage, die in Lissabon derzeit herrscht, nicht auf das ganze Land übergreift“, betonte sie.

RKI registriert 1076 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 10,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 102 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.270 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.720.031 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.598.100 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 72 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/mz/dpa

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