Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


News-Ticker zur Corona-Pandemie

Delta-Variante auf Mallorca bei 85 Prozent - Corona-Fälle im olympischen Dorf bei Fußballern

Coronavirus - Spanien
+
Auf Mallorca wird die als ansteckender geltende Delta-Variante des Corona-Virus inzwischen bei 85 Prozent aller Proben festgestellt. 
Alle Autoren
    schließen
  • Benjamin Schneider
    Benjamin Schneider
  • Martin Weidner
    Martin Weidner
  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
  • Martina Hunger
    Martina Hunger

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (18. Juli) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 11,0, Landkreis Rosenheim 6,9, Landkreis Traunstein 15,8, Landkreis Berchtesgadener Land 8,5, Landkreis Mühldorf 12,1, Landkreis Altötting 14,3 (Quelle/Stand: RKI, 18. Juli, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3946, Landkreis Rosenheim 13.961, Traunstein 11.121, Berchtesgadener Land 6043, Mühldorf 6987, Altötting 6074 (Quelle/Stand: RKI, 18. Juli, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 462, Traunstein 217, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 18. Juli, 0 Uhr)
  • Mindestens 91.359 Todesfälle in Deutschland (15.304 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.03 Uhr - Mobiles Impfzentrum bei Feuer zerstört - 100.000 Euro Schaden

Ein mobiles Impfzentrum ist in Schwandorf in Flammen aufgegangen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben vom Sonntag niemand. Der Brand war demnach am Samstag kurz vor 19 Uhr vom Personal selbst bemerkt worden.

Das vor einem Verbrauchermarkt aufgebaute mobile Impfzentrum sei vollständig ausgebrannt. Durch das Feuer wurde die Fassade des Verbrauchermarktes beschädigt. Ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude konnte die Feuerwehr den Angaben zufolge verhindern.

Der Markt wurde vorsorglich evakuiert. Brandursache war nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ein technischer Defekt. Den Schaden bezifferte die Polizei auf mindestens 100.000 Euro.

Update, 18.35 Uhr - Italien erwägt laut Berichten Corona-Nachweis für Restaurantbesuch

Italiens Regierung denkt laut Medienberichten darüber nach, einen Impf- oder Testnachweis für Restaurantbesuche in Innenräumen zu verlangen. Angesichts merklich wieder angestiegener Corona-Infektionszahlen sprach sich am Sonntag auch ein Experte des Gesundheitsministeriums in der Zeitung „La Repubblica“ dafür aus, den sogenannten Grünen Pass zur Voraussetzung zu machen. Dieser bescheinigt, dass Menschen gegen Covid-19 durchgeimpft, genesen oder negativ getestet worden sind.

Am Samstag verzeichneten die Behörden etwas mehr als 3100 Neuinfektionen. Höher lag die Zahl zuletzt nur am 29. Mai (3351 Fälle). Im Schnitt infizierten sich immer mehr jüngere Menschen.

Zuletzt wurde wieder von Corona-Ausbrüchen berichtet. In Rom führte die Gesundheitsbehörde Medien zufolge Dutzende Corona-Fälle auf einen Pub zurück, in dem die Infizierten das Viertelfinalspiel der Fußball-Europameisterschaft zwischen Belgien und Italien gesehen haben sollen. Auf der italienischen Insel Pantelleria zwischen Sizilien und Tunesien steckten sich laut der Nachrichtenagentur Adnkronos wohl mehrere Menschen bei einer privaten Feier an.

Die beliebte Urlaubsinsel Sardinien will wegen der Infektionslage Einreisende aus Ländern mit hohen, der Delta-Variante geschuldeten Inzidenzwerten intensiver kontrollieren, wie die Region am Samstagabend mitteilte. Man arbeite an einer Anordnung dafür. Der Tourismus-Sektor sei wichtig, erklärte Regionalpräsident Christian Solinas. Man wolle die Sicherheit aller garantieren.

Update, 16.52 Uhr - Zeitung: Delta-Variante auf Mallorca bei 85 Prozent

Auf Mallorca wird nach einem Bericht der Zeitung „Mallorca Zeitung“ die als ansteckender geltende Delta-Variante des Corona-Virus inzwischen bei 85 Prozent aller Proben festgestellt. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen sei bis Freitag auf gut 270 gestiegen. Für die Balearen insgesamt, also neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera, werde dieser Wert mit 290 angegeben, schrieb die Zeitung am Sonntag. Der sogenannte R-Wert lag nach Angaben der Gesundheitsbehörde bei 1,63. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 163 weitere Menschen anstecken.

Fast zwei Drittel der Bevölkerung über 16 Jahren (65,7 Prozent) haben zumindest eine Corona-Impfung erhalten, 51,8 Prozent sind vollständig geimpft. Die Positivrate der Corona-Tests lag bei 11,88 Prozent. Auch wenn sich vor allem junge Leute infizieren, die meist nur milde Krankheitssymptome aufweisen, kommt das Gesundheitssystem langsam wieder unter Druck. Inzwischen seien wieder zehn Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, schrieb die Zeitung.

Update, 15.18 Uhr - Corona-Fälle im olympischen Dorf bei Südafrikas Fußballern

Zwei Fußballer und ein Betreuer des südafrikanischen Teams sind im olympischen Dorf in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle drei Betroffenen seien nun in Quarantäne, teilte Südafrikas Olympisches Komitee am Sonntag mit. Die Infizierten sind demnach die Spieler Thabiso Monyane und Kamohelo Mahlatsi sowie Video-Analyst Mario Masha. Alle anderen Mitglieder des Teams seien zweimal negativ getestet worden, hieß es weiter. Die Südafrikaner versicherten, zuvor alle Corona-Regeln eingehalten zu haben.

Es waren die ersten Corona-Fälle im olympischen Dorf, für das strikte Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus gelten. „Wir halten das Risiko minimal, aber es ist unvermeidlich, dass wir einige Fälle haben“, sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi am Sonntag. Die Organistoren hatten zuvor die drei Fälle bestätigt, aber weder Nationalität noch Namen genannt.

Die Südafrikaner kämpfen zudem mit einem Corona-Ausbruch bei ihrem Rugby-Team. Im japanischen Trainingslager sei ein vierter Infektionsfall in der Mannschaft festgestellt worden, diesmal bei Trainer Neil Powell. Der Coach habe sich in eine Isolierstation in Kagashimo begeben. Keiner der vier Betroffenen dürfe derzeit mit dem Team trainieren oder Kontakt haben.

Update, 13.28 Uhr - Söder rügt Aiwanger wegen Apartheids-Äußerung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seinen Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) scharf gerügt und ihn aufgefordert, sich für umstrittene Äußerungen in der Corona-Politik zu entschuldigen. Aiwanger hatte in der Diskussion über möglichen politischen Druck auf Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen, zuletzt vor einer „Apartheidsdiskussion“ gewarnt und damit zuletzt schon viel Kritik auch aus der CSU auf sich gezogen.

Nun sah sich auch Söder selbst, der zuletzt geschwiegen hatte, zu einer Intervention genötigt: Das seien „verstörende Aussagen“, die für einen stellvertretenden Ministerpräsidenten unangemessen seien, sagte Söder auf dem Bezirksparteitag der Oberbayern-CSU in Unterhaching bei München. Aiwanger solle die Wortwahl zurücknehmen und sich dafür entschuldigen, verlangte der Regierungschef.

Aiwanger hatte angesichts der Kritik an seiner Wortwahl schon vor einigen Tagen deutlich gemacht, dass er sich missverstanden fühlt. „Ich habe davor gewarnt, dass wir durch eine unüberlegte Vorgehensweise in der Impfpolitik den Impfgegnern Munition liefern und in eine Apartheidsdiskussion geraten“, erklärte er. Er habe damit nicht sagen wollen, dass Unterschiede zwischen Geimpften und Nichtgeimpften mit der Apartheid verglichen werden könnten.

Update, 11.46 Uhr - Minister Holetschek offen für kostenpflichtige Corona-Tests

Die bayerische Staatsregierung macht weiter Druck auf Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen. Nachdem sich bereits Ministerpräsident Markus Söder (CSU) offen für kostenpflichtige Corona-Tests zeigte, äußerte sich nun auch sein Parteikollege und Gesundheitsminister Klaus Holetschek wohlwollend zu der Idee. „Irgendwann wird der Punkt erreicht werden, wo man der Mehrheit der Menschen in diesem Land die Frage beantworten muss, warum die Solidargemeinschaft 15 Euro jeden Tag für einen Schnelltest bezahlt und verschenkt, damit Impfverweigerer weiter shoppen oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können“, sagte Holetschek der „Bild am Sonntag“.

Die Kosten sollten allerdings weiter für die übernommen werden, die bisher nicht geimpft werden können - zum Beispiel Kinder, Schwangere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Holetschek ist turnusgemäß Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz.

Holetschek appellierte in einer Mitteilung von Sonntag auch an die Kassen, sich bei ihren Versicherten noch aktiver für das Impfen gegen das Coronavirus einzusetzen. „Hier ist jeder gefordert - und das gilt besonders für alle Beteiligten des Gesundheitswesens“, sagte der Minister. Viele Kassen würden bereits mit verschiedenen Bonus-Programmen Corona-Impfungen belohnen. Holetschek forderte aber noch einmal nachzulegen, um mehr Menschen für die Impfung zu motivieren. Ziel sei es, dass bis zum Herbst möglichst viele Menschen in Bayern vollständig geimpft sind.

Update, 10.10 Uhr - Inzidenzen in Region teilweise wieder zweistellig

Sieben-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 18. Juli).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Sowohl Stadt (von 9,4 auf 11,0) als auch Landkreis Rosenheim (von 6,5 auf 6,9) sowie die Kreise Traunstein (von 14,7 auf 15,8) und Mühldorf (von 9,5 auf 12,1) meldeten steigende Werte. Dabei stiegen die Zahlen in der Stadt Rosenheim und in Mühldorf erstmals nach über zwei Wochen wieder auf zweistellige Werte.

Fallende Zahlen wurden dagegen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land (von 10,4 auf 8,5) und Altötting (von 17,0 auf 14,3) gemeldet. Weitere Todesfälle wurden seit der letzten Meldung in der Region nicht registriert.

Update, 8.13 Uhr - Heil schließt weitere Kurzarbeitergeld-Verlängerung nicht aus

Für Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kommt im Falle einer erneuten deutlichen Belastung der Wirtschaft durch Corona eine Verlängerung des vereinfachten Zugangs zum Kurzarbeitergeld infrage. „Ich würde keine Sekunde zögern, die Kurzarbeit über den September hinaus zu verlängern, wenn es durch eine vierte Welle wieder wirtschaftliche Schwierigkeiten geben sollte“, sagte der SPD-Politiker der „Welt am Sonntag“. Kurzarbeit habe in der Corona-Krise Millionen von Arbeitsplätzen gerettet. „Die Hilfen könnten wir jederzeit per Verordnung weiter verlängern“, führte Heil aus. „Im Moment steht das allerdings nicht an, denn zum Glück entwickeln sich die Wirtschaft und die Lage am Arbeitsmarkt sehr positiv.“

Heil rief die Menschen auch dazu auf, sich impfen zu lassen. Eine Impfpflicht in bestimmten Berufszweigen lehnt er jedoch ab, und von der Idee, Tests künftig kostenpflichtig zu machen, hält der Minister nichts. „Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich schnell und unbürokratisch testen zu lassen - auch und besonders in Betrieben, denn hier geht es um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten“, sagte Heil der Zeitung. Zudem sprach er sich für einen Rechtsanspruch auf Weiterbildungszeiten und ein bundesweit gültiges Weiterbildungsgesetz aus.

RKI registriert 1292 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 10,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland auf einen zweistelligen Wert gesprungen. Das Robert Koch-Istitut (RKI) gab den Wert am Sonntagmorgen mit 10 an (Vortag: 9,4 vor einer Woche 6,2). Binnen eines Tages haen die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI 1292 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.14 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 745 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden drei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sechs Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.744681 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 639 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.362.

mh/mz/dpa

Kommentare