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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Virusvariante Delta nimmt in Deutschland deutlich zu - Impfzentren sollen in Bereitschaft bleiben

Coronavirus - Bayern
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Corona-Impfzentrum
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (16. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 15,7, Landkreis Rosenheim 12,6, Landkreis Traunstein 24,8, Landkreis Berchtesgadener Land 28,3, Landkreis Mühldorf 8,6, Landkreis Altötting 6,3 (Quelle/Stand: RKI, 16. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3.931, Landkreis Rosenheim 13.873, Traunstein 11.029, Berchtesgadener Land 5.987, Mühldorf 6.958, Altötting 6.053 (Quelle/Stand: RKI, 16. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 64, Landkreis Rosenheim 458, Traunstein 216, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 153, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 16. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 90.074 Todesfälle in Deutschland (15.136 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.52 Uhr - Holetschek will Post-Covid-Patienten mit Aktionsplan helfen

Für Patienten mit Corona-Spätfolgen sollen in Bayern spezielle Versorgungsstrukturen aufgebaut werden.

„Wir wollen möglichst schnell den Menschen helfen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwochabend in München. Derzeit werde ein Aktionsplan erarbeitet, der praktische Projekte wie Beratungsstellen, aber auch medizinische Therapieansätze, die Möglichkeiten der Telemedizin oder die Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung zusammenführen soll.

„Wir werden in verschiedenen Bereichen Geld in die Hand nehmen“, kündigte Holetschek an. Auch der Bund kümmere sich verstärkt um die Problematik von Spät- und Langzeitfolgen einer Corona-Infektion. „Aber wir werden in Bayern auch selber etwas machen, weil wir glauben, der Bedarf ist da, wir müssen den Menschen helfen, wir dürfen sie nicht alleine lassen.“

Update, 22.15 Uhr - Virusvariante Delta nimmt in Deutschland deutlich zu

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta hat ihren Anteil an den Sars-CoV-2-Neuinfektionen in Deutschland binnen einer Woche deutlich gesteigert.

Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend. In der Woche zuvor (KW 21) hatte der Anteil der Delta-Variante an den untersuchten Proben demnach noch bei 3,7 Prozent gelegen.

Mit einem Anteil von gut 86 Prozent an den untersuchten Proben löste die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) in der ersten Juniwoche bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Ihr Anteil sinkt allerdings langsam. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Update, 20.22 Uhr - Impfzentren sollen in Bereitschaft bleiben

In Deutschland sollen über den Sommer hinaus Impfzentren in Bereitschaft gehalten werden. Bund und Länder vereinbarten, dass die Länder ein entsprechendes Konzept entwickeln.

Gewährleistet werden soll demnach ein Mindestbetrieb der Zentren. Bei Bedarf sollten sie auch schnell wieder hochgefahren werden. Der Bund sei weiter bereit, die Zentren mitzufinanzieren. Die Finanzierung der regionalen Impfzentren der Länder durch den Bund ist bisher nur bis Ende September vereinbart.

Zum Start der Sommerreisesaison rief Spahn zu Vorsicht im Urlaub auf. „Reisen ja - aber bitte weiterhin mit Vorsicht und Umsicht“, sagte er. Die Gesundheitsminister hätten sich darauf verständigt, dass die Reiseregeln bis mindestens Mitte September weiter gelten sollten - „mindestens bis zum Ende der Reisezeit“, betonte Spahn. Er rief Reisende dazu auf, die Regelungen lückenlos zu beachten.

Spahn nannte die Regeln noch einmal: Wer aus Risikogebieten zurückkehrt, muss 10 Tage in Quarantäne - außer man weist aktiv eine Negativtestung nach. Wer aus Hochinzidenzgebieten nach Deutschland einreist, muss 10 Tage in Quarantäne - frühestens nach 5 Tagen ist eine Freitestung möglich. Bei der Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet gilt 14 Tage Quarantäne ohne Möglichkeit der Freitestung. Spahn sagte, die Regierung wolle die Virusvarianten so lange es geht aus dem Land halten.

Update, 20.01 Uhr - Drei Neuinfektionen im Landkreis Berchtesgadener Land

Seit Dienstag (15. Juni) gibt es im Landkreis Berchtesgadener Land drei neue Corona-Infektionen, wie das zuständige Landratsamt mitteilt. Alle drei Personen waren bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne.

Aktuell gibt es landkreisweit 47 aktive Fälle, darunter drei in Einrichtungen wir Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen.

Ein Patient mit bestätigter Corona-Infektion wird derzeit in den Kliniken im Landkreis Berchtesgadener Land behandelt, muss allerdings nicht intensivmedizinisch betreut werden.

Speziell mit Blick auf die Außengastronomie weist das Landratsamt zudem nochmals auf die Einhaltung der Hygienekonzepte hin. Das Staatliche Gesundheitsamt prüfe alle eingehenden Beschwerden hinsichtlich der Nichteinhaltung in Gaststätten und führe auch stichprobenartige Kontrollen durch. „Die Nichtbeachtung der Vorgaben stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird gegebenenfalls mit einem Bußgeld geahndet”, heißt es von Seiten des Landratsamtes.

Update, 19.33 Uhr - Homeoffice-Pflicht läuft mit Bundesnotbremse aus

Arbeitgeber müssen ab Juli aller Voraussicht nach kein Homeoffice mehr anbieten. Die entsprechende Pflicht läuft zum Monatsende aus, und Absichten sie zu verlängern, gibt es nach Angaben aus der Bundesregierung nicht.

„Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen”, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) der „Wirtschaftswoche”. Dass eine Verlängerung der sogenannten Bundesnotbremse, die konkrete bundesweite Corona-Regeln vorschreibt, nicht geplant ist, hatte die Regierung schon Ende Mai angekündigt.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums wird im Moment über Regeln am Arbeitsplatz nach der Homeoffice-Pflicht beraten. Das Homeoffice habe einen wichtigen Beitrag zum Infektionsschutz geleistet, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge will das Ministerium nun die Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Flächen-, Abstands- und Maskenvorgaben für den Arbeitsplatz macht und ebenfalls Ende des Monats auslaufen würde, anpassen und verlängern.

Eine Homeoffice-Pflicht ist angeblich auch in dieser Verordnung nicht vorgesehen. Es gehe nur um „grundlegende Vorgaben” am Arbeitsplatz wie die Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht und die Verpflichtung zu Hygienekonzepten. Die neue Verordnung solle am kommenden Mittwoch im Kabinett beschlossen werden und dann von Juli bis Ende September gelten.

Update, 18.55 Uhr - Vier Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Das Landratsamt Traunstein berichtet im täglichen Statusbericht zur Corona-Lage von vier Neuinfektionen, die Zahl der landkreisweit aktiven Fälle liegt derzeit bei 112.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit fünf Covid-19-Patienten behandelt, davon einer auf der Normalstation und vier auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Kreis Traunstein 76.810 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 45.605 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 18.08 Uhr - Spahn befürwortet Masken im Unterricht vorerst bis zu Sommerferien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürwortet es, wenn im Schulunterricht vorerst noch eine Corona-Maskenpflicht beibehalten wird. Er habe „großes Verständnis“ für die Bundesländer, die zumindest bis in die Sommerferien hinein dieses Maß an Sicherheit geben wollten, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in München nach Beratungen mit seinen Länderkollegen. Über das Vorgehen nach den Sommerferien würden die Kultusminister im Lichte der Entwicklung und der Impfungen beraten. In Schulen seien naturgemäß viele Menschen in einem geschlossenen Raum, auch wenn man Fenster öffnen könne.

Masken seien nervig, aber im Vergleich zu allem anderen eine einfach und erträglich umzusetzende Maßnahme, sagte Spahn. Wenn alle in einem Raum sie trügen, gebe dies viel Schutz und Sicherheit.

Update, 17.29 Uhr - Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag (14. Juni) drei neue bestätigte Corona-Fälle. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt 32.

Seit dem 7. Juni findet an allen Schulen im Landkreis wieder Präsenzunterricht statt. Insgesamt 23.273 Selbsttests der Schülerinnen und Schüler gingen bei der Behörde ein. In diesem Zeitraum gab es zwei bestätigte Infektionsfälle an den Schulen, an Kitas wurden keine Infektionsfälle verzeichnet.

Im InnKlinikum Mühldorf werden derzeit vier Corona-Patienten stationär behandelt. Eine Person davon wird intensivmedizinisch betreut und zudem beatmet.

Update, 16.54 Uhr - Staatssekretär Mayer fordert nach Corona-Krise Neustart im Sport

Einen Neustart im deutschen Sport hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium für die Zeit nach der Corona-Pandemie gefordert. Dafür brauche es allerdings „einen Kraftakt, bei dem sowohl der organisierte Sport als auch alle staatlichen Ebenen mitmachen müssen“, sagte der CSU-Politiker Stephan Mayer am Mittwoch im Podcast des Informationsdienstleisters „Sponsors“.

Seit März 2020 lag der Breitensport meistens still, was zu einem weiter voranschreitenden Mitgliederschwund in den Sportvereinen geführt hat. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte angegeben, bis Ende 2020 über eine Million Mitglieder verloren zu haben.

Mit einem solchen Neustart-Programm soll laut Mayer vor allem das Ziel verfolgt werden, das ehrenamtliche Engagement zu stärken und das Interesse am gemeinnützigen Arbeiten wieder zu erwecken. Das sei nach der Pandemie dringend erforderlich als „Revitalisierungsprogramm für unsere Sportvereine“, sagte er.

Update, 16.18 Uhr - Kein neuer Corona-Fall im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet am Mittwoch keine Corona-Neuinfektionen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 6,3.

Die Gemeinde Reischach hat derzeit die meisten aktiven Fälle (5), gefolgt von Garching (4) und Neuötting (3). Elf Kommunen sind derzeit „Corona-frei“.

Im InnKlinikum Altötting werden derzeit vier Covid-positiv getestete Personen stationär behandelt. Zwei davon liegen auf der Intensivstation und müssen zudem beamtet werden.

Update, 15.48 Uhr - Gesundheitsminister für weitere Corona-Absicherung durch Tests

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern setzen trotz sinkender Corona-Zahlen weiter auf eine Absicherung über breit angelegte Tests - auch mit Blick auf die Sommerreisezeit. An der generellen Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland vor dem Abflug solle festgehalten werden, teilte das bayerische Ressort als Vorsitzland nach Beratungen mit Bundesminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in München mit. Die Quarantäneregeln für Rückkehrer aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten mit hohen Infektionszahlen sowie aus Gebieten mit neuen Virusvarianten sollen bestehen bleiben. Im Straßen- und Bahnverkehr an den Grenzen soll es verstärkt Kontrollen geben.

Die Länder wollen zudem flächendeckende Schnelltests zwei Mal pro Woche in Schulen und Kitas aufrechterhalten. Bund und Länder wollen über den Sommer ein Konzept erarbeiten, um kostenlose Bürgertests gegebenenfalls auch im Herbst und Winter fortzusetzen. Firmen sollen verpflichtet werden, in Präsenz arbeitenden Mitarbeitern weiterhin zunächst bis Ende September regelmäßig ein Testangebot zu machen.

Besonders in den Blick genommen werden sollen langfristige Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche. Ersten Studien zufolge fühlten sich viele psychisch belastet, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). „Kinder dürfen nicht durch Lockdown und Schutzmaßnahmen zu Corona-Verlierern werden.“ Die Ministerkonferenz bittet daher den Bundestag, eine Kommission dazu einzurichten. Ziel ist demnach unter anderem ein Bericht zu Spät- und Langzeitfolgen der Corona-Schutzmaßnahmen sowie von Covid-19-Erkrankungen bei Kindern.

Die Minister sprachen sich zudem dafür aus, in den nächsten Wochen ein Konzept zur Zukunft der Impfzentren zu erarbeiten. Deren Finanzierung durch den Bund ist vorerst bis 30. September gesichert.

Die Pressekonferenz nach der Gesundheitsministerkonferenz im Live-Stream

Update, 14.46 Uhr - Landratsamt Altötting ruft zu Impfanmeldung auf

Das Impfzentrum des Landkreises Altötting hat in den letzten drei Wochen über 10.000 terminierte Zweitimpfungen durchgeführt. Aufgrund der Impfstoffmengenbegrenzung in vergleichbarer Größe für die Impfzentren führte dies zu einer starken Einschränkung bei Erstimpfungen.

In den nächsten Wochen werden im Impfzentrum wieder verstärkt Erstimpfungen stattfinden. Aus diesem Grund ruft das Landratsamt nun alle impfwilligen Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich für eine Impfung über www.impfzentren.bayern anzumelden.

Landrat Erwin Schneider: „In den nächsten Wochen werden wir Personen aus der sogenannten Gruppe 4-ohne Priorität ein Impfangebot unterbreiten können. Aus diesem Grund bitte ich alle impfwilligen Bürgerinnen und Bürger, auch diejenigen, die glauben aufgrund ihres Alters noch lange nicht „dran“ zu sein, sich unbedingt anzumelden.“

Update, 13.25 Uhr - Studie: Junge Menschen sind in der Pandemie „müde“, aber „zuversichtlich“

Trotz aller Belastungen in der Pandemie und der verbreiteten Corona-Müdigkeit blicken fast zwei Drittel der jungen Menschen in Europa optimistisch in die Zukunft. Die aktuelle Gefühlslage beschrieb allerdings jeder zweite Befragte eher als negativ - nämlich mit „müde“, „unsicher“, „genervt“ oder „gestresst“, wie die am Mittwoch vorgestellte Jugendstudie der Tui-Stiftung ergab. 52 Prozent sagten, ihre Lebenssituation habe sich verschlechtert, in Deutschland waren es 46 Prozent. Fast vier von zehn Menschen zwischen 16 und 26 verloren demnach in den vergangenen Monaten den Job oder verdienten weniger - in Deutschland waren es 29 Prozent, in Griechenland 58 Prozent.

Am belastendsten empfanden 72 Prozent der jungen Menschen das fehlende öffentliche und soziale Leben - wegen Kontaktbeschränkungen und geschlossenen Geschäften, Cafès und Sportvereinen. Wie im Vorjahr hielten sich die jungen Erwachsenen nach eigenen Angaben aber überwiegend an die Corona-Regeln. Nur knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Befragten gab an, Maßnahmen und Empfehlungen zu ignorieren.

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im April 2021 mehr als 6200 junge Menschen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen. Allein in Deutschland waren es 1004.

Update, 12.32 Uhr - Nach Verwirrungen: Biontech liefert nach Übererfüllung Impfdosen wieder wie vereinbart

Der Impfstoffhersteller Biontech wird seine Impfstofflieferungen für Deutschland nach einer Übererfüllung im Juni im kommenden Monat wieder auf das vereinbarte Maß bringen. „Biontech hat im zweiten Quartal mehr als 50 Millionen Dosen an Deutschland ausgeliefert und damit den Vertrag übererfüllt“, sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. „Wir werden im Juni mehr Dosen liefern als ursprünglich vereinbart war, um die Impfkampagnen in Europa und damit auch in Deutschland zu unterstützen und zu beschleunigen.“ Im dritten Quartal und damit auch im Juli werde die Dosenanzahl wie vertraglich vereinbart geliefert.

Das Bundesgesundheitsministerium betonte: „Biontech hat durch eine vorgezogene Lieferung aus den Folgequartalen ermöglicht, dass im zweiten Quartal und insbesondere im Juni deutlich mehr Impfdosen geliefert werden können.“ Es sei aber immer klar gewesen, dass die Gesamtmenge, die Biontech liefere, im dritten Quartal sinken und insgesamt bei 40,2 Millionen liegen werde im Vergleich zu über 50 Millionen im zweiten Quartal. Das Bundesministerium geht für das dritte Quartal von durchschnittlich rund 3,3 Millionen Biontech-Impfdosen pro Woche aus.

Das Magazin „Business Insider“ hatte zuvor für Verwirrung gesorgt und berichtet, die Impfstoffmenge werde in der zweiten Juliwoche auf drei Millionen Dosen reduziert.

Update, 11.41 Uhr - Zehn Kreise und Städte schon coronafrei - die höchsten Inzidenzen liegen in Bayern

Derzeit flaut das Infektionsgeschehen weiter ab. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwoch mit bundesweit 13,2 an (Vortag: 15,5; Vorwoche: 20,8). Niedriger hatte der Wert zuletzt am 25. September (13,0) gelegen. Am 16. Juni vergangenen Jahres lag die Inzidenz bei 2,6 - um den Wert von drei hielt sie sich danach einige Wochen lang.

Aktuell meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 1455 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Mittwoch hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3254 Ansteckungen gelegen.

Schweinfurt und der Landkreis Lindau haben in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) derzeit die höchste Corona-Inzidenz. Am Sonntag führte die Stadt Schweinfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 86 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Lindau folgte mit 73.

In Schweinfurt gingen die Corona-Infektionen auf Ausbrüche in zwei Großfamilien zurück, teilte die Stadt mit. Die Familien stünden nicht miteinander im Zusammenhang, auch habe es vorher keine großen Feierlichkeiten gegeben. Die Familien seien sehr kooperativ und in Quarantäne.

Auch Lindau am Bodensee hatte mitgeteilt, dass es kein „diffuses“ Infektionsgeschehen gebe. „Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte“, hatte es in einer Mitteilung geheißen.

Auf der anderen Seite gibt es auch schon zehn coronafreie Kreise und Städte in Deutschland. In den Landkreisen Helmstedt, Lüchow-Dannenberg, Ammerland, Freisland, Wesermarsch und Donnersbergsowie in den Städten Primasens, Bayreuth, Neustadt ander Weinstraße, Flensburg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 0,0.

Update, 9.52 Uhr - CSU und Freie Wähler uneinig bei Corona-Anträgen für den Landtag

Zwischen Freien Wählern und CSU gibt es erneut Streit über die Corona-Strategie in Bayern. Nachdem sich die beiden Koalitionspartner bereits am Dienstag im Kabinett nicht über einen gemeinsamen Weg für Lockerungen der Maskenpflicht an Schulen einigen konnten, findet sich an diesem Mittwoch wegen der Uneinigkeiten auch kein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag auf der Tagesordnung des Landtags.

Hintergrund für den ungewöhnlichen Vorgang ist nach Angaben von Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Wähler, die Ablehnung drei vorgelegter FW-Anträge, davon einer zur Lockerung der Maskenpflicht an Bayerns Schulen.

Die äußerst dünne inhaltliche Begründung der Ablehnung unserer Anträge überzeugte uns nicht. Vielmehr entstand der Eindruck, dass auch wesentliche Teile der CSU-Abgeordneten zwischenzeitlich auf die Linie der Freien Wähler gewechselt sind“, sagte Mehring der Deutschen Presse-Agentur.

„Nach ihrer Rückkopplung mit der Staatskanzlei scheint - mit Karl Valentin gesprochen - aber leider zu gelten: „Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“. Dies entspreche nicht dem Parlamentsverständnis der Freien Wähler, weshalb sie ausnahmsweise gänzlich auf die Einbringung von zustimmungspflichtigen Dringlichkeitsanträgen verzichtet hätten.

Neben dem Antrag zur Lockerung der Maskenpflicht für Schüler im Klassenzimmer bei einer Inzidenz unter 35 forderte ein zweiter Antrag, dass Kulturveranstaltungen im Freien ohne fester Obergrenze der Besucherzahl wieder zugelassen werden. „Während 14 500 Menschen die EM verfolgen, schauen andere Sportarten, Künstler und Kulturschaffende weiterhin in die Röhre. Angesichts des abgeflachten Infektionsgeschehens und der sommerlichen Witterung wollten wir deshalb per Dringlichkeitsantrag weitere Öffnungen für den Kulturbereich beschließen“, sagte Mehring.

Update, 8.17 Uhr - Neueste Corona-Zahlen für die Region

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region sind weiter extrem rückläufig. In allen Gebieten sind die Inzidenzen deutlich gesunken. Der größte Sprung wurde im Berchtesgadener Land festgestellt. Dort sank die Inzidenz von 40,6 auf 28,3. Neben dem Kreis Altötting 6,3 (Vortag: 8,1) liegt nun auch Kreis Mühldorf mit 8,6 (Vortag: 15,5) unter der Marke von 10. Der Kreis Rosenheim liegt heute bei 12,6 (Vortag: 14,2) und die Stadt bei 15,7 (Vortag: 23,6). Und auch im Kreis Traunstein sank die Inzidenz von 28,8 auf 24,8.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen (Stand 16. Juni).

Die Neuinfektion hingegen sind in Südostbayern leicht angestiegen. Während am Vortag nur vier Neuinfektionen in allen Kreisen und Städten gemeldet wurden, lag die Zahl heute bei immer noch niedrigen 18 Coronavirus-Infektionen - die meisten im Kreis Rosenheim (sieben).

In der Region wurde laut RKI ein weiterer Todesfall gemeldet. Demnach ist wie schon am Vortag eine Person aus der Stadt Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.15 Uhr - Impfzentren vor Verlängerung - Frust in Kliniken und Pflege groß

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Mittwoch über die Zukunft der regionalen Impfzentren und die Corona-Folgen bei Kindern und Jugendlichen. Die Zukunft der Impfzentren ist offen, mehrere Länder wollen die Einrichtungen länger als bisher geplant weiterführen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass die Schließungen der Impfzentren im Freistaat wahrscheinlich bis zum Jahreswechsel hinausgezögert werden.

Der Bund müsse die Finanzierung bis Ende des Jahres sicherstellen, forderte Bayerns Ressortchef Holetschek. Er sagte hierzu: „Ich glaube, dass wir die Impfzentren bis Ende des Jahres weiter brauchen werden und dass der Bund da weiter finanzieren muss.“ Konzeptionelle Änderungen etwa hin zu mehr mobilen Teams seien denkbar. In den Ländern wurde auch betont, dass die Impfzentren eine Übergangslösung seien.

Weiter seien bei den Beratungen auch Schritte gegen Langzeitfolgen von Covid-Erkrankungen geplant. Die Bundespsychotherapeutenkammer forderte zum Beispiel mehr Behandlungsmöglichkeiten sowie mehr darüber hinausgehende Alltagsangebote für belastete Kinder und Jugendliche. Gestiegen sei der Behandlungsbedarfs infolge Corona. Nun müssten kurzfristig mehr befristete Praxissitze für psychotherapeutische Behandlung zugelassen werden.

Von der Gewerkschaft Verdi organisierte Proteste sollen am Mittag vor den Gesundheitsministerien der Landeshauptstädte stattfinden. Auf dem Max-Joseph-Platz in München werden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Holetschek erwartet. Die Proteste richten sich gegen die angespannte Arbeitssituation vieler Beschäftigter.

So gaben bei einer Umfrage von Verdi in Kliniken und Pflegeeinrichtungen 52 Prozent der Befragten an, dass sie mit ihren Aufgaben innerhalb eines Arbeitstages nur eingeschränkt oder gar nicht fertig werden können.

78 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, mit der derzeitigen Personalausstattung in ihrem Bereich bis zur Rente zu arbeiten. Im Krankenhausbereich sind es sogar 83 Prozent.

RKI registriert 1455 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 13,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3254 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 137 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 107 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90 074 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 13,2 an (Vortag: 15,5; Vorwoche: 20,8). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3 717 625 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 590 900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 72 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mz/aic/dpa

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