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News-Ticker zur Corona-Pandemie

50 Menschen bei Corona-Ausbruch in Burgkirchener Seniorenheim infiziert - zwei Todesfälle

Coronavirus - Testung in Seniorenbetreuungseinrichtung
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Die Senioren- und Pflegeeinrichtung St. Rupert in Burgkirchen ist derzeit von der Corona-Pandemie stark betroffen. (Symbolbild)
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  • Benjamin Schneider
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  • Markus Zwigl
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  • Martina Hunger
    Martina Hunger

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt noch immer für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (13. Januar) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 459 (Quelle/Stand: DIVI, 13. Januar, 6.05 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 75,4% (Quelle/Stand: DIVI, 13. Januar, 6.15 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 87,4% (Quelle/Stand: DIVI, 13. Januar, 6.15 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 632,2, Landkreis Rosenheim 545,6, Landkreis Traunstein 383,1, Landkreis Berchtesgadener Land 272,7, Landkreis Mühldorf 503,1, Landkreis Altötting 370,8 (Quelle/Stand: RKI, 13. Januar, 3.22 Uhr)*
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 9170, Landkreis Rosenheim 37.346, Traunstein 27.884, Berchtesgadener Land 16.368, Mühldorf 17.599, Altötting 14.260 (Quelle/Stand: RKI, 13. Januar, 3.22 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 100, Landkreis Rosenheim 639, Traunstein 310, Berchtesgadener Land 158, Mühldorf 260, Altötting 282 (Quelle/Stand: RKI, 13. Januar, 3.22 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt die Inzidenz in einer Stadt/einem Kreis auf 1000 oder höher, tritt laut 15. Bayerischer Infektionsschutzverordnung ein regionaler Hotspot-Lockdown in Kraft

Update, 22.18 Uhr - RKI: Omikron-Variante legt in Deutschland weiter rasch zu

Die Omikron-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasant ausgebreitet. In der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend hervor. Damit sei laut dieser Datenquelle Omikron die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland, schreibt das RKI. Als Vergleichswert für die Woche zuvor wird ein Anteil von 51 Prozent angegeben. Berücksichtigt werden bei diesen Daten sowohl Nachweise per Erbgutanalyse als auch Verdachtsfälle durch sogenannte variantenspezifische PCR-Tests.

Aussagekräftiger, aber weniger aktuell als die Meldedaten, sind Erkenntnisse aus einer weiteren Quelle, einer Stichprobe: Hier fließen ausschließlich Ergebnisse vollständiger Erbgutanalysen von zufällig ausgewählten Proben ein. Der Omikron-Anteil in der letzten Woche 2021 lag demnach laut RKI-Bericht bei rund 40 Prozent. Dies entspricht etwa einer Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor.

Die Delta-Variante, auf deren Konto die vierte Welle ging, verliert unterdessen weiter an Boden. Das RKI verwies jedoch auf große regionale Unterschiede beim Omikron-Stand: Der Anteil liege zwischen 11 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen. Generell werde in den nächsten Wochen mit einer starken Zunahme von Infektionen «mit der auch bei Geimpften und Genesenen leichter übertragbaren Omikronvariante gerechnet», hieß es.

Update, 20.54 Uhr - Corona-Ausbruch in Seniorenheim im Kreis Altötting

Die Senioren- und Pflegeeinrichtung St. Rupert in Burgkirchen ist derzeit von der Corona-Pandemie stark betroffen.

29 positiv getestete Mitarbeitende sind in Quarantäne. 21 Bewohner sind ebenfalls infiziert, teilt die Caritas Abteilungsleiterin Altenhilfe, Heidi Brem mit. Zwei Todesfälle muss die Caritas beklagen. Die hochbetagten Palliativ-Patienten sind mit Corona verstorben. Den Angehörigen und Familien gilt in dieser Situation die besondere Anteilnahme der Caritas.

Um Pflege und Betreuung aufrechtzuerhalten, hat die Einrichtungsleiterin, Christine Kaiser, Personal umgeschichtet und neue Mitarbeitende über den Pflegepool eingestellt. Dazu helfen acht Bundeswehrsoldaten seit Dienstag in Küche, Wäscherei und Haustechnik aus und entlasten die Pflegekräfte. Daneben hat die Leiterin bei weiteren Caritas-Senioreneinrichtungen und über das Landratsamt bei Hilfsorganisationen um personelle Unterstützung gebeten. Diese Maßnahmen greifen bereits.

Die Impfquote in der Caritas St. Rupert Einrichtung liegt sowohl bei Bewohner/-innen als auch Mitarbeitenden bei 90 Prozent und leicht darüber. Bislang sind mindestens drei Corona-positive Personen mit der Omikron-Variante erkrankt; weitere Laborwerte befinden sich noch in der Auswertung.

Für alle Personen der Einrichtung gilt ein täglicher Schnelltest, zudem standen am 6. Januar und 11. Januar PCR-Reihen-Testungen an. Von den Infizierten befindet sich derzeit ein Bewohner in klinischer Behandlung. Insgesamt werden in St. Rupert aktuell 98 Senioren/-innen von etwa 64 Mitarbeitenden versorgt.

Pressemitteilung Senioren- und Pflegeeinrichtung St. Rupert in Burgkirchen

Update, 20.29 Uhr - Omikron-Infektionsgefahr bringt Bayerns Landtag an seine Grenzen

Angesichts der sich rasant ausbreitenden Omikron-Welle ist noch völlig offen, wie der bayerische Landtag in den kommenden Wochen arbeiten kann. „Wir hoffen, dass wir mit den Testungen einen sicheren Parlamentsbetrieb hinbekommen“, sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Weiter: „Es wird schwierig.“

Wie das Testmanagement konkret aussehen kann, ist dem Vernehmen nach aber bislang unklar. Denkbar wäre eine Reduzierung der Abgeordneten und PCR-Tests 24 Stunden vor den Sitzungen. Ein Ausfall von Sitzungen oder gar eine längere Zwangspause soll unbedingt verhindert werden.

Nachdem in dieser Woche die Klausur der Freien Wähler kurzfristig hatte abgesagt werden müssen, weil mehrere vollständig geimpfte und geboosterte Abgeordnete und Mitarbeiter bei PCR-Tests positiv waren obwohl die Schnelltests nicht anschlugen, gibt es Zweifel an der bisherigen Sicherheitsstrategie. Denn bisher setzte der Landtag ebenfalls auf freiwillige Antigenschnelltests vor den Sitzungen.

Aigner wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zum weiteren Vorgehen äußern. Am Donnerstag in einer Woche (20. Januar) will der Ältestenrat über das weitere Vorgehen entscheiden. Eine komplette Verlagerung ins Netz, wie etwa bei Ausschusssitzungen, ist laut Aigner nicht möglich: „Durch Geschäftsordnung ist ein reiner Online-Parlamentsbetrieb nicht möglich.“

Update, 18.45 Uhr - Weiterer Fall in Oberbayern: Mehr als 550 Impfungen mit abgelaufenem Impfstoff

Im oberbayerischen Herrsching (Landkreis Starnberg) sind im Januar Impfdosen gespritzt worden, die bereits einige Tage zuvor abgelaufen waren. Versehentlich sei zwischen dem 2. und 11. Januar Impfstoff des Herstellers Moderna verwendet worden, dessen Haltbarkeit nur bis zum 31. Dezember 2021 datiert gewesen sei, teilte das Landratsamt Starnberg am Donnerstag mit. 551 Impfungen seien mit den betroffenen Fläschchen durchgeführt worden.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) als Betreiber der Impfstelle informiere derzeit die Betroffenen. Sorgen müssten sie aber deshalb nicht haben, hieß es weiter: „Die Verabreichung des Impfstoffs über die Herstellerempfehlung hinaus hätte nicht geschehen sollen, ist aber gesundheitlich unbedenklich“, sagte der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Richard Aulehner.  

„Die bisherigen Erfahrungen andernorts zeigen, dass auch hinsichtlich der Wirksamkeit des so kurzzeitig über die Herstellerempfehlung eingesetzten Impfstoffs ein guter Impfschutz besteht.“ Den betroffenen Menschen werde jedoch ein kostenloser Antikörper-Test angeboten.

Zuvor waren zwei Fälle in Oberbayern bekannt geworden, wo ebenfalls abgelaufener Impfstoff verabreicht worden war - in Ingolstadt und in Ebersberg.

Update, 18.12 Uhr - 98 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Mittwoch (12. Januar) 98 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich sieben Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 16.368 (Stand RKI: 13. Januar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 272,7 (Stand RKI: 13. Januar, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 388 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 107 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 15 in Alten- und Pflegeheimen, sechs in Gemeinschaftsunterkünften, 76 in Schulen, neun in Kindergärten und einem in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 290 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 18 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 17 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt drei Patienten intensivmedizinisch betreut. Davon haben zwei Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land. Von den 18 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind sieben Personen vollständig geimpft. Von diesen sieben Patienten haben sechs Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und werden auf der Normalstation behandelt.

Die KSOB behandeln an den Standorten im Landkreis Traunstein derzeit insgesamt 14 COVID-19-Patienten. Davon hat eine Person ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und wird auf der Intensivstation behandelt. Diese Person ist nicht geimpft. Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 32 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 24 Patienten auf der Normalstation und acht Patienten auf der Intensivstation.

Update, 17.19 Uhr - Stiko spricht sich für Auffrischimpfung bei 12- bis 17-Jährigen aus

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich generell für eine Corona-Auffrischimpfung auch bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ausgesprochen. Das Gremium empfehle eine sogenannte Boosterimpfung für diese Altersgruppe mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer „in der altersentsprechenden Dosierung“ und mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mit. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

Bislang werden Booster-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab zwölf in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Ende Dezember hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) klargestellt, dass Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren „unabhängig von den Empfehlungen“ der Stiko grundsätzlich einen Anspruch auf Auffrischimpfungen hätten.

Update, 16.45 Uhr - 190 Neuinfektionen im Kreis Traunstein: Inzidenz bei 383,1

Seit der letzten Pressemitteilung am 12. Januar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein 190 Neuinfektionen eingegangen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 383,1. Es liegen insgesamt 27.993 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 26.805 Personen (46 Personen mehr seit der Meldung vom 12. Januar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 310 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

In der Kalenderwoche 1 sind nach aktueller Meldelage 525 neue COVID-19-Fälle beim RKI registriert worden. Von den 525 COVID-19-Fällen waren 287 nicht oder nicht vollständig geimpft. Bei 238 Personen lag ein vollständiger Impfschutz vor. In den Kliniken Südostbayern werden insgesamt 32 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 24 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation.

Update, 15.50 Uhr - Holetschek: Hotspot-Regelung wird ausgesetzt

Landkreise und kreisfreie Städte, die in den kommenden Tagen gegebenenfalls eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 übersteigen, müssen das öffentliche Leben nicht automatisch herunterfahren: Die sogenannte Hotspot-Regelung wird bis zur geplanten Überarbeitung im Kabinett ausgesetzt. Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag an.

„Ich denke, es ist richtig und angemessen, die momentan in Bayern geltenden Hotspot-Regelungen, die an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 gebunden sind, an Omikron anzupassen“, sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur in München. Jeder Tag bringe zusätzliches Wissen und zähle für eine möglichst sachgerechte Anpassung der Hotspot-Regelung. „Solange wird die bestehende Hotspot-Regelung nicht angewendet“, erklärte der Minister. „Ansonsten käme es wohl bereits in wenigen Tagen in Bayern wieder zu regionalen Lockdowns.“

Die Corona-Zahlen steigen auch in Bayern derzeit rasant an, mehrere Regionen lagen am Donnerstag bereits über der Inzidenz-Marke 600.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung, die das Kabinett am Dienstag verlängerte, müsste in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 das öffentliche Leben drastisch heruntergefahren werden. Unter anderem müssten die Gastronomie sowie Beherbergungsbetriebe, Sport- und Kulturstätten schließen. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hatte bereits eine Erhöhung des Schwellenwerts angedeutet - darüber und über weitere Details will das Kabinett kommende Woche beraten.

Update, 15.03 Uhr - Fast zwei Drittel der neuaufgenommenen Corona-Patienten auf Intensivstation sind ungeimpft

Fast zwei Drittel der neuaufgenommenen Corona-Patienten auf Intensivstation sind ungeimpft. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Untersuchung von Robert Koch-Institut und Intensivmedizinervereinigung DIVI, wie die beiden Organisationen am Donnerstag mitteilten. Demnach waren zuletzt von knapp 9000 Intensivpatienten, bei denen der Impfstatus bekannt war, 62 Prozent ungeimpft. 10 Prozent hatten einen unvollständigen Immunschutz (Genesen ohne Impfung beziehungsweise Teil-Immunisierung), 28 Prozent hatten eine vollständige Grundimmunisierung oder bereits eine Auffrischimpfung. Die Erhebung bezieht sich auf den Zeitraum 14. Dezember 2021 bis 12. Januar 2022.

RKI und DIVI weisen darauf hin, dass die ausgewerteten Daten in dieser Form nicht geeignet seien, die Wirksamkeit der Impfung einzuschätzen. Dafür müssten die Daten unter anderem in ein Verhältnis mit der Entwicklung der allgemeinen Impfquote der Bevölkerung gesetzt werden. In Deutschland hatten bis Donnerstag 72,3 Prozent der Bevölkerung eine vollständige Grundimmunisierung erhalten.

Update, 14.33 Uhr - Zoll zieht Ladung mit 1,4 Millionen Schutzmasken aus dem Verkehr

Etwa 1,4 Millionen medizinische Schutzmasken minderer Qualität hatte ein Lastwagen geladen, den der Zoll an der Grenze zu Tschechien aus dem Verkehr gezogen hat. Wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte, hätten die OP-Masken nicht den in der Europäischen Union (EU) geltenden Normen und Vorschriften entsprochen. Der aus Südosteuropa kommende Transporter war am Grenzübergang Furth im Wald (Landkreis Cham) gestoppt worden.

Die Marktüberwachungsbehörde der Regierung von Oberfranken prüfte die Ware und bestätigte die Zweifel der Zollbeamten an der Qualität der Masken. Die Ware sei in das Herkunftsland zurückgeschickt worden, hieß es. Verbraucherschutz spiele eine große Rolle, deswegen würden Schutzgüter wie OP-Masken und Einweghandschuhe auf die Einhaltung der Normen hin kontrolliert. Immer wieder entspräche Ware allerdings nicht den Vorschriften, sagte Christine Zecha, Leiterin des Zollamtes Regensburg-Furth im Wald.

Update, 13.51 Uhr - Wegen möglicher Massenerkrankungen: Omikron-Notfallpläne in Behörden und Kommunen

Behörden und Kommunen in Bayern haben sich flächendeckend mit Omikron-Notfallplänen auf mögliche Massenerkrankungen in den Belegschaften vorbereitet. Ziel ist es, den Betrieb auch dann aufrecht erhalten zu können, wenn sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichzeitig mit der hochansteckenden Variante des Coronavirus infizieren. Das geht aus den Antworten des Innenministeriums und der Stadtverwaltungen von München und Nürnberg hervor.

So praktizieren Polizei, Feuerwehren, Krankenhäuser, Stadtwerke und andere Einrichtungen derzeit die Umstellung auf feste Schichtmodelle und weitere Maßnahmen, um potenziell infektiöse Kontakte zu reduzieren. Wo möglich, wird auf Heimarbeit umgestellt, außerdem wird möglichst häufig getestet.

Ein Sprecher des Innenministeriums in München zählt die Maßnahmen bei der bayerischen Polizei auf. Dazu gehört unter anderem „die Bildung von personengleichen Kohorten im Präsenzdienst“ - was bedeutet, dass möglichst immer die gleichen Beamtinnen und Beamten gemeinsam im Dienst sind. Demselben Zweck dient die Umstellung von flexiblen auf starre Schichtmodelle. Die bayerische Polizei sei voll einsatzfähig, betonte der Sprecher.

Nachdem der Expertenrat der Bundesregierung vor Weihnachten wegen Omikron Alarm geschlagen hatte, haben in den vergangenen Wochen Behörden und Kommunen bundesweit ihre Notfallpläne mit Blick auf die erwartete Omikron-Welle aktualisiert. Zur kritischen Infrastruktur zählen unter anderem Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr, Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Telefon- und Datennetz sowie große Bahnhöfe.

Update, 12.56 Uhr - Impfzug fährt etwas schneller: 780.000 Corona-Impfungen am Mittwoch

Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen in Deutschland etwas schneller voran. Am Mittwoch wurden 780.000 Impfdosen verabreicht, rund 66.000 mehr als tags zuvor. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Donnerstag über sein Dashboard mit. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage habe es täglich 593.000 Impfungen gegeben, also rechnerisch sieben Personen pro Sekunde.

Damit sind dem RKI zufolge mindestens 60,1 Millionen Menschen oder 72,3 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent bis Ende Januar an. 37,5 Millionen oder 45,1 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron. Nicht geimpft sind noch 20,9 Millionen Menschen oder gut ein Viertel der Bevölkerung. Dazu gehören auch 4,0 Millionen Kleinkinder bis 4 Jahre, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist.

Update, 12.24 Uhr - PCR-Test sollen für Schulen reserviert werden

Nach Meldungen über knapper werdende Testkapazitäten hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger gefordert, Schulen besonders zu berücksichtigen. „Schulen gehören zur kritischen Infrastruktur und falls Testkapazitäten knapp werden, dann dürfen Schülerinnen und Schüler nicht das Nachsehen haben in unserem Land“, sagte die FDP-Politikerin am Donnerstag im Bundestag bei der Debatte über die geplante Bildungspolitik der Ampel-Koalition. Deshalb müsse die Schule mindestens den Rang von Kultureinrichtungen bekommen in der kritischen Infrastruktur, fügte sie hinzu. Das Bildungsministerium teilte auf Nachfrage mit, dass es sich in der Koalition dafür einsetze und Gespräche darüber liefen.

Die Medizinlabore in Deutschland nähern sich nach Angaben des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin wegen der hohen Infektionszahlen den Grenzen ihrer Auslastung. Diskutiert wird bereits über eine Priorisierung bei PCR-Tests. „Da haben Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur Vorrang“, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, der „Süddeutschen Zeitung“.

Update 11.53 Uhr - Corona-Inzidenz in Bayern steigt deutlich

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter deutlich an. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 420,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das sind 45,1 mehr als noch am Vortag und nur noch minimal weniger als der bundesweite Durchschnitt von 427,7. In Bayern wurden 14.346 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle stieg um 36 auf 20.090.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern gibt es derzeit im Landkreis Ebersberg mit 671,8 und der Stadt München mit 645,3. Am niedrigsten sind sie in Neumarkt in der Oberpfalz mit 165,6 und Coburg mit 171,0.

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten leicht. Das Divi-Intensivregister meldete am Donnerstagmorgen (Stand 7.05 Uhr) 457 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 31 weniger als noch am Mittwoch. 297 davon mussten invasiv beatmet werden.

Update, 11.05 Uhr - Urteil in Kanada: Gericht entzieht ungeimpftem Vater das Sorgerecht

In der kanadischen Provinz Québec hat ein Gericht einem impfskeptischen Vater vorübergehend das Sorgerecht für sein Kind entzogen. In der Entscheidung vom 23. Dezember heißt es, dass es nicht im „besten Interesse“ des Kindes sei, „Kontakt zu seinem Vater zu haben, wenn dieser nicht geimpft ist und sich in der aktuellen epidemiologischen Situation gegen Gesundheitsmaßnahmen ausspricht“.

Der Vater hatte ursprünglich beantragt, sein Sorgerecht für den Zwölfjährigen über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel zu verlängern. Der Richter hob jedoch alle seine Rechte bis Februar auf, es sei denn, er entscheidet sich doch noch für eine Impfung.

Der Richter stellte fest, dass Äußerungen des Vaters auf Internetplattformen zeigten, „dass er sich offenbar gegen Impfungen und Gesundheitsmaßnahmen ausspricht“. Der Schutz des Kindes vor dem Coronavirus sei daher auch angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante nicht gewährleistet.

Update, 10.22 Uhr - Landkreis Altötting meldet 570 aktive Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 76 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 12. Januar). Unter den Neu-Infizierten sind alle Altersgruppen vertreten - von einem Kleinkind (1) aus Garching, einem Schüler (8) aus Altötting bis hin zu einer 87-jährigen Person aus Burghausen. Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 14.259 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 370,8. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis 570 aktive Fälle. Die meisten davon in Burghausen (98), Altötting (74) und Burgkirchen (74).

Update, 9.36 Uhr - Durchsuchungen wegen mutmaßlich falscher Impfbescheinigungen

Die Polizei hat in Bayern und drei weiteren Bundesländern Wohnungen von mehr als 100 Personen durchsucht, die sich falsche Impfbescheinigungen besorgt haben sollen. Die Ermittler stellten bei der Aktion, die am frühen Donnerstagmorgen begann, unter anderem Impfausweise und Smartphones sicher. Zudem wurde bei Beschuldigten Blut entnommen, um den Impfstatus zu klären, wie ein Sprecher der Polizei erklärte.

Ausgangspunkt der Durchsuchungen ist der Fall eines Hausarztes im Landkreis Donau-Ries, der Scheinimpfungen verabreicht und Impfbescheinigungen ohne Impfung ausgestellt haben soll. Die Durchsuchungen richten sich nun gegen Personen, die im Verdacht stehen, den Arzt bewusst aufgesucht zu haben, um eine Impfung bescheinigt zu bekommen, ohne sich impfen zu lassen.

Gegen sie wird laut Polizei wegen der Beihilfe beziehungsweise Anstiftung zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse und deren Verwendung ermittelt. Außerdem stünden Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz im Raum. Gegen den Arzt wurde zwischenzeitlich ein Berufsverbot verhängt. Bei den Durchsuchungen waren am Donnerstagmorgen mehr als 200 Beamte im Einsatz, zunächst verliefen sie nach Angaben eines Polizeisprechers friedlich.

Update, 9.03 Uhr - Bundestag stimmt über neue Corona-Quarantäneregeln ab

Der Bundestag stimmt am Donnerstag über die zwischen Bund und Ländern verabredeten neuen Corona-Quarantäneregeln ab. Die Abgeordneten werden sich voraussichtlich am Abend damit befassen. Zuvor stellen weitere Bundesminister ihre Vorhaben für die Legislaturperiode vor (ab 9 Uhr), darunter am frühen Nachmittag auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Die Debatte zur Gesundheitspolitik wird sich aller Voraussicht nach größtenteils um die Corona-Pandemie drehen.

Bund und Länder hatten die Quarantäne-Neuregelungen vergangene Woche vereinbart. Eine entsprechende Verordnung soll festlegen, welche generellen Ausnahmen es als Kontaktperson von Infizierten und als selbst Infizierter geben kann, wenn man geimpft oder genesen ist. Nach dem Bundestag soll sich am Freitag der Bundesrat abschließend damit befassen. In Kraft treten soll sie voraussichtlich am Samstag. Letztlich umgesetzt werden die Regeln dann von den Ländern. Die Quarantäne-Verkürzungen sollen wichtige Versorgungsbereiche am Laufen halten, auch wenn die Infiziertenzahlen stark steigen.

Update, 8.24 Uhr - RKI: Inzidenzen in der Region steigen sprunghaft an

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und die Entwicklung in den vergangenen sieben Tagen. (Stand: 13. Januar 2022)

Nicht nur die bundesweiten Neuinfektionen, auch die Inzidenzen in der Region steigen unaufhörlich an. Die Neuinfektionen haben sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt auf nun 451 (209 Neuinfektionen am Donnerstag, 6. Januar).

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 347 auf 371), Landkreis Mühldorf (von 444 auf 503), Kreis Berchtesgadener Land (von 214 auf 273), Landkreis Traunstein (von 324 auf 383), Stadt Rosenheim (von 502 auf 632) und Landkreis Rosenheim (von 467 auf 546).

Leider meldet das RKI in der Region auch sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach sind drei Personen im Kreis Rosenheim und je eine Person in den Landkreisen Altötting und Mühldorf und der Stadt Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zur Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.39 Uhr - Lauterbach sieht Impfziel bis Ende Januar in Gefahr

Das Corona-Impfziel der Bundesregierung bis Ende Januar ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach stark in Gefahr. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenportal „The Pioneer“: „Es wird sehr schwer sein, das ist klar.“ Bis Ende Januar sollen nach den Plänen der Ampel-Koalition 80 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft sein. Bis Mittwochmorgen erhielten 74,8 Prozent - oder 62,2 Millionen Menschen - mindestens eine Impfdosis.

Lauterbach sagte, über die Feiertage habe es einen Rückgang bei den Impfungen gegeben. „Daher muss man das wieder anschieben. Aber darüber lohnt es nicht zu lamentieren“, sagte der Minister. „Wir müssen mit Hochdruck arbeiten.“ Am Dienstag wurden in Deutschland mehr als 710.000 Impfstoffdosen verabreicht, darunter 48.500 Erstimpfungen. Am Montag gab es mehr als 520 000 Impfungen, darunter 34.700 Erstimpfungen.

Update, 6.51 Uhr - Bayern muss noch über Fortsetzung der Luca-App entscheiden

Der Freistaat Bayern hat noch keine Entscheidung getroffen, ob er auch weiterhin auf die umstrittene Luca-App bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten setzen will. Das sagte ein Sprecher des Digitalministeriums in München. Die Lizenz sei im vergangenen Jahr für zwölf Monate gekauft worden und laufe am 5. April aus

Unklar ist, wie intensiv das Luca-System in den Gesundheitsämtern überhaupt genutzt wird, zumal viele die Kontaktnachverfolgung fast eingestellt haben. Seit geraumer Zeit bietet auch die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts, die von den Unternehmen SAP und Deutsche Telekom entwickelt wurde, viele der Luca-Funktionen. Dazu gehört auch ein Modus, um Kontakte bei Events in geschlossenen Räumen zu erfassen. Die Macher der Luca-App sind der Ansicht, dass sich die Corona-Warn-App und Luca konzeptionell ergänzen.

Erneut Höchststand der Corona-Neuinfektionen - 81.417 Fälle

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erneut einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 81.417 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Mittwoch hatte die Zahl erstmals die Schwelle von 80 000 überschritten. Vor genau einer Woche waren es 64.340 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 407,5 gelegen (News-Ticker Mittwoch, 12. Januar). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 285,9 (Vormonat: 389,2).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 316 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 443 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.743.228 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch 3,13 (Dienstag mit 3,34) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 6.878.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115.051.

mh/mz/dpa

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