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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Flexible Termine bei Impfungen gefordert - Zwei Cluster an hoher Inzidenz im BGL schuld

Die Kirche Maria Gern ist vor dem Watzmann (r) zu sehen.
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Watzmann (Symbolbild)
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  • Sebastian Aicher
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    Martin Weidner

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (10. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 29,9, Landkreis Rosenheim 24,5, Landkreis Traunstein 20,9, Landkreis Berchtesgadener Land 29,3, Landkreis Mühldorf 17,3, Landkreis Altötting 13,5 (Quelle/Stand: RKI, 10. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3925, Landkreis Rosenheim 13.847, Traunstein 10.995, Berchtesgadener Land 5966, Mühldorf 6949, Altötting 6047 (Quelle/Stand: RKI, 10. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 62, Landkreis Rosenheim 458, Traunstein 215, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 153, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 10. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 89.585 Todesfälle in Deutschland (15.070 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.37 Uhr - Unabhängige Patientenberatung will mehr Flexibilität bei Zweitimpfung

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) fordert, Termine für die Zweitimpfungen gegen das Coronavirus künftig flexibler zu gestalten. Die starren Vorgaben für die Zweitimpfungen erschwerten die Bekämpfung der Pandemie, kritisierte die UPD laut Mitteilung vom Donnerstag. Organisation und Belieferung müssten schnell so gestaltet werden, dass ein Wechsel der Impfstelle möglich sei.

„Eine möglichst vollständige Impfung können wir nur erreichen, wenn die Menschen unkompliziert an die Zweitimpfungen kommen”, sagte UPD-Geschäftsführer Thorben Krumwiede.
Probleme bei der Organisation der Zweitimpftermine seien ein Dauerthema – viele Menschen könnten nicht nachvollziehen, warum beispielsweise der Wechsel vom Impfzentrum zum Betriebsmediziner oder Hausarzt ihnen in der Regel verwehrt bleibe. Viele empfänden etwa die Anfahrtswege zu den Impfzentren als belastend – oder hätten beispielsweise Probleme, einen Zweittermin zu vereinbaren, wenn bei der Erstimpfung noch kein konkreter Folgetermin ausgemacht worden sei.

Als Folge bestehe die Gefahr, dass die Impfmotivation nachlasse, warnte Krumwiede. Um genug Menschen zur Überwindung der Pandemie zu impfen, gehe es nicht nur um theoretische Impfangebote, sondern auch darum „möglichst viele Hürden zum Zweittermin aus dem Weg zu räumen”, betonte Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der UPD. Eine solche sei die starre Bindung an eine Impfstelle.

Update, 18.18 Uhr - 20 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land meldet seit gestern 20 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis. Davon befanden sich vier Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 29,3 (Stand RKI: 10. Juni, 0 Uhr). Aktuell gibt es 48 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon zwei Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 31 neue COVID-19-Fälle.

Die derzeit wieder steigenden Fallzahlen im Berchtesgadener Land sind grundsätzlich auf zwei Cluster zurückzuführen. Dabei handelt es sich zum einen um Infektionen im familiären Bereich zum anderen um eine größere private Reisegruppe. Im Fall des zweiten Clusters passierten die Ansteckungen nach derzeitigem Kenntnisstand bereits auf der Hinreise. Das Cluster wurde dem Gesundheitsamt am gestrigen Mittwoch bekannt, bis zum Abend konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts die Kontaktpersonen vollständig eingrenzen und die entsprechenden Maßnahmen in die Wege leiten. Hinweis: Aufgrund des Meldezeitpunkts für die Veröffentlichung durch das Robert-Koch-Institut werden im Bereich der Personen in Quarantäne die Zahlen damit erst ab dem morgigen Tag ansteigen.

Aufgrund der steigenden Zahlen ruft das Staatliche Gesundheitsamt dazu auf, trotz des aktuell niedrigen Infektionsgeschehens umsichtig mit den seit heute geltenden Lockerungen umzugehen und auch weiterhin die Hygiene- und AHA-L-Regeln zu beachten. Wenn es zu Infektionen kommt, ist es für eine rasche Unterbrechung der Infektionsketten für das Gesundheitsamt unbedingt erforderlich, in kürzester Zeit alle möglichen Kontaktpersonen ausfindig machen zu können. Aus diesem Grund wird nochmals dringend darum gebeten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamts unverzüglich alle Kontakte zu nennen. Nur so kann das Geschehen eingegrenzt und erneute Verschärfungen der Maßnahmen entsprechend der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vermieden werden.

Update, 17.46 Uhr Spahn rät zu Vorsicht beim gemeinsamen Fußball-EM-Schauen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rät beim gemeinsamen Anschauen von Spielen der Fußball-EM in größeren Gruppen trotz der entspannteren Corona-Lage zu weiter wichtiger Vorsicht. Entscheidend seien am Ende Abstand, dass Teilnehmer idealerweise getestet oder geimpft seien und „vielleicht etwas weniger Alkohol”, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Alkohol mache generell nachlässiger, was Schutzvorkehrungen angehe.

Mit Blick auf größere Public-Viewing-Veranstaltungen sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, unter bestimmten Voraussetzungen könnten solche Events möglich sein. Abhängig von Indikatoren wie den Neuansteckungen und der Belegung von Intensivstationen könne man dies mit bestimmten Zahlen von Menschen stattfinden lassen, was aber in der Verantwortung der lokalen Behörden liege. Wichtig sei, dass man Basismaßnahmen wie Abstand, Hygiene und Masken weiter einhalte. Das Virus werde durch Mobilität getragen. Mit solchen Events sollten die Zahlen nicht wieder steigen.

Update, 17.44 Uhr - Merkel zur Ministerpräsidentenkonferenz

Entgegen aller Erwartungen ging es in der Ministerpräsidentenkonferenz nicht um die aktuelle Corona-Lage. Großes Thema war vor allem die Energiewende und der Bau neuer Stromleitungen.

Merkel verwies auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das der Politik aufgegeben habe, beim Klimaschutz anspruchsvoller und ambitionierter zu werden. Dies stelle sich in der Novelle des Klimaschutzgesetzes dar - die Bundesregierung will darin Klimaziele anheben.

Update, 16.24 Uhr - Impfkommission empfiehlt Corona-Impfungen nur für vorerkrankte Kinder

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für zwölf- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus dem jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts am Donnerstag hervorging.

Update, 15.59 Uhr - Spahn zurückhaltend bei Debatte um Volksfeste im Herbst

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich zurückhaltend zu der Debatte geäußert, ob wegen der entspannteren Corona-Lage im Herbst wieder Volksfeste möglich sein sollten. Er finde es schwer, dies jetzt schon «“o rum oder so rum“ entscheiden zu können, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. „Eins haben wir immer gesagt: Das, was als letztes wieder gehen können wird, ist Party.“

Partys, Großveranstaltungen, Feiern, Karaneval, Wiesn, Schützenfest seien „leider genau das, wo dieses Virus sich am schnellsten ausbreitet“. Es werde auch wieder dazu kommen, dass Menschen sich ausgelassen in den Armen lägen - besonders bei hoher Impfquote und wenn die Lage insgesamt unter Kontrolle sei. „Aber ich traue mir nicht zu, heute zu sagen, dass das im Herbst schon wieder so voll geht“, sagte der Minister.

Update, 15.07 Uhr - Kreise: Arbeitsgruppe soll Regeln für Großveranstaltungen erarbeiten

Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit Großveranstaltungen in der Corona-Lage ist zunächst vertagt. Die Ministerpräsidenten einigten sich am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, dass sich eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien über die Frage des einheitlichen Umgangs von Großveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter verständigen solle. Diese sollen dann auch einen Beschluss fassen.

Damit ist der wohl größte Streitpunkt bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag vorerst abgeräumt. Seit 13.15 Uhr verhandeln die Länderchefs, ab 15 Uhr soll auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dazukommen. Dabei sollen aber eigentlich Corona-Themen gar nicht im Mittelpunkt stehen. Geplante Themen sind vielmehr der Stand der Digitalisierung der Verwaltung und die Energiewende in Deutschland.

Der Umgang mit Großveranstaltungen hatte unter den Ländern zunächst für teils massive Verstimmungen gesorgt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur forderten zumindest Teile der SPD-regierten Bundesländer bei der Ministerpräsidentenkonferenz Abstimmungsbedarf zum weiteren Vorgehen für allgemeine Großveranstaltungen, aber auch mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft.

Dies lehnte aber die B-Seite, also die unionsregierten Länder plus das Grünen-geführte Baden-Württemberg, laut Informationen aus Teilnehmerkreisen ebenso ab wie das Kanzleramt. Eine Einigung war damit von Anfang an extrem unwahrscheinlich.

Dem Vernehmen nach wünscht sich die SPD-Seite etwa grundlegende Rahmenbedingungen für Zuschauer bei Großveranstaltungen in Innenräumen und Open-Air abhängig von der Inzidenz, der Impfquote und einer verbindlichen Test- und Maskenpflicht.

Update, 14.31 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet einen neuen Corona-Fall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch (9. Juni) einen neuen bestätigten Corona-Fall.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 34 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 10. Juni 2021, 03.11 Uhr) bei 17,3.

Update, 13.27 Uhr - Stiko: Trotz Corona-Impfung fehlt einigen Menschen Immunschutz

Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Corona-Immunschutz aufgebaut haben. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Donnerstag/Print Freitag): „Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen.“ Die Immunantwort sei schlechter oder falle ganz aus.

Betroffen seien etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. In solchen Fällen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich zu verringern. „Man nennt das Kokonstrategie“, so Mertens. Auch bei Rheumapatienten sei die Immunantwort je nach Art der Immunsuppression zumindest reduziert. Im Moment könne man noch nicht abschätzen, wie groß die Gruppe der Patienten sei, die trotz vollständiger Impfung keinen oder einen zu geringen Immunschutz aufgebaut hätten. „Wir müssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelfälle sind.“

Die PK im Livestream:

Der Impfpass in der App: So funktioniert der digitale Impfnachweis (Plus-Artikel auf rosenheim24.de)

Update, 12.35 Uhr - „CovPass wird jetzt Schritt für Schritt aktiviert“

Ronald Fritz, Projektmanager von App-Entwickler IBM, betonte, dass der Testbetrieb der CovPass-App erfolgreich abgeschlossen werden konnte. „Wir werden jetzt den produktiven Wirkbetrieb Schritt für Schritt in Deutschland aktivieren“, so Fritz. Das Ganze erfolge unter hohen Sicherheitsstandards, unter anderem mit einem EU-konformen Integritätscheck, der nur von autorisierten Stellen wie Ärzten, Apotheken oder Impfzentren durchgeführt werden darf.

„Wir wollen, dass die Bürger das digitale Impfzertifikat für ihre Reise im Sommer nutzen können“, sagte Fritz. Deswegen sei hart daran gearbeitet worden, dass die Verzahnung zwischen den verschiedenen EU-Staaten möglichst reibungslos erfolgt. Dazu gibt es noch eine zweite Applikation namens „CovPass-Check“, durch welche das digitale Impfzertifikat aus Deutschland EU-weit und anders herum gelesen werden können soll.

Update, 12.22 Uhr - Wieler: „Pandemie ist noch nicht vorbei!“

RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler sprach ebenfalls von einem positiven Trend bei den Corona-Infektionszahlen. Allerdings seien die Todeszahlen in Deutschland nach wie vor ziemlich hoch. „Die Pandemie ist trotz einer guten Entwicklung noch nicht vorbei“, betonte Wieler. 24 Prozent der Deutschen sind inzwischen vollständig geimpft. Dennoch müsse man die Fallzahlen weiter senken und anschließend kontinuierlich niedrig halten. Man müsse vorsichtig bleiben, denn das Virus nutze jede noch so kleine Chance, sagte Wieler.

Update, 12.15 Uhr - CovPass soll noch diese Woche ausgerollt werden

Anschließend stellte Spahn die neue App „CovPass“ vor - der neue digitale Impfpass, der unter anderem von der Firma IBM entwickelt wurde und noch in dieser Woche ausgerollt werden soll. Das Ganze soll Schritt für Schritt erfolgen. Nach und nach sollen Apotheken, Arztpraxen und Impfzentren an das System angeschlossen werden. „Es werden aber nicht sofort gleich alle sein können. Bis Ende Juni soll der CovPass aber möglichst für alle in Deutschland zur Verfügung stehen“, so Spahn. In Kürze soll die App zum Download im AppStore und Google Play-Store zur Verfügung stehen.

Vollständig geimpfte Personen sollen die zugehörigen QR-Codes zum Einscannen teilweise auch per Post zugesandt bekommen. Neben der CovPass-App soll für das digitale Impfzertifikat jedoch auch die offizielle Corona-Warn-App verwendet werden können. Das Ganze sei einfach zu handeln und europaweit gültig, betonte der Minister. „Damit setzen wir in der EU länderübergreifend einen Standard für den internationalen Reiseverkehr“, so Spahn, der betonte, dass zum Reisen theoretisch selbstverständlich auch weiterhin der gelbe Impfpass verwendet werden kann.

Update, 12.11 Uhr - Spahn: „Der Trend der letzten Wochen ist ein guter…“

Vollständig gegen Corona geimpfte Personen können in Zukunft auf das Mitführen des gelben Impfpasses verzichten - sofern sie das neue digitale Impfzertifikat nutzen. Zu diesem Zweck wurde eine neue App entwickelt. Die Details dazu haben Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Dr. Lothar Wieler am Mittag auf einer Pressekonferenz vorgestellt. „Der Trend der letzten Wochen ist ein guter - und er setzt sich fort“, sagte Spahn zu Beginn angesichts sinkender Infektions- und steigender Impfzahlen. Außerdem gehe die Auslastung der Intensivstationen in den Kliniken weiter zurück.

„Einige haben das schamlos ausgenutzt - und Testkosten angesetzt, die es überhaupt nicht gegeben hat. Ich sage ganz klar: Das ist Betrug“, sagte Spahn anschließend im Hinblick auf Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Corona-Tests in Schnelltestzentren. Zugleich forderte der Minister harte Konsequenzen für die Verantwortlichen.

Update, 11.43 Uhr - PK um 12 Uhr: Spahn und Wieler informieren über digitalen Impfnachweis

Auf das Mitführen des gelben Impfpasses können vollständig Geimpfte in Zukunft verzichten, wenn Sie das digitale Impfzertifikat nutzen. Über die neu entwickelte App (CovPass) informieren Gesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler ab 12 Uhr in einer Pressekonferenz.

rosenheim24.de wird von der PK wie gewohnt live berichten.

Update, 11.26 Uhr - Testanbieter bekommen ab Juli weniger Geld für Corona-Tests

Nach mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber ab Juli weniger abrechnen können. Zudem sollen sie strenger kontrolliert werden. Das sieht eine geänderte Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die zwischen den Bundesministerien derzeit abgestimmt wird und die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Betreiber von Teststellen sollen für die Entnahme des Abstrichs ab 1. Juli nur noch 8 Euro abrechnen können. Bisher waren es 15 bei ärztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern. Weil die Tests günstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 4,50 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden können.

Die für die Abrechnung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen sollen die Abrechnungen künftig gründlicher prüfen - mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern auch im Detail und vor Ort. Generelle Beauftragungen von Teststellen, wie sie mit sogenannten Allgemeinverfügungen möglich waren, soll es nicht mehr geben. Gesundheitsämter sollen die Stellen nur noch einzeln beauftragen können. Zudem sollen sich alle Anbieter von Bürgertests an die Corona-Warn-App anschließen müssen. Auf Wunsch der Getesteten sollen sie ein Testzertifikat direkt über die App bekommen.

Update, 10.37 Uhr - Landkreis Altötting meldet keinen neuen Corona-Fall

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt keinen neuen Corona-Fall gemeldet. Damit blieb die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6047 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 42 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (7), Burgkirchen (5). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting liegt aktuell bei 13,5.

Update, 10.05 Uhr - RKI meldet Inzidenz von Null für Tirschenreuth

Tirschenreuth wird als erster bayerischer Landkreis seit Monaten vom Robert Koch-Institut mit einer Corona-Inzidenz von Null geführt. Am Donnerstagmorgen wies er laut dem Dashboard des RKI (Stand 7.42 Uhr) keine gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf. Zuletzt waren demnach am 2. Juni zwei Neuinfektionen gemeldet worden. Die bayernweite Inzidenz lag laut RKI am Donnerstagmorgen bei 21,9. Die höchsten Werte wiesen die Stadt Schweinfurt mit 73,0 und der Landkreis Lindau mit 57,3 auf, die niedrigsten Tirschenreuth und der Landkreis Bayreuth mit 1,0.

Tirschenreuth war lange Zeit Corona-Hotspot und wies zeitweise die höchsten Inzidenzzahlen in Deutschland auf. Seit einigen Monaten hat sich das Bild aber gewandelt und der Landkreis wies regelmäßig besonders niedrige Werte aus. Neben Tirschenreuth weist das RKI derzeit in Deutschland nur noch die Stadt Schwerin mit einer Inzidenz von Null aus. In den vergangenen Tagen galt dies kurzfristig auch für die Landkreise Friesland und Goslar.

Update, 9.24 Uhr - Söder verteidigt EM-Konzept mit 14.000 Zuschauern in Münchner Stadion

Kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Zulassung von 14.000 Zuschauern im Stadion in München gegen Kritik verteidigt. Zum einen erlaube es die pandemische Lage mit einer niedrigen Inzidenz und einer hohen Zahl an Geimpften, zum anderen gebe es ein „extrem hohes Sicherheitskonzept“, sagte der CSU-Chef am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“.

Das Sicherheitskonzept umfasse Testkapazitäten, Masken und ein innovatives Zu- und Abgangskonzept für die Zuschauer. Letztes sei von besonderer Bedeutung, da hier wohl die größten Ansteckungsprobleme lägen. „Das eigentliche Problem im Stadion ist ja nicht das Sitzen im Stadion“, sagte Söder. Er betonte, dass die Zulassung von 14.000 Zuschauern bei den EM-Spielen in München auch ein Stück weit eine Rückgewinnung Freiheit und Lebensfreude sei. Sollte das Konzept zudem funktionieren, sei es auch ein Probelauf für andere Kulturveranstaltungen mit Zuschauern.

Update, 8.29 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in der Region (Stand 10. Juni).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region stabilisieren sich weiter auf einem inzwischen sehr niedrigen Niveau. Lediglich aus dem Kreis Berchtesgadener Land (von 13,2 auf 29,3) und der Stadt Rosenheim (von 26,8 auf 29,9) wurde eine leichte Steigerung gemeldet. In den Landkreisen Altötting (von 20,6 auf 13.5), Mühldorf (von 19,8 auf 17,3), Rosenheim (von 25,3 auf 24,5) und Traunstein (von 23,1 auf 20,9) sanken die Inzidenzen dagegen. In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.25 Uhr - Holetschek: Bayern auf digitalen Impfpass vorbereitet

Der Freistaat Bayern ist nach den Worten von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bereit für die Einführung des digitalen Impfnachweises. Zunächst würden in den Impfzentren digitale Impfnachweise für diejenigen erzeugt, die sich dort Erst- oder Zweitdosen verabreichen ließen. Das Nachtragen von bereits erfolgten und analog dokumentierten Impfungen - etwa in einem gelben Impfbuch - erfolge in einem zweiten Schritt. „Die technischen Lösungen, um nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen, werden aktuell finalisiert, benötigen aber noch etwas Zeit“, sagte Holetschek.

Für frisch Geimpfte soll es mit dem digitalen Impfausweis bereits im Juli losgehen. „Wenn der Bund nun den Startschuss gibt, können die digitalen Impfnachweise in den Impfzentren schnell, einfach und zuverlässig ausgestellt werden“, sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur. Die Nacherfassung bereits abgewickelter Impfungen könne etwa über das Benutzerkonto auf der bayerischen Impfplattform BayIMCO erfolgen. Etwas später soll auch eine telefonische Möglichkeit geschaffen werden, einen elektronischen Impfnachweis erstellen zu lassen. Für Impfungen, die in Arztpraxen erfolgten, sollen spätestens Mitte Juli die Möglichkeiten geschaffen sein, einen digitalen Nachweis zu erstellen.

Der digitale Impfnachweis wird über einen QR-Code in die Corona-Warn-App, die neue CovPass-App oder auch die Luca-App auf dem Smartphone eingelesen. Holetschek stellte klar: „Die Nutzung des digitalen Impfnachweises ist und bleibt freiwillig. Niemand muss sich digital ausweisen, es ist lediglich ein Angebot. Auch der gelbe Impfpass bleibt natürlich gültig.“

RKI meldet knapp 3200 neue Fälle und 94 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 3187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4640 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen (News-Ticker Mittwoch, 9. Juni).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.709.129 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.563.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.585 angegeben. In Bayern kamen neun weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 15.070).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,74 (Stand: 9. Juni; Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 74 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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