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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Dritte Welle auch aus intensivmedizinischer Sicht gebrochen: „Die Richtung stimmt“

Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig, stehen ein Arzt (2.v.r.) und zwei Schwestern an Betten von Patienten.
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Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig, stehen ein Arzt (2.v.r.) und zwei Schwestern an Betten von Patienten.
  • vonChristina Eisenberger
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  • Martin Weidner
    Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag, 9. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 165,2, Landkreis Rosenheim 101,8, Landkreis Traunstein 134,2, Landkreis Berchtesgadener Land 58,5, Landkreis Mühldorf 125,1, Landkreis Altötting 155,1 (Quelle/Stand: RKI, 9. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3788, Landkreis Rosenheim 13.324, Traunstein 10.604, Berchtesgadener Land 5618, Mühldorf 6771, Altötting 5800 (Quelle/Stand: RKI, 9. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 59, Landkreis Rosenheim 450, Traunstein 210, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 150, Altötting 207 (Quelle/Stand: RKI, 9. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 84.775 Todesfälle in Deutschland (14.411 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.58 Uhr - Dritte Welle auch aus intensivmedizinischer Sicht gebrochen

Die Zahl der Covid-Patienten in Deutschlands Intensivstationen geht zurück. „Worüber wir sehr froh sind“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Sonntag in einem Video-Statement. Aktuell lägen rund 4600 Menschen mit Corona auf der Intensivstation. 

Im März und April war die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen deutlich gestiegen. Dann habe der Wert etwa zehn Tage lang auf einem Plateau von etwa 5000 gelegen, sagte Marx. „Wir haben seit einigen Tagen hier jetzt einen Rückgang zu verzeichnen.“ Die Bundes-Notbremse zeige dabei Wirkung. Die Corona-Maßnahmen sollen auch dazu beitragen, eine Überlastung des Gesundheitssystems und auch der Intensivstationen zu vermeiden. 

Marx erinnerte auch daran, dass es immer noch sehr viele Corona-Patienten seien und täglich neue Schwerkranke aufgenommen würden. Nach wie vor sei die Lage in vielen Kliniken angespannt, viele andere Eingriffe können deshalb nicht durchgeführt werden. „Das heißt also auf keinen Fall Entwarnung, aber die Richtung stimmt.“

Update, 19.28 Uhr - Bayerische Sportvereine verlieren 100.000 Mitglieder

Die Corona-Krise hat zahlreiche Sportler aus ihren Vereinen getrieben. Bayernweit haben die Sportvereine im Corona-Jahr 2020 fast 100.000 Mitglieder verloren. Ende Dezember waren laut Bayerischem Landes-Sportverband dann noch gut 4,5 Millionen Menschen Mitglied eines Sportvereins. „Insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen ist dieser Mitgliederrückgang mit 5 Prozent beziehungsweise 3,7 Prozent besonders besorgniserregend“, erklärte BLSV-Präsident Jörg Ammon. 

Größere Vereine in den Ballungsräumen hätten stärker gelitten als kleinere. Der BLSV hofft auf eine Trendwende: „Insgesamt gehen wir davon aus, dass sinkende Inzidenzen und zunehmender Impfschutz bald wieder zu einem geregelten Sportbetrieb führen und sich dadurch auch die Mitgliederzahlen stabilisieren und sogar wieder steigen werden“, sagte Ammon. „Denn nirgends ist Sporttreiben so schön wie im Verein, der auch eine soziale Tankstelle ist.“

Update, 18.18 Uhr - Auch München sperrt die Biergärten wieder auf

Die Freude ist groß in Bayerns Landeshauptstadt: auch München darf wegen der gesunkenen Corona-Fallzahlen ab Mittwoch (12. Mai) Tür und Tor zu den Biergärten öffnen. Das Gesundheitsministerium habe einen entsprechenden Antrag der Stadt München genehmigt, teilte ein Ministeriumssprecher am Sonntag auf dpa-Anfrage mit. Auch Straßencafés und andere Freizeiteinrichtungen dürfen dann bei Einhaltung strikter Hygieneauflagen öffnen. Unter anderem besteht jedoch - mit Ausnahme des Sitzplatzes - Maskenpflicht. Wenn Personen aus mehr als einem Haushalt am Tisch sitzen, gibt es eine Testpflicht. 

Bereits für Montag hat das Gesundheitsministerium 13 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern das Öffnen der Außengastronomie erlaubt, weil ihre Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Am Dienstag darf mit Neuburg-Schrobenhausen ein weiterer Kreis aufmachen, München folgt am Mittwoch. In der Region liegt derzeit nur das Berchtesgadener Land mit 58,5 (RKI, Stand: 9. Mai, 0 Uhr) unter 100, dies jedoch bereits den dritten Tag in Folge.

Update, 16.38 Uhr - Aus für Astrazeneca?

Die Europäische Union hat laut dem Industriekommissar Thierry Breton ihren Impfstoff-Vertrag mit dem Hersteller Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängert. Das sagte der Franzose am Sonntag (9. Mai) im Radiosender France Inter.

„Wir haben die Bestellung nicht über den Monat Juni hinaus erneuert“, sagte er auf eine Frage zu Astrazeneca. „Wir werden sehen. Wir schauen, was passiert.“ Breton äußerte sich jedoch positiv zur Qualität des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers. „Das ist ein guter Impfstoff“, sagte er. In Frankreich gibt es in der Bevölkerung Vorbehalte gegen den Impfstoff. 

Die EU-Kommission hatte erst am Samstag mitgeteilt, dass bis 2023 bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen von Pfizer/Biontech gekauft werden sollen. 

Update, 14.53 Uhr - Italien lockert Einreisebestimmungen für Urlauber

Aktuell benötigen Urlauber aus der EU bei der Einreise nach Italien noch einen negativen Test vor der Reise, müssen dann im Land fünf Tage in Quarantäne und sich auch hier wieder freitesten. Das könnte bald anders aussehen, denn Italien will den Tourismus wieder ankurbeln. Noch im Mai will das Land deswegen Einreisen aus der EU ohne die bisherige Quarantäne erlauben. Ab Mitte Mai sollen Voll-Geimpfte EU-Bürger leichter ins Land kommen, so Italiens Außenminister Luigi Di Maio am Samstag auf Facebook. Zusammen mit dem Gesundheitsminister arbeite er daran, die „Mini-Quarantäne“ für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel, die negativ getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen seien, abzuschaffen. 

In Italien sind die Corona-Zahlen in den letzten Wochen gesunken. Am Samstag (8. Mai) hatten über 27 Prozent der Bevölkerung zumindest eine Corona-Erstimpfung. 

Update, 13.35 Uhr - 18 neue Fälle im Landkreis Mühldorf gemeldet

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Mühldorf ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Meldung vom Samstag (8. Mai) gibt es außerdem 18 neue bestätigte Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Mühldorf (Stand: 9. Mai, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt hierzu derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 401 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 125,1.

Update, 12.50 Uhr - Polizei wieder bei Corona-Partys gefordert

Etliche Einsätze mit Bezug zur Corona-Pandemie forderten die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im südlichen Oberbayern auch an diesem Wochenende. Erneut mussten private Feierlichkeiten bzw. Zusammenkünfte - teils im öffentlichen Raum - aufgelöst und Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzbestimmungen beanstandet und teilweise auch zur Anzeige gebracht werden.

Einige Beispiele: Am Samstag (8. Mai) wurde der Polizei Bad Aibling gegen 20.55 Uhr eine Menschenansammlung vor einer Gaststätte in der Rosenheimer Straße in Kolbermoor mitgeteilt. Vor Ort stellten die Beamten elf Personen, teilweise auf einer Bierbank sitzend, fest. Es wurden weder die erforderlichen Mindestabstände eingehalten noch Mund-Nasen-Schutz getragen. Die Beamten stellten die Identitäten aller Anwesenden fest und erteilten Platzverweise. Anzeigen nach den geltenden Infektionsschutzbestimmungen wurden aufgenommen.

Gegen 21.50 Uhr stellten Beamte der Polizeiinspektion Bad Aibling dann nach einer Mitteilung eines Anwohners in der Carl-Jordan-Straße in Kolbermoor mehrere Personengruppen fest, die sich dort ohne Mund-Nasen-Schutz getroffen hatten. Insgesamt acht Personen verstießen gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen sowie die Maskenpflicht. Die Ansammlung wurde umgehend aufgelöst und Anzeigen aufgenommen.

rosenheim24.de hat zu den zahlreichen Corona-Partys einen Extra-Artikel verfasst: Flashmob, Grapscher, Drogen und verletzte Beamte: Polizei muss erneut zahlreiche Corona-Partys auflösen

Update, 11.25 Uhr - Mehrere kleine Kinder im Kreis Altötting infiziert

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 24 neue PCR-bestätigte Corona-Fälle gemeldet (Stand: 9. Mai, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Altötting stieg damit seit Pandemie-Ausbruch auf 5797. Unter den Neu-Infizierten befinden sich auch Kinder aus Winhöring (3 und 5 Jahre alt), aus Unterneukirchen (1 und 6 Jahre alt) sowie ein weiteres Kind (6) in der Garching an der Alz. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 155,1.

Update, 9.15 Uhr - Berchtesgadener Land drei Tage in Folge unter 100

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 9. Mai 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut den neuesten RKI-Zahlen (Stand: 9. Mai, 0 Uhr) stiegen die Werte in Stadt (von 162,1 auf 165,2) und Landkreis Rosenheim (von 101,4 auf 101,8) leicht beziehungsweise minimal. Die Kreise Traunstein (von 152,3 auf 134,2), Berchtesgadener Land (von 66,1 auf 58,5), Mühldorf (von 147,6 auf 125,1) und Altötting (von 165,0 auf 155,1) meldeten dagegen fallende Inzidenzen. Im Berchtesgadener Land lag die Inzidenz am Sonntag sogar den dritten Tag in Folge unter der kritischen 100er-Marke - damit wären laut Infektionsschutzgesetz wieder Lockerungen möglich.

Allerdings gab es in der Region zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona zu beklagen - je einer in den Landkreisen Mühldorf und Altötting. Weitere Angaben zu Alter, Geschlecht und/oder Wohnort der Opfer machten die zuständigen Behörden bislang nicht.

RKI meldet knapp 12.700 neue Fälle und 127 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 12.656 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor (Stand: 9. Mai, 0 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.290 gelegen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird (News-Ticker Samstag, 8. Mai).

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 118,6 (Vortag: 121,5; Vorwoche: 146,5). Die Inzidenz geht seit etwa zwei Wochen ziemlich kontinuierlich zurück. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 127 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 110 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.520.329 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.159.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84.775. In Bayern kamen 20 Todesfälle hinzu (gesamt nun 14.411).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,91 (Stand: 8. Mai; Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/ce/dpa

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