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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Steinmeier: „In einer nächsten Pandemie muss vieles anders laufen“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wandert
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Bei einer Wanderung im Grenzgebiet zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über die Auswirkungen der Corona-Pandemie geführt.
  • Daniel Pichler
    vonDaniel Pichler
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  • Martin Weidner
    Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (6. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 29,9, Landkreis Rosenheim 27,9, Landkreis Traunstein 23,1, Landkreis Berchtesgadener Land 24,5, Landkreis Mühldorf 16,4, Landkreis Altötting 25,1 (Quelle/Stand: RKI, 6. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3915, Landkreis Rosenheim 13.822, Traunstein 10.971, Berchtesgadener Land 5938, Mühldorf 6939, Altötting 6042 (Quelle/Stand: RKI, 6. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 454, Traunstein 215, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 6. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 89.222 Todesfälle in Deutschland (15.014 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.30 Uhr - „In einer nächsten Pandemie muss vieles anders laufen“

Bei einer Wanderung im Grenzgebiet zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über die Auswirkungen der Corona-Pandemie geführt. An vier Stationen sprach Steinmeier am Sonntag unter anderem mit Gastronomen und Künstlern. „In einer nächsten Pandemie muss vieles anders laufen“, sagte der Bundespräsident etwa im Gespräch mit Gastronomen in einem Ausflugslokal in Lübeck.

Die Gastwirte beklagten unter anderem die Kommunikation, die oft unklar oder sogar widersprüchlich gewesen sei. Eine Hotelbesitzerin sagte, der sogenannte Progressionsvorbehalt im Steuerrecht brächte viele Mitarbeiter aus der Gastronomie in Existenznöte, weil ihr Kurzarbeitergeld zum Jahreseinkommen hinzugerechnet werde. „Das sind ja nun wirklich keine Großverdiener“, sagte sie. Steinmeier sagte zu, das Problem im Bundesfinanzministerium anzusprechen.

In legerer und regenfester Freizeitkleidung waren Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender am Morgen in Lübeck aufgebrochen. Durch den Wald ging es über die ehemalige innerdeutsche Grenze nach Herrnburg in Mecklenburg-Vorpommern. Begleitet wurden sie von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und dessen Amtskollegin aus Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD). Die Wanderung war die erste von drei Touren, bei denen Steinmeier mit Bürgerinnen und Bürgern über deren Erfahrungen in der Corona-Pandemie und deren Erwartungen für die nächsten Monate sprechen will.

Update, 19.15 Uhr - Spahn weist Vorwürfe um Corona-Masken zurück

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe um angeblich minderwertige Corona-Masken zurückgewiesen. Die Schutzmasken, um die es in der aktuellen Diskussion gehe, seien intensiv geprüft und hätten alle nötigen Eigenschaften, sagte Spahn am Sonntag in Berlin laut einer Mitteilung.

SPD und Opposition hatten mit heftiger Kritik auf einen Bericht reagiert, nach dem Spahns Ministerium bestimmte Masken vorübergehend für Obdachlose und Menschen mit Behinderung vorsehen wollte. Diese Masken seien nur wenig geprüft gewesen. Spahn erwiderte: „Dass einige nun bewusst Obdachlose und Menschen mit Behinderung verunsichern, um Stimmung zu machen, sagt mehr über den Zustand der SPD als über die Qualität der Masken aus.“ Die Sicherheit von Schutzmasken habe im Ministerium absolute Priorität. Die Vorwürfe des Koalitionspartners bezeichnete Spahn als „empörend“.

Update, 18 Uhr - Sechs Kreise in Bayern über 50er-Inzidenz

In Bayern liegen sechs Kreise über der für weitere Lockerungen bedeutenden Corona-Inzidenz-Marke von 50. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) war der bayerische Spitzenreiter am Sonntag der Landkreis Kronach mit 71,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Auf Platz zwei folgte der Landkreis Günzburg mit 64,6, der angrenzende Kreis Neu-Ulm lag mit einem Wert von 62,8 auf Platz drei.

Am niedrigsten war der Inzidenzwert am Sonntag in der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 2,3. Ähnlich niedrig waren die Infektionszahlen den Angaben zufolge in den Landkreisen Tirschenreuth (2,8) und Cham (3,9).

Im Schnitt lag die Inzidenz in Bayern laut RKI am Sonntag bei 25,3 und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 24,7. 504 neue Infektionen waren laut RKI in 24 Stunden dazugekommen - und 7 Todesfälle.

Update, 15.43 Uhr - Raketen abgefeuert - Lagerfeuer-Party in Tirol aufgelöst

Am Samstagabend (5. Juni) mussten Polizei und Feuerwehr zur Rafting-Anlegestelle am Inn bei Imst (Bezirk Imst) in Tirol ausrücken. Zuvor waren bei der Polizei gegen 19 Uhr mehrere Anrufe eingegangen, wonach es dort eine Rauchentwicklung, Feuer und sogar abgefeuerte Raketen gäbe. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte mehrere Personen feststellen, die sich am Ufer zu einer Lagerfeuer-Party versammelt hatten.

Die beiden „Veranstalter“, zwei Männer aus Imst im Alter von 40 und 44 Jahren, zeigten sich in der Folge mit den polizeilichen Maßnahmen nicht einverstanden. Sie erhielten entsprechende Anzeigen. Die Party wurde aufgelöst. Neben mehreren Polizeistreifen waren auch 18 Einsatzkräfte der Feuerwehr Imst vor Ort.

Update, 13.35 Uhr - „Partyvolk“ hält Polizei in München auf Trab

In der Zeit zwischen Freitag (4. Juni) und Sonntag (6. Juni) musste die Münchner Polizei in den Abend- und Nachtstunden über 50 Mal zu größeren Einsätzen ausrücken, weil sich im Stadtgebiet Personenansammlungen in verschiedenster Größe gebildet hatten. Dabei wurde von den Personen zumeist Alkohol konsumiert und laute Musik abgespielt.

Am Freitag gegen 23 Uhr gab es mehrere Notrufe, weil sich im Bereich der Türkenstraße bzw. am Georg-Elser-Platz rund 200 Personen versammelt hat. In kurzer Zeit wuchs die Meute in der Maxvorstadt sogar auf rund 500 Menschen an. Mit dem Polizeieinsatz waren einige Beteiligte nicht einverstanden. Ein Fußgänger gab an, von einem in Schrittgeschwindigkeit fahrenden Polizeifahrzeug verletzt worden zu sein. Darüber hinaus schlugen mehrere feiernde Personen gegen Einsatzfahrzeuge der Polizei. Da die Aufforderungen, die Örtlichkeit zu verlassen, keinen Erfolg brachten, wurde der Platz gegen 0.30 Uhr vollständig geräumt.

Am Sonntag gegen 0.30 Uhr, wurde mitgeteilt, dass etwa 40 Personen im Bereich der Bayerischen Staatskanzlei ausgelassen feiern würden. Durch die eingesetzten Kräfte wurden Platzverweise erteilt, denen widerspruchslos Folge geleistet wurde. Kurz darauf erfolgte eine weitere Meldung, dass sich nun 30 Personen im Bereich der Feldherrnhalle aufhalten und dort Passanten anpöbeln würden. Zusätzlich erfolgten weitere Anrufe wegen Ruhestörung im Bereich des Hofgartens. Es gab entsprechende Platzverweise. Des weiteren waren Einsatzkräfte im Bereich der einschlägigen Örtlichkeiten, wie am Wedekindplatz, Friedensengel, Siegestor, Wittelsbacherbrücke, Gärtnerplatz und dem Isarufer mit ähnlich gelagerten Einsätzen gebunden.

Update, 12.15 Uhr - Holetschek: „Mehr Normalität - aber weiterhin Vorsicht und Umsicht!“

Ab Montag (7. Juni) gelten in Bayern mit Inkrafttreten der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) neue Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) mahnte jedoch weiterhin zu Vorsicht und Vernunft: „Ich freue mich, dass Öffnungen und Lockerungen möglich sind. Die niedrigen Inzidenzen zeigen, wie erfolgreich unsere Strategie im Kampf gegen die Pandemie ist. (...) Ich sage klar: Wir können uns wieder ein gutes Stück mehr Normalität leisten! Dennoch ist es wichtig, weiterhin Vorsicht und Umsicht walten zu lassen. Wir müssen wachsam bleiben, und die neuen Regelungen helfen uns dabei, Vorsicht und Zuversicht zu vereinen.“

Über die neuen Corona-Regeln hat rosenheim24.de bereits einen eigenen Artikel verfasst. Zudem hat die bayerische Staatsregierung nun auch den vollständigen Text der 13. Bayerischen Infektionsschutzverordnung im Internet veröffentlicht.

Update, 11.40 Uhr - Derzeit 77 aktive Fälle im Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat jetzt für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt einen weiteren Corona-Fall gemeldet (Stand: 6. Juni, 0 Uhr). Dabei handelt es sich um eine 67-jährige Person aus der Gemeinde Reischach. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6042. 

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Landratsamtes bei 25,1. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis insgesamt 77 aktive Corona-Fälle - die meisten davon in Garching/Alz (15), Neuötting (9), Burghausen (7) und Tyrlaching (6).

Update, 10.05 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet vier neue Fälle

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat für seinen Zuständigkeitsbereich seit der letzten Statusmeldung nun vier neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet (Stand: 6. Juni, 0 Uhr). Damit gibt es in Stadt und Landkreis Mühldorf derzeit insgesamt 31 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 16,4.

Update, 9.15 Uhr - Inzidenzen in Region nun überall unter 30

Sieben-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 6. Juni 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen bewegen sich in den Städten und Kreisen der Region nun scheinbar stabil auf einem niedrigen Niveau. Laut den neuesten RKI-Daten (Stand: 6. Juni, 0 Uhr) haben alle Kreise und Städte inzwischen eine Inzidenz von unter 30 erreicht

Sowohl Stadt (von 31,5 auf 29,9) als auch Landkreis Rosenheim (von 30,2 auf 27,9) sowie die Kreise Berchtesgadener Land (von 31,2 auf 24,5) und Altötting (von 27,8 auf 25,1) meldeten im Vergleich zum Vortag fallende Werte. Lediglich in den Kreisen Traunstein (von 21,4 auf 23,1) und Mühldorf (von 12,9 auf 16,4) stiegen die Inzidenzen leicht. Weitere Todesfälle aus der Region wurden unterdessen nicht gemeldet.

RKI meldet knapp 2500 neue Fälle und 74 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 2440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor (Stand: 6. Juni, 0 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3852 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 24,7 an (Vortag: 26,3; Vorwoche: 35,2).

Das RKI wies allerdings in einem Lagebericht auf den Feiertag Fronleichnam in vielen Bundesländern am Donnerstag hin: „Bei der Interpretation der Fallzahlen ist zu beachten, dass an Feiertagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“ Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 74 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 56 Tote gewesen (News-Ticker Samstag, 5. Juni).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.700.367 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.538.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.222 angegeben. In Bayern kamen sieben weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 15.014).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,84 (Stand: 5. Juni; Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/dpa

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